Öl - Viskosität und Sorte im AYGO




Ohne Motor geht nix - so geht mehr!

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Beitragvon Korsakoff » 26.05.2011, 13:40

Ich wollte mal ein 0er ausprobieren, obs vielleicht noch was Sprit sparen hilft. Sollte ja dünner sein. Merken werde ich eh nichts, ich weiß...


ich bleib lieber bei einer Sort/Viskosität der Motor/bzw die innereien vom Motor haben sich einfach dran gewöhnt...
2005er Aygo -> H&R Federn, Dotz Graphite Touge 7x16 195/40R16, 101er Musketier ESD
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Beitragvon stefan911 » 26.05.2011, 14:10

waynemao hat geschrieben:Mein Öl ist aktuell 15.000km drin (bei 28.000km die 30k Inspektion gemacht). Derzeit bin ich folgerichtig bei 43.000km. Ich möchte die Inspektion aber bis zum September aufschieben (dann sinds etwa 47.000km). Bis dahin fahre ich aufgrund eines Urlaubssemesters meist nur Strecken unter 25km. Ab September wieder einfache Strecke 90km, 2-3 Mal die Woche.

Ich wollte nicht unbedingt einen Ölwechsel einschieben, aber aktuell sieht das Öl sehr schmutzig aus. Ich kann ja mal Bilder machen. Klar könnte ichs auch drin lassen, aber irgendwie hab ich Lust auf einen Wechsel. Um die paar Euro gehts mir nicht, ich will das alte Öl einfach lieber raus haben.



Hi Waynemao,

ich schätze Dich und dein Fachwissen hier sehr.
Will Dir auch auch nichts vorschreiben oder bevormunden.

Fachwissen- und Gedankenaustausch ist ja auch sehr wichtig, darum diskutieren wir ja auch hier im Aygo-Forum.
Interessiert mich auch immer sehr wie andere mit ihren Drilling umgehen und das was und warum.


Also nachdem ich aus der dreijährigen Garantie nun seit April draussen bin und nicht auf 5 Jahre verlängert habe kann ich nun in Eigenregie die Wartung meines Aygos übernehmen.

Man kann gewaltig viel Geld bei den Inspektionen sparen.
Bei mir kostet eine Zwischeninspektion so um die 170.- € und die große dann alle 30.000km schnell mal 280.-€ beim freundlichen Toyota-Händler.

Das ist mir irgendwie zuviel, besonders weil irgendwie nur eine Checkliste abgearbeitet wird, die meist nur eine Sichtkontrolle ist, die in ca. 90min mit Ölwechsel abgearbeitet ist.
Den Ölwechsel macht beim meinem Toyotahändler der Lehrling im 1. oder 2. Lehrjahr innerhalb von 10 min, von alles raus bis alles neue wieder rein. Selbst gesehen, selbst dabei auf die Uhr geguckt.

Also überhaupt keine große Sache für die Werkstatt bei der sie großartig Spezialwerkzeug brauchen würden.
Dann kann jede freie Werkstatt übernehmen oder könnte man auch daheim machen sofern mal eine Grube oder gar Hebebühne hätte.



Das Motoröl Esso 5W30 wird mir bei Toyota-Händler mit ca. 18.-€/Liter berechnet.
Das ist Wucher in meinen Augen.
Besonders weil das Öl aus einem 200-Literfaß kommt. Das kostet sicherlich nicht mehr als max. 5.-€ beim Einkauf, ich denke sogar weit darunter.

Komischerweise liegen bei mir aber die Originalfilter des Aygos auf dem Preisniveau aus dem freien Autoteilehandels. Die Toyota-Teile sind da kaum teurer.
Der Innenraumfilter kostet das gleiche, der Ölfilter ist ein Euro teuerer, der original Luftfilter sogar ca. 20 Cent billiger als beim Teilehändler.
Also kann man hier Originalteile nehmen.


So kann ich also beim eigen vorgenommenen Ölwechsel gewaltig sparen, da ich mein Öl für 4.-€/Liter einkaufe, selbst beim Kleingebinde als einzelner 6-Liter-Kanister.
Garage, japanischer Ölfilterschlüssel aus dem Motorradzubehör ist alles vorhanden.
Dazu noch die Gewissheit, dass ich alles so gemacht habe und die Flüssigkeiten drin habe, so wie ich es möchte.
Und Zeit habe ich auch meist am Wochenende.


