E10 im Gespräch(erneut)




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E10 im Gespräch(erneut)

Beitragvon schattmayer » 20.08.2012, 18:12

Dass E10 einen Mehrverbrauch bis zu 1/2 Liter pro 100km verursachen kann, ist bekannt.

Dass es jedoch bei längerer Nichtfahrt Ablagerungen geben kann, wusste ich bisher nicht. Das Spektrum der Risiken wird mit der Zeit immer größer bis der Treibstoff schlussendlich, wenn auch aus anderen Gründen, vom Markt genommen wird :wink:
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von Anzeige » 20.08.2012, 18:12

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Beitragvon waynemao » 20.08.2012, 19:10

Warten wir mal ab, ob es wirklich wieder verschwindet... ich bin da noch sehr skeptisch. Nachtrauern würde ich dem E10 nicht.
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Beitragvon Aygo2011 » 21.08.2012, 06:10

Bei uns in Österreich wird E10 im Herbst auf biegen und brechen eingeführt, komme was wolle und unserem Umweltminister ist egal ob es in Deutschland keiner haben möchte. Unser ÖAMTC (euer ADAC) steht auch voll und ganz hinter der Plörre.

Bei uns in der Familie gibt es genügend Fahrzeuge die kein E10 tanken dürfen (Punto, Mazda 626, div. Motorräder) und die die es "dürfen" werden es nicht bekommen ;)
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Beitragvon HyundaiGetz » 21.08.2012, 07:00

Obwohl es mein i20 offiziell verträgt, habe ich bisher noch nie E10 getankt. Einmal war ich zu einer Schulung in Erfurt und dort gab es kein Super 95 E5, sondern nur E10 - da ich dann mal Super Plus getankt.

Aktuell ist doch im Gespräch E10 vom Markt zu nehmen, da die Getreideernten zu schlecht sind und das vorhandene Getreide nicht für E10 vergeudet werden soll.
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Beitragvon viper365 » 21.08.2012, 08:03

Ethanol kann aus biologischen Abfällen gewonnen werden, die "Ölindustrie" nutzt jedoch im allgemeinen Mais um Ethanol zu erzeugen...

Mais ist im Überschuss vorhanden, es wird in ca. 90% in denen von uns genutzten Produkten (aus dem Supermarkt) verwendet. Es ist in der Batterie, im Fleisch und sogar in der Windel enthalten.

Die nördlichen Länder machen es vor... Dort gibt es kaum Fahrzeuge die mit Super fahren. E85 oder sogar E100 nennt sich der Zaubertrank, den unsere Industrie/Politik nicht versteht. Bisher tankten wir E5, nun E10. Den Drillingen macht die Verwendung des neuen Kraftstoffes nichts aus.

Viel interessanter ist V-Power von Shell. Wenn man es das erste mal getankt hat kann man eine Verfärbung des Motors feststellen. Sehr gut erkennbar an den Drosselklappen sowie den Zündkerzen. Das ganze ist rötlich, bzw. Reh-Braun. Nach 3 Tankladungen E30 löste sich der rötliche "Film" und begann rosa zu werden.
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Beitragvon Aygon@ut » 21.08.2012, 09:36

viper365 hat geschrieben:Ethanol kann aus biologischen Abfällen gewonnen werden, die "Ölindustrie" nutzt jedoch im allgemeinen Mais um Ethanol zu erzeugen...

Mais ist im Überschuss vorhanden, es wird in ca. 90% in denen von uns genutzten Produkten (aus dem Supermarkt) verwendet. Es ist in der Batterie, im Fleisch und sogar in der Windel enthalten.

Die nördlichen Länder machen es vor... Dort gibt es kaum Fahrzeuge die mit Super fahren. E85 oder sogar E100 nennt sich der Zaubertrank, den unsere Industrie/Politik nicht versteht. Bisher tankten wir E5, nun E10.


wie konnst Du auf das schmale Brett?
z.B. hier : http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/o ... -1.1069169
schlanke 200000 Autos in Schweden, das ist grademal ne Großstadt..

