1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf




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1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon peregrines » 13.07.2014, 18:35

Hallo liebe Aygo-Gemeinde!

Nachdem ich letzte Woche das "Pickerl" (= TÜV hier in Österreich) erfolgreich überstanden habe, begannen schon am Heimweg die Probleme. (im Zuge der Überprüfung ließ ich auch gleich die Bremsflüssigkeit und Bremsscheiben vorne tauschen, sowie Unterbodenschutz & Hohlraumversiegelung aufbringen).

- Im Leerlauf "Kratzt" es plötzlich ganz furchtbar (das Geräusch ruft bei mir Gänsehaut hervor).
- Der 1. Gang geht plötzlich nur noch schwer rein. Seit gestern kommt mir vor, dass auch der 2. etwas schwerer reingeht (alle anderen ohne Probleme)

Jetzt hab ich Panik, dass die Kupplung sich verabschiedet hat oder gar das Getriebe. Der Aygo ist von 2008 und hat etwa 80000km auf dem Buckel.
Kann mir jemand einen Tip geben?


Vielen Dank!
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von Anzeige » 13.07.2014, 18:35

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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon LSirion » 14.07.2014, 07:29

Bei Daihatsu geht das Schaltgestänge durch den Wagen durch... wenn das beim Aygo ähnlich ist, könnte da Unterbodenschutz drangekommen sein. Also ruhig mal das Schaltgestänge ansehen.

Ansonsten spricht "Kratzen" eher für ein gelängtes Kupplungsseil (oder einen Defekt der Kupplung) oder ein falsch eingestelltes Schaltgestänge (wenn da nichts dran gemacht wurde, eher unwahrscheinlich, aber vielleicht wurde der Wagen falsch angehoben oder ist irgendwo hängengeblieben?).

Auch ein Getriebeölwechsel soll schon geholfen haben, bei schlecht-schaltbaren Getrieben.

Das einfachste wäre die Kupplung (das Seil) nachzustellen, sodass sie besser trennt (das ist in diesem Fall kein Verschleiß der Kupplung). Ist das Seil gelängt bzw. einzelne Fasern gerissen, sollte man es auch irgendwann austauschen, da es reißen kann. Nur meine Ideen dazu...
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon peregrines » 14.07.2014, 20:31

Danke für die Antwort!
Habe morgen einen Werkstatttermin und werde das nochmal anschauen lassen.

Falls die Kupplung fällig wird, würde ich diese gern selbst bestellen und in einer freien Werkstatt einbauen lassen.
LUK ist schonmal fix, allerdings macht mich bei folgendem Angebot der Preis etwas stutzig (günstig):


Würdet Ihr die bestellen, oder fehlt da etwas Essentielles?


Vielen Dank!
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon m_cap » 16.07.2014, 14:40

ich finde das Angebot für einen Internethändler jetzt nicht so ungewöhnlich, bei ebay Deutschland ist das günstigste Luk-Angebot, bei dem alles dabei ist (s.u.) 150€ inkl. Versand
wichtig ist, dass beim Kupplungssatz ein Ausrücklager dabei ist, sonst kannst Du es eigenlich bleiben lassen - ich habe das nicht zweifelsfrei aus der von Dir verlinkten website herauslesen können
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon peregrines » 16.07.2014, 15:55

Hat sich leider alles erledigt.
Hab einen Getriebeschaden (80000km, 2008er BJ).
Der Wagen ist somit Schrott.

Bin absolut fertig und werde in Zukunft einen großen Bogen um Gebrauchtwagen machen...

Übrigens der Grund für den Motorschaden (EDIT: Getriebeschaden) dürfte sein, dass das Getriebeöl (vom Vorbesitzer) nie gewechselt wurde ... war scheinbar ganz dickflüssig und schwarz.
Werde jetzt versuchen, den Gebrauchtwagenhändler in die Pflicht zu nehmen, da ich den Wagen erst seit Oktober besitze.
Zuletzt geändert von peregrines am 17.07.2014, 07:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon bluedog » 17.07.2014, 00:28

Was ist es denn nun? Ein Motorschaden oder ein Getriebeschaden?

