Bio Super E 50 (Benzin + Ethanol)




Ohne Motor geht nix - so geht mehr!

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Bio Super E 50 (Benzin + Ethanol)

Beitragvon Jana » 15.11.2006, 10:18

Hallo!

Bei uns in Uelzen ist die Zukunft angekommen. An einer Tankstelle gibt es jetzt Bio-Super mit Ethanol-Beimischung (immerhin die Hälfte ist Ethanol). Das Zeug ist 10 Cent günsiger als das Superbenzin (noch... - Ethanol ist steuerbefreit) und hat angeblich 101 Oktan (also mehr als SuperPlus).

Hat jemand schonmal sowas getankt? Denn ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das wirklich so eine tolle Sache ist. Denn der Sprit unterliegt keiner DIN-Norm, deshalb übernehmen Tankstellenbesitzer und Lieferanten keine Haftung für evtl. Schäden.

Schäden können unter anderem auftreten an (laut ADAC): Ventilen, Benzinschläuchen und an den Tankinnenwänden... Da bringt mir die ganze Ersparnis ja nichts...

Was meint Ihr dazu?
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von Anzeige » 15.11.2006, 10:18

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Beitragvon Berliner » 15.11.2006, 10:32

Toyota anrufenund fragen ob es eine (schriftliche) Freigabe gibt, wenn nicht, Finger weg wegen der Garantie.
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Beitragvon cdet » 15.11.2006, 10:44

Hallo, soo neu ist das ja nun nicht..
In unserem Sprit wird sowieso schon seit einiger Zeit Ethanol beigemischt,
allerdings in kleineren Mengen (waren es 5% oder 10%? Ich weiß es nicht mehr..). Natürlich werden die munter mitbesteuert *grins*.

Aber 50% sind schon viel! Da wäre ich auch vorsichtig.
Zwar sind heute ALLE bedeutenden Autohersteller in der Lage,
die Fahrzeugen so auszurüsten, daß sie auch ausschließlich Ethanol vertragen, (z.B. in Brasilien gibts den Sprit seit 10 Jahren, mit ntsprechenden Freigaben der Fahrzeughersteller),
aber ohne entsprechende Freigabe von Toyota... lieber nicht.

Ist aber gut zu hören, daß sich auf dem Sektor endlich mal was tut.
Vielleicht gibt es den Treibstoff dann ja bald flächendeckend,
und natürlich die entsprechend ausgestatteten Fahrzeuge.

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Beitragvon Aygo Club » 15.11.2006, 21:19

Den Sprit kann man nicht ohne weiteres tanken. Da muss erst irgendwas umgerüstet werden!
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Beitragvon Jana » 16.11.2006, 17:59

Also, laut Zeitungsartikel kann den Sprit jedes Auto ohne Umrüstung tanken.

Ich werd mal morgen evtl. nen Boxenstopp bei meinen Lieblingsmechanikern machen und fragen, was die davon halten.
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Beitragvon Berliner » 16.11.2006, 18:37

Hauptsache der Lieblingsmechaniker steht dann auch dafür gerade, falls es einen Motorschaden gibt und Toyota die Garantie ablehnt, ohne eine schriftliche Freigabe von Toyota würde ich das Zeug nicht tanken.
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Beitragvon labbi » 16.11.2006, 18:48

In Biodiesel enthält ja auch größere Mengen von Ethanol drin. Ich habe mich mal für unseren Großen zu dem Thema schlau gemacht.
Für unseren Wagen gab es keine Freigabe. aussage von VW. Ich habe dann weitergeforscht und habe herrausbekommen, das man folgendes Problem bekommen kann. Da Biodiesel anders ist als Diesel, weichen die Dichtungen auf, was nicht das große Problem ist. Jetzt kommt es aber, sobald man wieder normalen Diesel einfüllt, können die Dichtungen damit nicht um und werden durchlässig. Also neue Dichtungen und bei TDI Motoren braucht man häufig noch eine neue Einspritzung. Kostepunkit war jenseits von gut und böse. Die anfallenden Kosten beliefen sich auf die Ersparniss. Also war es egal ob man temporär etwas spart aber dann u.U. die größe Reperatur hat.

Ich denke das gleiche Problem wird bei Bio-Super auftreten. Denn es gibt bestimmt auch keine einheitliche Norm zu Bio-Super und somit kann der Fahrzeughersteller sich immer sauber damit rauswinden, das du ja kein genormtes Benzin getankt hast und die dann entstehenden Kosten sind deine.

Ich würde vorschlagen, per Mail mal bei allen drei Herstellen (TCP) anzufragen, nicht einen Verkäufer oder Mechaniker, sondern direkt im 'Werk' und dann abwarten.
Ich denke es wird keine Freigabe geben.
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Beitragvon Aygo Club » 16.11.2006, 21:23

Also ich würd da lieber die Finger von lassen. Das ist wahrscheinlich genauso nen Flop wie mit Biodiesel, durch den jede Menge Autos kaputt gingen. Ich hab selbst mal früher ne Zeitlang Biodiesel in meinem damaligen Polo TDI getankt. Erstmal zog der damit nicht so gut wie mit normalem Diesel und bei Temperaturen unter 0 Grad sprang er kaum noch an und schüttelte sich. :roll:

Mein Vater hat seinerzeit auch ein paar Monate Biodiesel in seinem damaligen Audi V6 TDI getankt, bis irgendwann Morgens die ganze Straße unter weißem Dampf stand. Da hatten sich alle möglichen Leitungen usw zugesetzt von dem Zeug (obwohl der Biodiesel nach DIN-Norm war)!
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Beitragvon labbi » 16.11.2006, 22:30

