Der 3Ender hat eine VVTi, also variable Nockenwelle nebst Injektor, bedeutet steuerbare Spritmenge und verstellbare Ventilzeiten, Kompressionen etc. Das Ganze wurde von den Ingenieuren auf Zuverlässigkeit, Umwelt und Kosten getrimmt. Z.b. fährt der Motor mit Normalbenzin, schwachen Bremsen und leichten Wellen und Achsteilen.
Also sollte ein enormes Potenzial im Chiptuning stecken, was aber Umweltaspekte, Zulassung, Führerschein und Haltbarkeit in Frage stellt, sofern man es dauernd nutzt. Wer mit der Motorelektronik was anfangen kann, sollte seine wahre Freude an dem Motor haben. Als beispiel nenne ich mal das Potenzial was im Teillastbetrieb für die Abgasreinigung verschenkt wird. Auch beim Drehmoment geht einiges mehr (aus Kostengründen natürlich nicht, weil sonst die Kupplung und weitere Teile stärker sein müssten). Wird der Originalchip nur zum Überholen übersteuert (z.B. der Boostmodus beim Corsa OPC) wird sich am Verschleiß so gut wie nichts tun. Wer längere Zeit an der Höchstdrehzahl fährt, macht mehr kaputt. Aufpassen beim TÜV! Auch wenn ein möglicherweise illegaler Chip zum TÜVen wieder rauskommt, das merkt sich so manches Steuergerät und Petzt dann. Das sollte man zurücksetzen können. Dazu braucht es Werkscodes und folglich einen Mechatroniker der solche veruntreut, oder man ist selber bei Toyota oder PSA.
Für mich ist das Chiptuning eine nette Phantasie! 10% beim einspritzenden Turbomotor und bei einem VVT Motor sind nur der Anfang.
Legales Chiptuning muss ja die Umweltaspekte berücksichtigen und würde sicher keine Akzeptanz finden, wenn der Verbrauch massiv steigt.
Wer das nötige Wissen hat, wird nichts kaputt machen und braucht sich auch kaum Gedanken machen bei einer Polizeikontrolle aufzufliegen.