Weiterhin finde ich es merkwürdig, dass es reichen soll, einen Getriebeölwechsel auszulassen (Mehr kanns bei dem Kilometerstand nicht gewesen sein) um dem Getriebe den Rest zu geben. Ich gehe davon aus, es dürfte tausende Aygos geben, mit denen genauso verfahren wurde und die fahren immer noch, vermutlich auch mit höherer Laufleistung.

Dass Getriebeöl im Vergleich zu Motoröl dickflüssig ist, ist normal. Zum Auffüllen wärmt man das etwas auf, damit es leichter fliesst...

Sicher, dass nicht schlicht mit zu wenig Getriebeöl gefahren wurde? Fände ich einleuchtender. Guck mal, obs irgendwo undicht ist.
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon peregrines » 17.07.2014, 07:51

Sorry, hab mich in der Aufregung verschrieben. Ist natürlich das Getriebe :(

War zuerst in einer freien Werkstatt. Dort wurde versucht, die Kupplung "einzustellen" ... es war beispielsweise gar nicht bekannt, dass diese nachgestellt gehört hätte :evil:
Nachdem das Problem dort nicht gelöst werden konnte schickte man mich zu einer Toyota Werkstatt (Toyota Keusch in Wien).

Dort wurde der Wagen komplett durchgecheckt und dann machte man den Vorschlag, das Getriebeöl zu tauschen und dann nochmals "probezufahren".
Nach etwa einer Stunde rief mich der Mechaniker an und teilte mir mit, dass das Öl komplett dickflüssig und schwarz sei, eventuell das falsche Öl, wahrscheinlich aber einfach nie gewechselt (der Wagen wurde bei 75000 im Oktober bei einem Händler gekauft, jetzt hat er etwa 82000km). Zudem wurde eine Art "rote Dichtmasse" am Getriebe vorgefunden, das deute laut Mechaniker auf einen älteren Defekt hin.

Die dann folgende Probefahrt verlief negativ. Diagnose: Getriebeschaden Kosten etwa 4500,- lt. Toyota Werkstatt (Neuteile). Allerdings versuchte man mir im gleichen Rahmen gleich einen Neuwagen schmackhaft zu machen (Eintauschwert 500,-), was mich misstrauisch machte.

Bin jetzt absolut am Ende. Erst letzte Woche ließ ich Unterbodenschutz, Hohlraumversiegelung, Bremsscheiben und neue Sommerreifen machen und bekam anstandslos das Pickerl (=TÜV).
Werde versuchen, den Schaden über die Gebrauchtwagengewährleistung) geltend zu machen, leider bin ich nicht im Besitz einer Rechtschutzversicherung, und der Händler ist sowieso grade im Urlaub.

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun?
Bin wirklich am verzweifeln :cry:
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon LSirion » 17.07.2014, 08:45

Aygo/C1/107 sind Massenware, demnach gibt es auch massenweise Getriebe auf dem Markt (aus Schlachtern etc.).

Da so ein Getriebe normalerweise 200.000 km und mehr hält, kann man da eigentlich bedenkenlos eins aus einem Schlachter nehmen.
Für 250 bis 500 € zu haben, Preis je nach Laufleistung...

Große Probleme beim Tausch sollte es auch nicht geben. Freilich muss einiges raus, Antriebswellen, Motor ev. auch, aber so ein Getriebe ist neben a) Massenware eben b) auch ein Bauteil, das man tauschen kann (wie eine Lichtmaschine etc.). "Neues" rein, fertig (da können schon mehrere Arbeitsstunden (500 und mehr €) fällig werden!).

4.500 € Reparatur oder 500 € für den Wagen?
Geh zu einer anderen Werkstatt oder verkauf ihnen den Wagen zu einem angemessenen (!) Preis. Kann ich gerade nicht genau abschätzen, aber über 3.000 € sollten es ohne Schaden schon sein (Privatkauf). Ein Händler spart sich beim gebrauchten Getriebe die MwSt. und hat nur die Arbeitskosten... also 2.000 € wären das mindeste, wobei ich eher zur Reparatur tendieren würde (markenoffene Werkstatt und Gebrauchtteil).
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon P107 » 17.07.2014, 09:26

... Nach etwa einer Stunde rief mich der Mechaniker an und teilte mir mit, dass das Öl komplett dickflüssig und schwarz sei, eventuell das falsche Öl, wahrscheinlich aber einfach nie gewechselt (der Wagen wurde bei 75000 im Oktober bei einem Händler gekauft, jetzt hat er etwa 82000km). Zudem wurde eine Art "rote Dichtmasse" am Getriebe vorgefunden, das deute laut Mechaniker auf einen älteren Defekt hin.


