von Flaragnar » 28.03.2012, 08:48
Und wieder einmal ist der Winter vorbei und wieder einmal bekommt der kleine seine Sommerreifen, die nach dem 3. Jahr immer noch in einem guten Zustand sind. Und wieder einmal wiederholt sich bei mir das gleiche Spiel mit der Tankanzeige. Nach jedem Winter komme ich mit dem ersten Tankstrich ein Stükchen weiter. Zu Beginn ca 170km, nach dem 1 Jahr 190km, nach dem 2 Jahr 210km und dieses Frühjahr waren es schon 237km... Die "leiert" (bei gleichbleibendem Verbrauch) ganz schön aus, ist das bei euch auch so?
Und ein wenig jammern möchte ich auch noch. Ich fahre jetzt ein gutes Jahrzehnt Auto, davon etwas über drei Jahre den C1 im Sparmodus. Und es macht langsam keinen Spaß mehr. Abgesehen davon, dass man auf der linken Spur mit 120-130km/h inzwischen nur noch ein Verkehrshindernis ist, dass die autoliebende Bevölkerung am liebsten von der Straße bomben würde, kommt es mir so vor, dass die lieben Brummifahrer in ihrer Aggresivität den hochgerüsteten Kombifahrern nacheifern. Selbst im morgendlichen Berufsverkehr, wenn die linke Spur von Autos verstopft ist und die rechte Spur von LKWs, scheinen die Brummifahrer irgendein Gesetzt entdeckt zu haben, dass die rechte Spur ihnen alleine zu gehören hat. Die Leerbrummis entblöden sich immer öfters den PKWs (z.b mir) auf der rechten Spur aufzublenden, aufzufahren und sogar anzuhupen. Passiert mir immer wieder in letzter Zeit auf der rappelvollen A3. Ich pendle diese ja (zu) oft zwischen Passau und Rgb ab. Und die Globalisierung schlägt hier voll zu. Die rechte Spur ist oft von Ketten zwischen 10 und 30 LKW gespickt. Und der erste fährt halt oft nur 93 (Tacho) und alle anderen dahinter am liebsten 95 (Tacho). Und über 90 Minuten geht eine stupide Überholerei los, nur um direkt der nächsten Kette aufzufahren. Auch wenn man eine theoretische Strecke von 1000km annimmt, gewinnt man durch diese Manöver vielleicht 10 Minuten. Garantiert nicht mehr. Und fädelt man sich jetzt in einem schönen Abstand an das hintere Glied einer solchen Kette, mit 100-150m Abstand (viel Abstand, keine Windschattendiskussion), kann man nur darauf warten, dass der nächste Leerbrummi von hinten angewalzt kommt und blinkt, hupt oder blendet. Der vordere Brummi, auch wenn man ewig hinter ihm fährt, vollführt über mehrere Parkplatzausfahrten wilde Schlenkermanöver, da er mich für das böse Zollauto/BAG-Auto persönlich hält. Klein, rot, fies und mit vielen Polizisten besetzt. Rettet man sich aus diesem Wahnsinn, indem man ganz genau auf eine große große Lücke auf der linken Spur achtet und mit Tacho 110-120 auf die linke Spur zieht, auf Tacho 130-140 beschleunigt, um an der LKW-Kolonne vorbeizuziehen, kann man leider trotzdem darauf warten, dass der nächste 200PS-Dieselkombi einen mit seinen 200er-Schlappen und Tagfahrlichtgestrahle anschiebt.
Kurz 1:
Ich versuche wirklich möglichst unauffällig eine relativ niedrige Geschwindigkeit zu fahren und bemühe mich, sowohl für die LKWs, als auch die RasenIstEinGrundrecht-Fraktion kein Problem darzustellen, aber das will irgendwie nicht mehr so recht klappen. Auf der A93 hatte ich derartige Probleme deutlich weniger. Diese ist zwar wesentlich leerer, aber nervöse Brummifahrer gab es dort (ein gutes Jahr gependelt) fast nie. Ich möchte nicht sagen, dass das an der "Mentalität" der Ost-West Verbindung liegt, aber ein wenig drängt sich der Verdacht auf.
Kurz 2:
Macht immer weniger Spaß Auto zu fahren.
Kurz 3:
Dieser Beitrag ist theoretisch mit [Ironie ... Ironie] versehen.