Schaden Kurzstrecken?




Ohne Motor geht nix - so geht mehr!

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Schaden Kurzstrecken?

Beitragvon jen382 » 09.01.2007, 16:28

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Beitragvon Hardtoexplain » 09.01.2007, 16:35

Hallo

Wenn du mit deinem Auto des öfteren sogar weniger als 1 km fährst und 3 km schon viel sind, wirkt sich das sicherlich nicht positiv auf Spritverbrauch und Motor im Allgemeinen aus. Aber ich hab da eher bescheidene Fachkenntnisse. Aber der Aygo wird das verkraften, schließlich wurde er im Großen und Ganzen für die Stadt entwickelt, auch wenn dies schon sehr kurze Strecken sind. Also einen Motorschaden wirst du nicht befürchten müssen. Die Batterie wird wohl dann des öfteren leer sein. Aber wie gesagt, warte erstmal die Antworten von anderen Usern ab, die bei diesem Thema wesentlich mehr Ahnung haben als ich.
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Beitragvon Siw » 09.01.2007, 16:41

ja es wirkt sich negativ auf verschleiß und spritverbrauch aus, auch gibt der hersteller kürzere ölwechselintervalle bei viel kurzstreckenbetrieb vor!

wenn du unbedingt mit dem auto so kurze strecken fahren musst, fahrad oder öffentliche verkehrsmittel wären besser, wirst du wesentlich höhere unterhaltskosten mit jedem auto haben, nicht nur mit dem aygo! :wink:

Durchschnitt von 244 C1 Benziner: 5,31 l/100km gesammt 3.839.824 km und 203.950 l
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Beitragvon hans » 09.01.2007, 17:25

Hallo,

es sind mehrere Faktoren, die es ausmachen!
1.Qualität der Motor-Materialien(wie hochwertig ist der Motor)Ich und auch mit Sicherheit die anderen, hier im Forum werden dir darüber nichts sagen können. (Zylinderbeschichtungen, Qualität von Kolben, Pleuel, Lager, Kurbelwelle usw)[sehr wichtig]
2.regelmäßiger Ölwechsel(5W30=Leichtlauföl)
3.Kaltstart(Welche Temperatur? Je kälter, desto schädlicher für den Motor)
-Wie wird im Kaltstart gefahren(zügig schalten, nicht hochdrehen)
4.Bei ca. 100.000km Ventile kontrollieren ggf. einstellen.(man hört sie aber meist, klackern)(wie beimKaltstart VW Golf3 und Golf4)klackerklacker :shock:
5.Getriebeöl regelmäßig wechseln


P.S. Noch viel wichtiger finde ich es, dass man die Hohlräume und den Unterboden anständig versiegelt! Da wurde meiner Meinung nach gespart!
In den Radkästen ist ja fast kein Steinschlagschutz drauf!
Den Benzin-Motor kannst du locker 300.000km und mehr drauffahren!
Naja, der Diesel wird nicht so lange halten.(da Turbolader, Commonrail, Druck usw.)
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Beitragvon Beat » 09.01.2007, 20:01

Es wurde alles gesagt, geschrieben :P :P :P
Seit wir Toyota fahren haben wir keine Technischen Probleme mehr
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Beitragvon Aygo Club » 09.01.2007, 20:27

Den Benzin-Motor kannst du locker 300.000km und mehr drauffahren!


Ja das sollte möglich sein. Allerdings nicht, wenn man immer nur 2-3 km am Stück fährt. :P Jeder Kaltstart ist eben besonders Verschleißträchtig.

Ich würde an deiner Stelle dann auch alle 6 Monate das Öl wechseln. Sonst hast du nachher zuviel Wasser im Öl. Und der Auspuff wird dann wohl auch relativ früh seinen Geist aufgeben, da praktisch permanent Wasser darin sein wird!
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Beitragvon crass » 09.01.2007, 21:31

hans hat geschrieben:
P.S. Noch viel wichtiger finde ich es, dass man die Hohlräume und den Unterboden anständig versiegelt! Da wurde meiner Meinung nach gespart!
In den Radkästen ist ja fast kein Steinschlagschutz drauf!