Zu meinem Nutzungsprofil.

Hm, also wir haben extreme Kurzstrecken dabei.

Meine Frau zum Bahnhof am Morgen 10km, dann abends wieder die 10km zurück. Dann noch 3-5 km in der Stadt rumgurken um einzukaufen und das wars mit der Fahrerei mit dem Aygo größtenteils. Da wird der Motor nicht richtig warm, merkt man besonders im Winter wenn kaum die Heizung anspringt.
Alle zwei Wochen dann doch mal eine größere Strecke von 150km einfach über Stadt, Land, Fluss, äh, Stadt, Landstr und Autobahn - damit mal der Benzin- und Wasserschmodder aus dem Motoröl verdunstet.


Mein Öl war schon nach 5.000km wieder schweineschmutzig. Also die Verschmutzung glaube ich ist kein Indikatior ob ein Öl gewechselt werden soll.
Einzig die Erstbefüllung bis 15.000km war immer sehr hell und geblich, so dass man kaum den Ölstand am Meßstab ablesen konnte.

Bei meinen Motorrädern die ein Schauglas für den Motorölstand besaßen war immer das frische Öl nach 500km schon wieder "dreckig", also farblich dunkel.

Da ich aber im Aygo kein minderwertiges Motorenöl benutze und die geforderten Spezifikationen (API SL, usw.) achte, sehe ich es nicht ein vor 15.000km ein frisches Öl reinzuschütten.

Und schon gar nicht ein Hochleistungsöl ala 0W30 oder gar 0W20, wo mir der Liter auch wieder um die 10.-€ kostet.
So hoch gezüchtet ist der 1.0-Liter-Motor auch wieder nicht.
Das Geld kann man sich meiner Ansicht nach beruhigt sparen.

Was mich halt umso mehr erstaunt, dass die Franzosen sogar "einfaches" 15W40 rein kippen lassen.
Also ist es wohl nur mehr eine Geldschneiderei seitens Toyota auf Öle von 5W30 oder noch höher und damit teurer zu verweisen.
So extreme Temperaturen von Kalt oder Heiß habe wir hier in D einfach nicht.

So meine Ansicht, aber bin gespannt was andere Drilling-Treiber hierbei für eine Meinung haben.


Grüßle

stefan911
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Beitragvon waynemao » 26.05.2011, 18:33

Ich möchte garnicht behaupten, dass ein 15W-40 vom Grunde her schlecht ist für den Dreizylinder (obwohl bei Minus 15 Grad ists vielleicht doch was dick), aber genauso wenig würde ich den Franzosen große Kenntnisse über den 1KR-FE attestieren. Haben sie nämlich nicht.

Der Motor ist ein Toyota/Daihatsu Eigengewächs und das 15W-40 wird wahrscheinlich eingefüllt, weil es auch in die kleinen Benziner im 206, 207, C2 etc. wandert.

Dass das Führen eines Scheckheftes teuer ist und sich vermutlich in den meisten Fällen nicht lohnt, sehe ich ein. Aber ich möchte das Auto nach 5 Jahren wieder verkaufen und bis dahin einfach größtmögliche Planungssicherheit haben. Deswegen nehme ich die Inspektionstermine wahr. Dass eigentlich nichts bewegendes gemacht wird und man im Grunde nur den Stempel bezahlt ist mir klar.

Was ich dann doch etwas seltsam finde, ist die starke Färbung des Öls. Mein alter Toyota Starlet hatte das auch, aber der war eben alt und hatte sicher jede Menge Ablagerungen. Dass es beim Aygo nach 2 Jahren schon so "schlimm" ist, verwundert mich ein wenig.
Denn, im Gegenteil zu deinen Motorraderfahrungen, kann ich nur sagen, dass das Öl in meiner Yamaha FZ6 (Bj. 2005, 13.000km) selbst jetzt, nach knapp 2 Jahren und ca. 6.000km noch aussieht, wie frisch eingefüllt. Ok, da gibts nie Kurzstrecken, reines Hobbyfahrzeug, aber trotzdem bemerkenswert.

Ob das Öl nun wirklich gelitten hat im Aygo, kann ich natürlich nicht sagen. Aber alleine aus Vorsicht wechsel ich es lieber. Übrigens auch in Eigenregie in einer Mietwerkstatt. Bei der Gelegenheit kann ich auch gleich mal nach Korrosion schauen und alles inspizieren.
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