Mais gibts auch bei uns nicht im Überfluss, sondern ledeglich viel zuviel
und auf Kosten anderer Nutzpflanzenfelder. Angebaut wird übrigens Futtermais, der zum menschlichen Verzehr eh nicht taugt. Und soviel wird auch nur deswegen angebaut weil es sich für den Landwirt durch die Versprittung /Biovergasung eben mehr lohnt... eben durch Subventionierung mittels Steuergeldern.
Wer übrigens mit wachen Augen aufm Sonntagsspaziergang mal an Maisfeldern entlangging begreift erst was für eine ökologische Wüste so ein Maisfeld ist...
So bestechend der Gedanke an nichtfossile Kreislaufwirtschaft ist, der
ökologische Sinn von Biosprit wurde längst widerlegt.
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Beitragvon waynemao » 21.08.2012, 10:05

viper365 hat geschrieben:Viel interessanter ist V-Power von Shell. Wenn man es das erste mal getankt hat kann man eine Verfärbung des Motors feststellen. Sehr gut erkennbar an den Drosselklappen sowie den Zündkerzen. Das ganze ist rötlich, bzw. Reh-Braun. Nach 3 Tankladungen E30 löste sich der rötliche "Film" und begann rosa zu werden.


Und was genau hat es damit auf sich?
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Beitragvon viper365 » 21.08.2012, 10:16

Schweden hat ca. 9,5 Mio. Einwohner von denen ca. 46,20% ein Fahrzeug besitzen.
Somit würden 4,57% der Autobesitzer mit E85 fahren (bzw. Flexifuel-Fahrzeugen). Eigentlich recht viel, da die Werte von 2009 stammen ist davon auszugehen, dass sie gestiegen sind.

Wer mal durch Schweden gefahren ist, wird feststellen --> Es gibt kaum eine Tankstelle, die kein E85 anbietet.
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Beitragvon HomerSimpson » 21.08.2012, 11:34

waynemao hat geschrieben:
viper365 hat geschrieben:Viel interessanter ist V-Power von Shell. Wenn man es das erste mal getankt hat kann man eine Verfärbung des Motors feststellen. Sehr gut erkennbar an den Drosselklappen sowie den Zündkerzen. Das ganze ist rötlich, bzw. Reh-Braun. Nach 3 Tankladungen E30 löste sich der rötliche "Film" und begann rosa zu werden.


Und was genau hat es damit auf sich?


Zeigt meiner Meinung nach, das bei der Verbrennung von V-Power recht viele Rückstände enstehen, die sich dann an den Drosselklappen und Zündkerzen absetzen.
Ein erhöhter Ethanolanteil sorgt dann wiederum für eine rückstandsarme Verbrennung, und die rötlichen Ablagerungen verschwinden.
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Beitragvon Loki » 21.08.2012, 18:03

Mir stößrt nur sauer auf, dass hier für Lebensmittel und Fläche für Bäume oder anderen wichtigen Dingen, vernichtet werden.
Gegen den Sprit selber hab ich nichts, außer das Deutschland hier wieder versucht, seine Autoindustrie zu schützen.
Ohne E10 würden viele große Preimumhersteller, mehr und mehr Probleme mit den Abgaswerten bei großen Maschinen bekommen.

Soll mir aber recht sein, hab indirekt mit der Autobranche zu tun :o
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Re:

Beitragvon P107 » 27.05.2014, 20:39

Loki hat geschrieben:Mir stößrt nur sauer auf, dass hier für Lebensmittel und Fläche für Bäume oder anderen wichtigen Dingen, vernichtet werden....


Nicht nur das, bei z.B. der Biodieselherstellung fallen Unmengen an syntetischem Glyzerin an, mit diesem werden erneut riesige Gewinne dieser international agierenden Rattenkonzerne eingefahren. Das wird gewinnbringend verkauft und findet sich in Shampoos, Duschgels, Zahnpasten etc, wieder. Ja, so wird man den Sondermüll der dadurch entsteht wieder los und man fährt riesige Gewinne ein. Und wir Idioten duschen uns jeden Tag mit der Sch… ab oder putzen uns die Zähne mit dem Sondermüll in der Annahme wir tun unserem Körper dadurch etwas Gutes. Dies wird sicherlich bei der E10 Herstellung ähnlich laufen.
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Re: Re:

Beitragvon bluedog » 27.05.2014, 22:44

P107 hat geschrieben:Nicht nur das, bei z.B. der Biodieselherstellung fallen Unmengen an syntetischem Glyzerin an, mit diesem werden erneut riesige Gewinne dieser international agierenden Rattenkonzerne eingefahren. Das wird gewinnbringend verkauft und findet sich in Shampoos, Duschgels, Zahnpasten etc, wieder. Ja, so wird man den Sondermüll der dadurch entsteht wieder los und man fährt riesige Gewinne ein. Und wir Idioten duschen uns jeden Tag mit der Sch… ab oder putzen uns die Zähne mit dem Sondermüll in der Annahme wir tun unserem Körper dadurch etwas Gutes.