Hallo Hans, habe bei meinem auch Unterbodenschutzwachs draufmachen lassen, aber der Aygo ist doch besser geschützt als man glaubt:




Gruß
Christoph
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Beitragvon Aygo Club » 09.01.2007, 21:49

Der Korrosionsschutz wird mit Sicherheit in Ordnung sein. Sonst würde es keine 12 Jahre Garantie darauf geben! Aufgetragen ist in jedem Fall etwas in den Radkästen.
Vielleicht ist die dünne "PVC-Beschichtung" haltbarer als ein dicker Bitumenanstrich... :wink: Sorgen muss man sich jedenfalls nicht machen denke ich.
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Beitragvon jen382 » 10.01.2007, 12:26

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Beitragvon hans » 10.01.2007, 14:49

Vielleicht ist die dünne "PVC-Beschichtung" haltbarer als ein dicker Bitumenanstrich... Winken Sorgen muss man sich jedenfalls nicht machen denke ich.


hans hat geschrieben:
SONAX UnterbodenSchutz ist auf Bitumenbasis hergestellt.

Genau und das ist schei..
Warum?
Ganz einfach: Bitumen bricht mit der Zeit und man kann es dann abziehen, wie einen Kaugummi. Bitumenbasis hat man früher verwendet, heute nimmt man Harz/Kautschukbasis, denn das ist dauerelastisch und bricht nicht.
Wie schon gesagt ich kann die Produkte von Teroson empfehlen.
Das Hohlraumwachs HV400 und den Unterbodenschutz Record 2000 sich sehr zu empfehlen. Das HV400 hat übrigens mit gut abgeschnitten.
Mike Sanders ist noch besser, mir war aber den Aufwand viel zu groß und darum habe ich mich für die Teroson Produkte entschieden.
Ich würde jeden empfehlen, die Hohlräume und den Unterboden einzusprühen, denn da sparen die Hersteller ganz oft.


hans

http://www.iphpbb.com/board/ftopic-4164 ... 48-30.html

Hallo Hans, habe bei meinem auch Unterbodenschutzwachs draufmachen lassen, aber der Aygo ist doch besser geschützt als man glaubt:

Das kenn ich schon, zwar nicht von Aygo aber einen anderen Toyota.
Aber durch einen Steinschlag geht der Lack ab.(Siehe Motorhaube)
Besonders gefährdete Stellen sind die hinteren Radhäuser! (Was ist da groß an Unterbodenschutz (PVC) drann? Nichts!
Andere Toyotas haben hinten eine Art Vlies! Die betrifft es nicht, aber Aygo und Yaris haben dies nicht! Was ich auch schlecht gelöst finde, dass ein ca. 4x4cm große Fläche im hinteren Radhaus? Dort kann sich der ganze Schmutz bilden und kann den Ablauf(ist dort überhaupt einer?) verstopfen. Also steht dort ständig Wasser drinnen, im Winter auch Salzwasser, was auf Dauer sicher nicht gut ist!


Ja das sollte möglich sein. Allerdings nicht, wenn man immer nur 2-3 km am Stück fährt. Auf den Arm nehmen Jeder Kaltstart ist eben besonders Verschleißträchtig.

Kommt auf die Kälte drauf an!(siehe mein erster Beitrag)
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Beitragvon Aygo Club » 11.01.2007, 21:42

Besonders gefährdete Stellen sind die hinteren Radhäuser! (Was ist da groß an Unterbodenschutz (PVC) drann? Nichts!
Andere Toyotas haben hinten eine Art Vlies! Die betrifft es nicht, aber Aygo und Yaris haben dies nicht!


Das war bei meinem Yaris genauso wie beim Aygo. Der hat das aber 4 Jahre und 62.000 km unbeschadet überstanden. Keine Spur von abgeblätterter Beschichtung oder gar Rost! :wink:
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Beitragvon Peter H » 11.01.2007, 22:08

Also zum Thema Kurzstrecke:

Erst mal muß man wissen, was "Kurzstrecke" bedeutet.