Wenn das Getriebeoel schwarz und dickflüssig ist müsste etwas im Getriebe selbst
durch einen defekt derart Abrieb erzeugt haben, das das Oel so ausschaut.
Eigentlich schwer vorstellbar.

Wenn offensichtlich bereits jemand mit irgendeiner nicht originalen Dichtmasse am Getriebe herumexperimentiert hat, das Getriebeoel zudem ja schwarz und dickflüssig ist liegt die Vermutung nahe
das es in der Vergangenheit mal irgendwelche Getriebeprobleme gegeben haben könnte,
z.B. Durch Undichtigkeit zuviel Getriebeoel verloren und Getriebe hat dadurch Schaden genommen.
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon Turbotobi » 17.07.2014, 09:43

Hi,

das Getriebeöl wird heutzutage zumindest in Schaltgetrieben nicht mehr gewechselt. Beim Aygo weiß ich es zwar nicht 100% aber ich denke da ist auch kein wechsel vorgeschrieben oder nötig. Schaden tut es natürlich trotzdem nicht wenn man das richtige Öl benutzt.

Ich denke aber wie die werkstatt schon sagt,da ist in der Vergangenheit mal irgentwas passiert.

Ist jetzt natürlich extrem ärgerlich,wie hier ja schon geschrieben worde. Besorg dir ein gebrauchtes Getriebe,gleich noch ne neue Kupplung einbauen lassen dann fährt der kleine wieder zu einem Bruchteil der von Toyota veranschlagten 4500€.

Gruß tobias
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon ratcliffe » 17.07.2014, 12:32

Ich würde an dem Wagen erst mal GAR NICHTS machen!
Auf Fahrzeuge vom Händler gibt es in Österreich wie in Deutschland mindestens 1 Jahr Gewährleistung, das ist gesetzlich festgelegt.

Also: Erst einmal beim Händler Reparatur einfordern.
Der Schaden war ja wohl beweisbar schon beim Kauf vorhanden. Das ist zumindest in D wichtig, weil Du dies nach einem halben Jahr selbst nachweisen musst.
Dazu solltest Du alles dokumentieren, Fotos vom Getriebe machen, möglichst schriftliche Aussagen der schon beteiligten Werkstätten einholen, ansonsten Namen der Mechaniker aufschreiben und Gedächtnisprotokolle schreiben.

Bloß nicht woanders reparieren lassen!
Erst wenn sich der Händler quer stellt und gesetzte Fristen verstreichen lässt, kannst Du in eine andere Werkstatt gehen und die Kosten zurückfordern.
In dem Fall solltest Du vielleicht auch über einen Rechtsanwalt nachdenken.
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon bluedog » 17.07.2014, 12:41

Ob Getriebeöl heute noch gewechselt wird, hängt von den Herstellervorgaben ab. Vor allem Deutsche Hersteller (Mercedes, BMW) hatten in den letzten Jahren die Furzidee einer sogenannten Lebensdauerbefüllung, vor allem bei Automatikgetrieben.

Die Idee dahinter: Das ganze Auto wird auf maximal 250'000km ausgelegt. Man spekuliert drauf, dass die Automatik das auch ohne ATF-Wechsel schafft.

Interessant ist nur, dass es seither mehr Getriebeschäden gab, auch schon während der Garantiezeit. Folge: Man ist wieder von der Idee der Lebensdauerbefüllung abgekommen und gibt wieder Wechselintervalle vor.

Andere, vor allem japanische Hersteller, sind gar nie auf so einen Schwachsinn gekommen, und glänzen auch deswegen mit zuverlässiger Technik. Genauso, wie sie auch den Quatsch mit longlife-Motoröl nie mitgemacht haben und als Nebeneffekt, weil die Karren eben regelmässig in den Werkstätten auftauchen müssen, auch weniger andere Defekte haben. Fängt bei kaputten Scheinwerferbirnen an und hört was weiss ich wo auf.

