http://www.stern.de/wirtschaft/finanzen ... 55173.html
Autoversicherer erproben ein neues Prämiensystem: Rücksichtsvolles Fahren soll belohnt werden. Wer dagegen riskant fährt, soll künftig mehr zahlen. Ein elektronisches Fahrtenbuch liefert die dafür nötigen Daten - der Fahrer wird somit komplett überwacht.
Eine plausible Idee: Wer riskant Auto fährt, soll auch höhere Prämien bei der Autoversicherung zahlen - und umgekehrt. Dabei sollen sich die Tarife nicht mehr wie bisher nach festen Größen richten, etwa Jahresfahrleistung, Wohnort, Lebensalter oder Beruf, sondern nach dem persönlichen Fahrstil. Ziel ist eine größere Prämiengerechtigkeit. Denn jetzt ist es grob gesagt so: Rücksichtsvolle zahlen für Rambos mit.
"Pay As You Drive" (PAYD = Bezahle, wie du fährst) heißt das neue System im Versicherungsdeutsch. Künftig könnte derjenige weniger für Haftpflicht und Kasko zahlen, der etwa Tempolimits wirklich einhält, sichere Autobahnen statt unfallträchtiger Landstraßen benutzt oder meist zu verkehrsarmen Zeiten am Lenkrad sitzt. Demnächst geht die Württembergische Gemeinde-Versicherung (WGV) mit diesem Modell versuchsweise an den Start.
Wie einfach wäre das zu boykottieren!
Aber solange es Menschen gibt, die sagen "ich habe doch nichts zu verbergen", wird das nicht funktionieren.