Ein Motor ist so konstruiert, daß seine Bauteile in Betriebstemperatur ihre optimale "Paßform" aufweisen; d.h. z.B. die Kolben haben im Verhältnis zur Laufbuchse im kalten Zustand ein größeres Spiel, als wenn sie sich durch die Betriebswärme ausgedehnt haben. (Am Rande, was viele nicht wissen: Kolben sind wegen der unterschiedlichen Wärmezonen und der Lagerung des Kolbenbolzens im kalten Zustand leicht OVAL und erst bei Betriebstemperatur "rund"). Genau so verhält es sich mit allen anderen Motorbauteilen, weil die Ausdehnung von Metall bei Wärme bei der Größenauslegung miteinbezogen werden muß - Klater Zustand bedeutet immer größeres Spiel.

"Betriebstemperatur" bedeutet, daß der Motor und ALLE seine Bauteile so warmgefahren ist, daß das Motorenöl dadurch eine Betriebstemperatur von ca. 80 Grad aufweist. (Ein kalter Motor, dem man theoretisch 80 Grad warmes Öl eingießt, ist also noch lange nicht "Betriebswarm").

"Kurzstrecke" bedeutet für ein Fahrzeug somit jede Fahrstrecke, die zu kurz ist, um diese Betriebstemperatur zu erreichen, unabhängig von der Kilometerzahl (im Sommer weniger als im Winter, bis er warm wird).

Wenn ich also nur 3 km fahre, das Auto nur kurz mal 10-15 Minuten abstelle und dann weiterfahre und noch 3x nach 3 Kilometern Pause mache, ist dies so gesehen kein Kurzstreckenbetrieb mehr, weil der Motor in den Pausen ja nicht völlig auskühlt.

Prinzipiell, sollte ein Fahrzeug nach 10 bis 15km "warmgefahren" sein (ist aber abhängig von der Außentemperatur), also eine Öltemperatur von 80 Grad erreichen.

JEDER Anlaßvorgang bedeutet eine gewisse Verschleißerhöhung, weil bei jedem Anlassen daß Motoröl erst einen gewissen Weg zu den Schmierstellen zurücklegen muß; Ist der Motor bereits warm, geht das einen Tick schneller, als wenn das Teil kalt ist und das Öl verhältnismäßig "dickflüssig". Zudem sind die Spiele der Bauteile noch größer, d.h. eine Schmierstelle benötigt in desem Moment wesentlich mehr Öl zur Schmierung und der "Aufschwimmeffekt" auf dem Öl ist dadurch noch geringer, als wenn der Zwischenraum duch die Erwärmung enger geworden ist.

Der Kaltstart ist insofern "Verschleißstärker", da hier ja auch die Bauteile noch ein etwas höheres Spiel aufweisen, außerdem sind die Zylinderinnenwände ebenfalls noch kühl und somit kondensiert ein Teil des Benzins an der Innenwand der Zylinder (steht dann aber auch nicht zur Verbrennung zu Verfügung - daher mehr Spritverbrauch); dieser Spritanteil kann durch das noch erhöhte Spiel des Kolbens und dessen Ringe z. Teil sogar in das Motoröl gelangen und verdünnt dieses dann nach und nach. Des weiteren ist das Öl noch vergleichsweise Dickflüssig, woedurch gerade bei Hochdrehen des Motors im Kalten Zustand der Öldruck um ein wesentliches höher ist, als wenn Betreibstemperatur vorherscht. Im Extremfall kann somit ein sofortiges Hochdrehen zu einem solch ungesundem "Öl-Hochdruck" führen, daß einige Dichtungen empfindlich darauf reagieren und zu lecken beginnen.

"Untertouriges" Fahren in diesem Zustand ist aber ebenso schädlich, da hierbei erhöhte Lagerdrücke entstehen, die der Ölfilm aufgrund des noch relativ großen Spiels zwischen den kalten Bauteilen nicht optimal abfangen kann.

