Ok, fangen wir mal vorne an:
1) Ausgangspunkt der Überlegungen sollte sein, wo der Telefonanschluß sitzt,
also die Abschlußdose des Telefonversorgers.
An diese Dose kommen Splitter und hinter dem Splitter sowohl der DSL-Router als auch das Telefon,die Telefonanlage, oder bei ISDN der NTBA.
Der DSL-Router muß also in der Nähe der Telefonabschlußdose oder zumindest in Patchkabelreichweite stehen.
2) Du sprichst von 8 Anschlußpunkten, davon 3 im oberen Stockwerk.
In das obere Stockwerk kommst du baulich bedingt nur mit einem Kabel.
Damit steht schon eines fest:
In der oberen Etage steht ein Switch, der auf die 3 Anschlußpunkte verteilt.
Damit brauchen wir oben mindestens 3 + 1 Ports.
3) In der unteren Etage hast du nach Adam Riese 5 Anschlußpunkte.
Benötigt werden also 5+1 abgehende Ports. Damit fällt der interne Switch in Router flach, die haben (immer?) nur 4 Ports.
Also brauchst du auch unten einen Switch, mit 5Ports +1Port Uplink + 1Port für DSL-Route, also gesamt min 7 Ports.
4) Die Verkabelung ist also wie folgt:
-vom Splitter zum DSL-Router
-von Router zu Switch 1
-von Switch 1 zu 5 Endgeräten
-von Switch 1 zu Switch 2 (Uplink)
-von Switch 2 zu 3 Endgeräten
5) Art der Switches:
-Die Verbindung zwischen Switch 1 und Switch 2 sollte über Gigabit-Ports passieren.
-Preislich ist es fast egal, ob der Switch einen oder alle Ports als Gigabit-Ports ausgeführt hat.
-Also kaufst du 2 gleiche Router einer Markenfirma mit 10/100/1000 Geschwindigkeit.
D.h. die Switches beherrschen alle Geschwindigkeiten auf allen Ports.
-Entweder du kaufst 1x 5 Ports und 1x 8 Ports, oder gleich 2x 8 Ports.
-Markenswitches könnten sein 3-com, d-link, netgear (jeweils um 50 Euro)
6) Verkabelung:
-Grundsätzlich erfolgt jede Verkabelung über Kabel mit Steckern RJ-45 (der typische Netzwerkstecker)
-Die Endpunkte in den Räumen sollten Netzwerkdosen sein.
-Daraus folgt, daß man vom Switch zum Endpunkt keine Patchkabel (mit angespritzen Steckern) verwendet, sondern Verlegekabel.
Das muß dann auf beiden Seiten aufgelegt werden. Dazu braucht man ein entsprechendes Werkzeug (ab ca. 15 Euro).
7) Verkabelung in den Räumen (Endpunkte)
-Hier wird das Kabel in der Dose geklemmt (aufgelegt).
-Es werden immer alle 8 Adern aufgelegt. (Wiki kennt die Belegung

)
8 ) Verkabelung an den Switches
-Die losen Kabelenden des Verlegekabeks können nicht mit einem RJ-45 Stecker gecrimpt werden. (Verlegekabel hat einzelne feste Adern, Patchkabel zum Crimpen hat mehrere Einzeladern pro Litze.
-Also muß das kabel auch am Switch aufgelegt werden.
-Dazu benutzt man sinnvollerweise ein Patchfeld. (Letztlich eine Leiste mit mehreren "Netzwerkdosen"
-Vom Patchfeld wird dann auf die Switche gepacht mit kurzen Patchkabeln.
-Damit das Ganze ordentlich aussieht, sollte es irgenwo eigebaut sein.
-Optimal aber teuer ist ein spezieller Netzwerkschrank. Vorteil: da passt dann alles rein: Telefonanlage, Splitter, Router, Telefonanlage, Patchfeld, Switch.
Sieht dann so aus:
Alles in allem ist das sicher eine nicht ganz preiswerte Lösung,
aber bei 8 Netzteilnehmern hat man auch schon ein Netzwerk, das den normalen Haushalt sprengt.
Ich selber habe meine Verkabelung (10 Netzwerkports + 8 Telefonports) in einem Netzwerkschrank untergebracht und bin sehr froh, daß ich diese Investition gemacht habe.
Es sieht aufgeräumt und professionell aus, weil alle Kabel ordentlich verlegt sind. Das ist bei frei in Raum stehenden Switches nicht möglich.
9) zum Router:
Die Fritz!Boxen sind recht stabile Router, die eine externe Festplatte per FTP ins Netzwerk stellen können. Eine nette Zusatzfunktion, wie ich finde.
10) Nochmal zu der Portanzahl:
Ich würde sehr genau überlegen, ob nicht gleich 2 Leitungen pro Dose verlegt werden. So kann z.B. in einem Büro ein PC und ein Netzwerkdrucker angeschlossen werden.
Es gibt immer mehr netzwerkfähige Geräte.
Dann ist zu bedenken: 2 Ports pro Dose sind 2 Ports auf dem Patchfeld und 2 Ports auf dem Switch.
Die Switche müßten dann 5x2 +1 +1 und 3x2 + 1 Ports haben,
also wären 12 Ports und 8 Ports angesagt.
11) Und nochmal zum Kabel, weil das oft falsch gemacht wird:
Es gibt flexibles Patchkabel zum Crimpen. Das kann nicht an Dosen geklemmt oder an Patchfelder geklemmt werden.
Es gibt festeres Verlegekabel, das ausschließlich aufgelegt/geklemmt wird.
Es kann nicht gecrimpt werden.