Dazu gibts zwei Dinge zu sagen:

A) Biodiesel ist nicht das gleiche und auch nicht vergleichbar mit Ethanol.

B) Auch wenns mit Ethanol eben rein gar nichts zu tun hat, weils eben das nur bei der Biodieselherstellung gibt; Glycerin ist kein Sondermüll. Das ist ein Bestandteil sehr vieler Organischer Substanzen und meines Wissens keineswegs besonders gefährlich, schwer abbaubar oder sonst was, was in dem Zusammenhang den Begriff Sondermüll rechtfertigen würde. Das Problem beim Biodiesel ist ein zu grosser Flächen- und Energiebedarf bei der Produktion, so dass die Ökobilanz negativ ausfällt, weil mehr Energie investiert werden muss bis man einen Liter Biodiesel hergestellt hat, als man daraus wieder herausholen kann.

Ethanol ist mit Biodiesel nicht vergleichbar, da ein an sich recht simpler mehrstufiger Destillationsprozess ausreicht, um ihn herzustellen. Die Gährung an sich erledigen Hefen oder andere Mikroorganismen, auf genau dem gleichen Weg wie sie seit Jahrhunderten in Wein, Bier und der Vorstufe von Schnaps für den Alkohol sorgen. Irrtum vorbehalten, aber das muss eigentlich ein exothermer Prozess sein, immerhin leben die Mikroorganismen davon. Man braucht dafür also kaum Energie. Zudem lässt sich der Alkohol aus fast allem Grünzeug herstellen. Wenns eh nur verbrannt wird, muss dabei ja nichts geniessbares rauskommen. Man muss dafür, im Gegensatz zu Biodiesel keine extra Kulturen schaffen, wenn man nicht will, und man kann die ganzen Pflanzen nutzen, nicht nur ein bisschen Öl aus den Samen.
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Re: E10 im Gespräch(erneut)

Beitragvon miro » 28.05.2014, 12:36

So lange ich E10 nicht gezwungen bin zu tanken, kommt mir auch kein E10 rein!
Ich werde doch nicht die Welthungersnot damit noch unterstützen. Dazu gibt es jede Menge interessante Berichte, welche ich bis zum Erbrechen gelesen habe.
Ausserdem wurde mir des öfteren empfohlen es nicht zu tanken, wenn ich das Auto länger ohner Reparaturen fahren möchte.
Somit lass ich das.

Es muss aber jeder selber wissen was er macht.

Gruss

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Re: E10 im Gespräch(erneut)

Beitragvon Edition 2011 » 28.05.2014, 15:17

Wenn man den Umweltaspekt weg lässt ist alles andere Panikmache. In anderen Ländern fährt man mit E 85,fahre selber seit 30000 mit E 10 und kann kein Mehrverbrauch feststellen. Diese ganze Panikmache hatten wir schon damals als E 5 eingeführt wurde und es kein Verbleibtes mehr gab, und? ?? wo bleiben die zahlreichen Motorschäden? Wer sich etwas mit Technik auskennt weißt daß es nur Panikmache ist.
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Re: E10 im Gespräch(erneut)

Beitragvon bluedog » 28.05.2014, 16:08

Ich habe jahrelang E85 in verschiedenen Mischungsverhältnissen ausprobiert mit einem Daihatsu Cuore, und es ist deswegen nie was kaputt gegangen.

Der C1 ist für E10 freigegeben, also wird das auch getankt, wenn ich denn mal im Ausland unterwegs bin. In CH kann man das nicht kaufen, aber E5 gibts auch hier, undeklariert.

Ich wüsste nicht, warum ich dem ausweichen sollte und ich würde auch weiterhin E85 zumischen, wenn ich denn mal wüsste, welche Sicherung ich zum löschen des Fehlerspeichers ziehen muss, wenn die Maschine mal wieder bisschen mager lief. Es ist leider im Sicherungskasten nichts mehr beschriftet... also lass ich das mit der Mischerei wohl oder übel. Ist eh keine Zapfsäule mit E85 an den Wegen, die ich regelmässig fahre.
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