Auch der Kat braucht einige Minuten um auf Temperatur zu kommen und erst dann kann die Elektronik über die Lamda-Messwerte die Spritzufuhr und somit auch den Verbrauch optimal "einstellen".

Ein Weiterer Effekt der "Kurzstreckenschäden" erzeugt, ist die unvolsltändige Verbrennung bei kaltem Motor in Verbindung der Tatsache, daß auch die Auspuffanlage nicht kommplett warm wird:

Schwefel in den Verbrennungsabgasen und der ebenfalls bei der Verbrennung entstehende Wasseranteil verbinden sich zu Schwefelsäure, die in der kalten Auspuffanlage auskondensiert. Wenn das Fahrzeug jetzt eben nur über einige Kilometer bewegt wird, wird die Auspuffanlage nicht so warm, daß die Feuchtigkeit verdunstet und ausgeblasen wird. Somit bleibt nach dem Abstellen Schwefelsäure und Wasser in den Auspuffanlagenteilen stehen und sorgt für ein schnelleres durchrosten der Auspuffanlage (das ist der Hauptgrund für "Löcher" im Auspuff, von Außen alleine würde kein Auspuff so schnell durchrosten.

D.h. man sollte Kurzstrecken soweit als möglich vermeiden, weil sie einen extremen Verschleißanstieg besonders im Motor und der Auspuffanlage bedeuten, ebenso wie häufige Kaltstarts.
Praktikable Lösung ist hier soweit möglich, daß man mit "Hirn"Auto fährt, und sich vorher überlegt, ob man nicht aus 2 oder 3 Einzelfahrten mit längeren Pausen zwischen drin gleich nur eine machen kann.
(PS: Postautos fahren auch vom Verständnis her immer Kurzstrecken, manchmal von Haus zu Haus - die Motoren sind aber meist so gut beieinander, wie bei Langstreckenfahrzeugen, weil der Motor immer Warm bleibt, nur das ständige Anlassen nagt etwas an den Bauteilen und der Anlasser ist das am meisten gewechselte Teil solcher Fahrzeuge).

Wenn es sich nicht vermeiden läßt: Naja, Leute. Es ist ein Auto und es ist zum Fahren gedacht! Wenn ich wirklich mal nur 3 Kilometer zum Fahren habe, ist es eine Denksportaufgabe, ob man hier zur Verschleißminderung einfach mal einen Umweg von 15 Kilometern macht, um das Teil warmzufahren - die Frage ist, ob der dadurch entstehende Mehrverbrauch an Sprit und der Verschleiß aller Bauteile bei 15km im Verhältnis zu nur 3km nicht vielleicht letztlich summa sumarum genausoviel kostet. Letztlich bedeutet JEDER Meter mit dem Fahrzeug IMMER Verschleiß. Mit "Hirn" kann man diesen lediglich länger hinauszögern.

Klingt jetzt fast so wie "Wie man's macht, ist's falsch, so sieht die Technik aber nun mal aus.

Wenn ich wirklich 3 0der 4 Kilmeter wegen irgendwelcher Umstände fahren muß, dann ist es halt so; Hirnlos ist es nur dann, wenn man die 400m vom Haus zum Bäcker statt einfach mal schnell rüberzulaufen mit dem Auto fahren muß (Gehbehinderung jetzt mal außer Acht gelassen!)

Es gibt auch Standheizung für den Motor (die man Zeit- oder Ferngesteuert so 30 Minuten vor Fahrtbeginn aktiviert), die den Kaltstart verhindern oder zumindest die Wirkungen minimieren; allerdings kosten die auch Geld und Sprit- oder Strom, hier muß man also auch rechnen, ob sich das letztendlich wirklich lohnt.