Zum vorliegenden Fall:

Ich spekuliere mal: Irgendwas war an dem Getriebe mal. Oder man hat auch nur einen Defekt vermutet. Jedenfalls hat man das Getriebe aufgemacht und dann mit Dichtmasse, wie sie auch an anderen Stellen üblich ist, wieder zugemacht. Ich vermute, es lag eine Undichtigkeit vor. Somit hat man vielleicht auch auf Nummer sicher gehen wollen und hat dickeres Getriebeöl eingefüllt, was nun einen Schaden verursacht hat.

Oder der Defekt bestand eben weiter weil man die falsche Ursache vermutet hat, und es wurde möglicherweise mit zu wenig Öl gefahren. Man weiss es nicht. Vielleicht wurde auch mit einem Ölzusatz versucht, das Leck zu stoppen, und das Öl war deshalb dicker als es sein sollte und schwarz... man kann nur spekulieren.

Der naheliegendste Grund dafür könnte eine Undichigkeit zu den Antriebswellen hin sein. Soweit ich weiss ein häufiges Problem, wenn die mal gezogen werden müssen, dass danach nicht mehr dicht wird.

Vielleicht wurde ja mal die Kupplung getauscht oder es war was anderes.... man weiss es nicht.

Jedenfalls: Das Auto für 500€ zu verschenken halte ich für eine ganz schlechte Idee. Wenn man dem Wagen nicht mehr vertraut und lieber einen neuen möchte, ist das verständlich. Verschenken muss man ihn dennoch nicht.

Ich würde ein gebrauchtes Getriebe einbauen lassen, und dabei drauf bestehen, dass alles de lege Artis, also Kunstgerecht gemacht wird, heisst, alle Simmeringe oder Dichtungen, die man vernünftigerweise erneuert, wenn man das Getriebe ausbaut, erneuert werden. Ich denke an die Antriebswellen.

Weiterhin ist das die Gelegenheit auch gleich die Kupplung neu zu machen, wenn man doch das Getriebe eh schon rausreisst. Wär ja superärgerlich, wenn man 20'000km später wieder das gleiche zahlen muss, weil die Kupplung am Ende ist.

Dann das richtige Getriebeöl rein, und man hat einen fahrfähigen Wagen mit neuer Kupplung. Wenn der sonst gut dasteht und man eben gerade Rostvorsorge betrieben hat, gibts dann eigentlich keinen Grund mehr, den loswerden zu wollen. Falls aber doch, wird er dann, abzüglich der Reparaturkosten, sicher mehr als 500€ einbringen.

Das ist halt immer so: Nicht fahrfähige Automobile sind quasi nichts wert. Ist auch logisch, denn allein der Transport ist dann schon sehr kostspielig.

Was man sich überlegen kann, aber nicht muss: Will man die Reparatur wirklich in einer Werkstatt machen lassen, die die eigene Zwangslage so ausnutzen wollte? Die Gefahr einer überteuerten Reparatur besteht immerhin, und wenns nur ist, um das niedrige Kaufangebot zu rechtfertigen.

Reparatur also auf keinen Fall ohne schriftlichen Kostenvoranschlag! Das gibt dann auch die Basis für einen Preisvergleich.

Bezüglich Gewährleistung: Wenn der Verkäufer keine Einmannfirma ist, kann man sich dort ja auch melden, wenn der auf Urlaub ist. Wenn die deshalb die Reparatur nicht selber übernehmen wollen oder können, kann das auch eine andere Werkstatt machen, gegen Kostenübernahme. Sprich halt mal mit denen. Vielleicht wollen die den Wagen in einer bestimmten Werkstatt haben. Dann sollen sie den Transport dahin und die Reparatur auf ihre Kosten organisieren. Sorge dafür, dass die sich nicht beliebig dazu Zeit lassen.

Möglicherweise erklärt sich der Verkäufer aber auch einfach bereit, die Reparaturkosten zu übernehmen. Auch dafür wäre ein schriftlicher Kostenvoranschlag eine gute Ausgangsbasis. Sag dann der Reparaturwerkstatt bescheid, dass die die Rechnung gar nicht auf Dich ausstellen, sondern direkt an den Verkäufer schicken.