Aygo Club hat geschrieben:....(obwohl der Biodiesel nach DIN-Norm war)!


es gibt zwei DIN Normen für Bio Diesel,
- die die man an der Tanke bekommt
- die die die Hersteller der Autos fordern

wo bei VW hat teilweise einige Motoren freigegeben, Bosch als Hersteller der Pumpe aber nicht....
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Beitragvon Aygo Club » 17.11.2006, 10:06

es gibt zwei DIN Normen für Bio Diesel,
- die die man an der Tanke bekommt
- die die die Hersteller der Autos fordern


Ich weiß! Es war Biodiesel nach der von Audi/VW geforderten Norm! :wink:
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Beitragvon Nordjoe » 17.11.2006, 17:38

Halli hallo hallöle

ne ik bliev bi mien - moin moin

saget mal - könnt Ihr lesen? es war die Frage nach Benzin - nicht nach Diesel!!

Axo - ja ab nächstes Jahr düfen wir ja wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Beimischung dann eh mehr für Sprit bezahlen, wäre also interessant zu wissen, wie die neuen Mischungen dann im Verhältnis zur Werksgarantie stehen, ob da Toyota an seine Kunden noch ein Rundschreiben rausbringt?
Rundschreiben - menno da werd ich wieder schwindelig :lol:

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Beitragvon labbi » 17.11.2006, 23:07

@Nordjoe: Mir ist klar das es um Benzin und nicht um Diesel geht. Aber es gibt bei diesem Thema einige parallen, die bestimmt für alle User, die die sich bisher noch nicht mit der Thematik beschäftigt haben, interessant sein dürfte.
Denn um ganz kurz nochmal auf die DIN Norm zurückzukommen, die Zahlen sind, soweit ich mich entsinnen kann fast identisch, Die letzte Zahl ist anders.
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Beitragvon Aygo Club » 18.11.2006, 09:56

Hier ein Artikel aus der AutoBild:

Steht auf der Packung ein E, dann bedeutet das meist nichts Gutes. Anders bei E85: Hinter dieser Abkürzung versteckt sich Ethanol, ein alternativer Kraftstoff, gewonnen aus Pflanzen. Der Tankstellenbetreiber Oil!, der mit 200 Anlagen zu den mittelgroßen Unternehmen in Deutschland zählt, führt das Ersatzbenzin jetzt an drei Zapfstellen in Saarlouis, Troisdorf und Hennef ein. Hersteller ist die Südzucker Bioethanol GmbH in Zeitz (Sachsen-Anhalt), die den Fahr-Fusel aus Weizen gewinnt. Der Vorteil des "Agrar-Alkohols" ist neben einer besseren CO²-Bilanz ein Autofahrer-freundlicher Preis – rund 35 Prozent günstiger als Super.

Kleiner Wermutstropfen: Der Verbrauch wächst wegen des um 30 Prozent geringeren Heizwertes. Wieviel genau, das kann zur Zeit nicht eindeutig festgestellt werden, denn für E85 existiert noch keine gültige DIN oder Euro-Norm. Doch kein Grund zur Sorge: "Die Kraftstoffhersteller sind allesamt zu seriös, um irgendetwas zusammenzupantschen", beruhigt Olaf Meidt von der schwedischen GM-Tochter Saab, die ab März 2006 den Ethanol-tauglichen 9-5 2.0t BioPower im Programm hat.


Und hier noch ein Artikel aus www.mdr.de :

Was ist Bio Super E50?

Bio Super E50 ist ein Kraftstoff, der Bio-Äthanol enthält. Bio-Äthanol ist ein technischer Alkohol, der aus Zuckerrüben, Getreide, Kartoffeln oder Holzabfällen gewonnen werden kann. Die technische Bezeichnung heißt E-100. E50 gibt demnach an, dass der Kraftstoff 50 Prozent Bio-Äthanol enthält. Neben E50 gibt noch weitere Mischungen mit einem höheren oder niedrigeren Bio-Äthanol-Anteil.

Hersteller verweisen auf die Vorteile des Kraftstoffes. Zum einen sei er umweltfreundlich, weil bei der Verbrennung weniger Kohlendioxid entsteht. Da aber bei der Herstellung des Kraftstoffes Kohlendioxid frei wird, fällt die Umweltbilanz weniger günstig aus als nahe gelegt wird. Der zweite Vorteil – der Kraftstoff ist pro Liter ca. 10 Cent billiger als Super-Benzin – kommt nur so lange zum tragen, wie Bio-Äthanol von der Mineralölsteuer befreit ist.

Alle Experten, der ADAC, Wissenschaftler und sogar der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie warnen jedoch davor, den Kraftstoff bei einem herkömmlichen Auto zu tanken. Bio-Äthanol greife Ventile, Ventilsitze, Benzinschläuche und sogar die Tankinnenwand an, heißt es übereinstimmend. Auch umrüsten lohnt nicht. Getankt werden kann Kraftstoff mit einem größeren Anteil an Bio-Äthanol lediglich von Fahrzeuge mit so genanntem Flexible Fuel System, einem System aus Motor und Motor-Umgebung, der auf solche Stoffe eingestellt ist.


Also besser die Finger davon lassen! :wink:
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Beitragvon Jana » 18.11.2006, 11:15

Wäre auch irgendwie zu schön gewesen...

Danke für Eure rege "Anteilnahme"! :D
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Beitragvon w_ahnsinn » 10.09.2007, 18:42

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