Re: Ölverbrauch über 100tkm?
von bluedog » 31.03.2014, 10:56
Ich bin weit davon entfernt, Maschinen eine Seele oder andere Menschlichen Eigenschaften zuzugestehen, aber der Verständlichkeit halber, und weils so schneller zu vermitteln ist, will ich mal einen befreundeten Mechaniker zitieren: "Ein Motor vergisst nichts!", sagte der mir mal, und meinte damit, dass Vollgasorgien und andere fahrerische Exzesse von denen, die sie zu Verantworten haben, schnell vergessen sind. Die gesamte Mechanik aber, die kann eben nichts vergessen, und die regeneriert sich, anders als Lebewesen, auch nicht selber. Was immer man einem Motor (Oder jedem anderen Teil eines Autos oder einer Maschine ganz allgemein, zumutet, respektive abverlangt, es wird seine Spuren hinterlassen und Tribut fordern. Auch, wenns der Fahrer längst vergessen hat, der Verschleiss ist immer noch da.
Glaub mir also Borat86, Du bist nicht der, der gefragt wird, wenns darum geht, zu definieren, was für einen Motor eine Misshandlung ist. Abgesehen davon, dass ein Motor keine Gefühle hat, und man ihn im eigentlichen Wortsinn zwar nicht misshandeln kann: Der Motor wurde mit bestimmten Vorgaben gebaut. Er durfte nicht viel kosten, und es wurde genau vorherbestimmt, wie lange er unter Welchen Bedingungen halten muss. Das waren aber sicher keine Rennbedingungen. So gesehen: Nein, Misshandlung fängt eben nicht erst beim nicht Warmfahren und verschleppten Inspektionen an. Sie fängt dort an, wo der Gebrauch vom Szenario eines Lebenszyklus des Autos erheblich abweicht, den sich die Konstrukteure vorgestellt haben.
Nein, weder die Konstrukteure noch Dein Auto haben Dich gefragt oder werden Dich fragen, wo für Dich Misshandlung anfängt.
Auf Dich und deine individuelle Definition von Misshandlung kommts dabei zu allerletzt an. So ist das, und das ist noch nicht mal böse gemeint.
C1 Sensodrive, 5-Türer, 1.0; Umgebaut auf Bedienung ohne Pedale.
Fussball ist wie Schach, nur ohne Würfel.