Es kann auch sein, dass Du merkst, dass die Reparatur zu teuer berechnet ist. Wird gern gemacht, wenn man den Patienten erstmal in der Werkstatt hat in nicht mehr fahrfähigem Zustand. Bei entsprechendem Preisunterschied kann es sich lohnen, den Wagen abholen zu lassen. Dann aber die Transportkosten nicht zu berücksichtigen vergessen.

Allenfalls halt doch zum Anwalt gehen... teuer zwar, aber es macht meist Eindruck, wenn sich Leute versuchen querzustellen. Solange die Leute aber mit sich reden lassen, reicht es wohl, einfach Schritt für Schritt gut zu dokumentieren, so dass man keine grösseren Beweisprobleme hat, sollte es ohne juristischen Beistand nicht mehr gehen.

Heisst: Alle Termine, Fristen, Zusagen und Absprachen möglichst schriftlich, mindestens per Mail, so dass mans nachlesen kann. Telefongespräche mit Datum, Uhrzeit und Namen/Firma des/der Gesprächspartner notieren, samt möglichst präziser Inhaltsangabe... Ideal wäre eine Schriftliche Auftragsbestätigung der Werkstatt, geht ja auch per Mail. Vielleicht auch mal zum Fotoapparat greifen, gerade was Farbe und Konsistenz des alten Öls angeht, oder die Dichtungsreste oder den Zustand des Getriebes. Vergiss nicht: Auch das defekte Getriebe ist Dein Eigentum, solange Du es nicht aufgibst. Du kannst es Dir also, wenn Du willst, herausgeben lassen. Für den Fall der Fälle oder als vertrauensbildende Massnahme zu Deinen oder des Verkäufers Gunsten. Kannst Dir ja das Recht vorbehalten, es später dann zur Entsorgung abgeben zu dürfen, wenn der Fall abgeschlossen ist.
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon Turbotobi » 17.07.2014, 12:42

Hi,

es hat ja wohl mehrere Monate Problemlos funktioniert dem Händler da was nachzuweisen wird schwierig.

Natürlich kann man es versuchen aber nach 6 Monaten ist die Sache normalerweise gelaufen,da kann auch ein Anwalt wenig bis gar nichts tun.

Zumindest nach deutschem Recht in Österreich kann das natürlich etwas anders aussehen.

Gruß Tobias
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon Aygo2011 » 17.07.2014, 14:02

Ich würde vielleicht auch versuchen die Vorbesitzer zu kontaktieren um mehr über das Auto zu erfahren. Die können durchaus recht redseelig sein, wenn es um ihre ehemaligen Autos geht.
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Re: 1. Gang geht schwer rein, "Kratzen" im Leerlauf

Beitragvon peregrines » 18.07.2014, 14:56

Wowww :D ... vielen herzlichen Dank für Eure zahlreichen und ausführlichen Antworten, ganz besonders an bluedog!!!
(alleine schon wegen diesem genialen Forum/Community würde ich meinen Aygo gerne noch ein länger fahren!!).

Der Händler stellt sich leider taub (oder hat vielleicht wirklich sein Handy ausgemacht, da er im Urlaub ist). Am Montag ist er jedenfalls wieder erreichbar und dann werde ich freundlich aber bestimmt mit ihm telefonieren. Auch wenn ich das Auto jetzt schon fast 10 Monate fahre, die rote Dichtmasse deutet ganz klar auf alte Mängel hin und wie bluedog schrieb ev. auch das dicke/sehr dunkle Getriebeöl.
Falls er sich abputzen will werde ich mir eventuell rechtliche Schritte überlegen.

Für mich hab ich jedenfalls - vor allem dank Eurer kompetenten Meinungen - beschlossen, ein gebrauchtes Getriebe in einer freien Werkstatt einbauen zu lassen und dabei auch gleich die Kupplung zu tauschen.

Am allerliebsten würde ich das Getriebe sofort bestellen, leider muss ich nun bis Montag warten was der Händler sagt.
Eine Frage hätte ich noch an Euch!
Was schätzt Ihr, werden die Kosten bzw. der Stundenaufwand für den Einbau von Getriebe & Kupplung in etwa sein?
Kennt jemand eine gute Quelle für gebrauchte Getriebe? Vor überarbeiteten hab ich irgendwie Angst :shock:

Vielen herzlichen Dank für Eure Unterstützung!!!
Liebe Grüße,
Felix
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