WEr jetzt so Angst bekommen hat, daß er meint: "Ich will meinen Aygo nie mehr hergeben und auch vermeiden daß er verschleißt, also Motte ich den am besten in der Garage ein und fahre gar nicht!", dem muß ich den Zahn ebenfalls ziehen; Es gibt nämlich auch noch einen Effekt, genannt "Standschäden". Wenn Fahrzeuge lange nicht bewegt werden, dann stehen die sich nicht nur wörtlich die Reifen hart und platt, sondern auch Dichtungen werden brüchig (durch Erwärmung und Abkühlung bei Betrieb erhalten diese länger ihre "Geschmeidigkeit"), Lager oxidieren an den dauernd gleichen Berührungsstellen, Motoröl oxidiert/altert durch vorhandenen Sauerstoff auch ohne Betrieb, feine Abriebpartikel, die normal über Wochen im Öl in der Schwebe gehalten werden, können sich zu einem netten Schlamm absetzen, etc.

Großes ABER: Es ist ein AUTO! Also nicht verrückt machen lassen!
Grüße,

Peter H
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Beitragvon Beat » 11.01.2007, 22:43

Sehr gut beschrieben, Peter ! :P :P :P

Mit meinem fahre ich jeden Tag "gesunde" 15 Km hin und 17 Km zurück. (Streckenführung) 8)

Allgemein "eignen" sich Kleinvolumige Motoren eher für Kurzstrecken.

Schnellere Betriebstemperatur durch kleineren Motorenblock und weniger Öl-Inhalt ist auch ein Argument.

Immer vorsichtiges Warmfahren, regelmässige Oelstandskontrolle und Wechselintervalle einhalten. So "lebt" das kleine und gesunde Aygo-Agregat bestimmt X-100'000 Km !
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Beitragvon Aygo Club » 12.01.2007, 10:01

@ Beat

100.000 km traust du ihm nur zu?? :P
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Beitragvon hans » 12.01.2007, 14:46

Ein Motor ist so konstruiert, daß seine Bauteile in Betriebstemperatur ihre optimale "Paßform" aufweisen; d.h. z.B. die Kolben haben im Verhältnis zur Laufbuchse im kalten Zustand ein größeres Spiel, als wenn sie sich durch die Betriebswärme ausgedehnt haben. (Am Rande, was viele nicht wissen: Kolben sind wegen der unterschiedlichen Wärmezonen und der Lagerung des Kolbenbolzens im kalten Zustand leicht OVAL und erst bei Betriebstemperatur "rund"). Genau so verhält es sich mit allen anderen Motorbauteilen, weil die Ausdehnung von Metall bei Wärme bei der Größenauslegung miteinbezogen werden muß - Klater Zustand bedeutet immer größeres Spiel.

Darum gibt es auch meist 3 Kolbenringe (Ölabstreifring, Kompressionsringe/Verdichtungsringe (Kompressionsringe sind einteilige Ringe, die ihren Anpressdruck an die Zylinderwand hauptsächlich aus dem Gasdruck beziehen. Um die Abdichtung beim Start zu sichern und ein Ringflattern bei hohen Drehzahlen zu vermeiden, sind die Ringe durch Biegespannung zwischen freier und eingebauter Form mechanisch vorgespannt) und der mittlere dichtet gegen Verbrennungsgase ab!

Fakt ist, wenn man den Motor in kalten Zustand hochdreht, sich der Kolben schneller erwärmt als der Zylinderblock(Kühlwasser verstärkt die Sache noch), somit entsteht erhöhter Verschleiß!

Zu den Standschäden: Wenn ein Auto nicht bewegt wird, ist dies noch viel schlechter, denn das Öl tropft von den beweglichen Teilen und somit ist die Schmierung(bzw ist kein/fast kein Schmierfilm mehr vorhanden) nicht gewährleistet!

Was man sich noch vor Augen halten soll ist, dass Kurzstrecken unsere Umwelt sehr stark belastet, darüber hinaus ergeben sich erhöhte Emissionen, insbesondere an unverbranten Kohlenwasserstoffen während der Warmlaufphase.Ziel der Motorenentwicklung ist es, die Zeit vom Kaltstart bis zum Erreichen der Betriebstemperatur möglichst gering zu halten.
hans
 
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