Hallo Gemeinde !
Ich bin Besitzer eines C1.
Auto ist für mich in erster Linie ein Nutzfahrzeug um von A nach B zu kommen.
Das möglichst billig.
Wir hatten 7 Jahre gar kein Auto mehr, weil wir sehr zentral wohnen und alles mit dem Rad oder ÖPNV erreichbar war.
Aber hätte ich kein Auto nach 7 Jahren angemeldet, wäre mein Kaskorabatt 30% vollends getilgt worden.
Nun zum Öl.
Ich habe von Anfang an auf die kostspieligen Wartungen in der Vertragswerkstatt verzichtet.
Das Risiko ist beim C1 Style, der mich mit 6000 Km, 5 Monate alt 6500 Euro gekostet hat überschaubar.
Nachedem der Wagen ein Jahr alt war habe ich bei Pitstop den Ölwechsel für 20 Euro machen lassen, inkl Filter und Castrol GTX 10w 40 a3/b4 HC-Synthese.
Erst danach, habe ich mich überhaupt mal mit dem Thema Öl auseinandergesetzt.
Puuuuuuh......... das ist eine Wissenschaft für sich und total verwirrend das ganze.
Synthetic ???? HC-Synthese ????????
Um das zu beantworten habe ich mich direkt an Castrol gewendet und mir das erklären lassen.
Hier das Ergebnis:
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Sehr geehrter Herr Leonardo,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Allein an der Viskositätslage kann man die Herstellungsart eines Schmierstoffes nicht ableiten. Im Allgemeinen unterscheidet man vollsynthetische, Hydrocrack (HC) und mineralölbasische Öle.
Bei mineralölbasischen Schmierstoffen verwendet man fast ausschließlich Rohöl, welches destilliert, chemisch gereinigt und durch Zugabe von Additiven auf die gewünschten Eigenschaften eingestellt wird.
Bei den HC-Synthese-Ölen, verwendet man ebenfalls Rohöl, welches allerdings durch verschiedene Cracking-/ Aufspaltungsverfahren in kleinere Kohlenstoffketten zerlegt wird. Hier kommt das so genannte Hydrocracking-Verfahren zum Einsatz, wo unter Zugabe von Wasserstoff und unter Verwendung von Katalysatoren unter vordefinierten Bedingungen (Temperatur, Druck, etc) besondere Schmierstoffe entstehen, die schlussendlich auch mit Additiven auf die gewünschten Eigenschaften und Einsatzgebiete eingestellt werden.
Von vollsynthetischen Schmierstoffen spricht man bei Produkten, die aus Polyalphaolefinen (PAO) und/ oder synthetischen Estern bestehen. Diese werden in einem Designverfahren, unter anderem in der Ethylensynthese, maßgeschneidert hergestellt, und können so als Grundöle direkt auf die Anwendungsbedürfnisse zugeschnitten werden. Auch hier werden zum Schluss Additive verwendet, um die Produkte abzurunden.
Des weiteren gibt es noch Mischformen die als teilsynthetischen Schmierstoffe bezeichnet werden. Diese teilsynthetischen Öle bestehen aus Mineralölen oder HC-Ölen mit mehr oder weniger großen Anteilen von PAO. Unter mineralischen Ölen mit HC-Synthese versteht man mineralölbasische Schmierstoffe mit einem mehr oder weniger großen Anteil HC-Synthese Ölen. Um genau so ein Öl handelt es sich bei dem von Ihnen angesprochenen CASTROL GTX 10W-40 A3/ B4.
Mit freundlichen Grüßen
Deutsche Castrol
Internet Service Center
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Also ist das ein rein mineralisches Öl.
Jedoch als gleichwertig mit den Qualitätsmerkmalen von Total Quartz 10w 40 zu berachten.
Frech wie ich bin, bin ich dann mal bei der Vertragswerkstatt vorbei, weil ich das original Frostschutzmittel (rot) in jedem Fall verwende, und habe gefragt, was sie von dem Castrol halten.
Kein Problem meinte der Werkstattmeister, sie würden das auch verwenden, wenn sie von Citoen nicht zu Total verpflichtet wären.
Hoffe ich konnte etwas mehr Licht in die Ölwirren bringen.
Gruß
Leonardo