Die hätten lieber einen Aygo nehmen sollen...




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Die hätten lieber einen Aygo nehmen sollen...

Beitragvon Alexx » 14.09.2008, 15:18

Gestern gab´s im Fernsehen (Abenteuer Auto auf Kabel 1) einen netten Wettbewerb, wer es mit 5 Litern Sprit von Berlin über Frankfurt(Oder) über die polnische Grenze schafft. Waren angeblich etwa 110km, Zeitlimit: 5 Stunden.
Drei Kandidaten sind angetreten:

- ein Fiat Seicento
- ein 50ccm Motorroller
- und ein Elektroauto.

Nachdem das Elektrofahrzeug den Sprit nicht direkt tanken kann, bekam der Teilnehmer noch einen mobilen Stromerzeuger mit auf den Weg: Sprit in den Stromerzeuger, Ladekabel des Autos in die Steckdose und einige Stunden laden.

Der Motrorrollerfahrer hat vorher den Reifendruck erhöht, der Fiat-Fahrer hat Reserverad, Rückbank, Beifahrersitz, Radio etc. ausgebaut, um Gewicht zu sparen.

Ergebnis: Der Motorroller hat es als einziger geschafft (klar, dürfte um 3L/100km verbrauchen).
Dem Elektroauto ging etwa 40 km vorm Ziel der Strom aus. Also: Auf einen Parkplatz, Stromerzeuger raus und nachladen. Um im Zeitlimit zu bleiben, wurde das Laden nach 1,5 Stunden abgebrochen. Das war etwas zu früh, letztlich war ein paar km vorm Ziel dann Schluss.

Tja, und der Fiat Seicento ist nach etwa 85km mit leerem Tank zum Stehen gekommen.

Da fragt man sich: Warum nehmen die auch so eine total ineffiziente Kiste wie einen Fiat Seicento mit etwa 6 Litern Normverbrauch? Da ist es doch absehbar, dass man mit 5 Litern keine 110 km schafft.
Mit einem Aygo hätten die eine reelle Chance gehabt, es bis ins Ziel zu schaffen...
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von Anzeige » 14.09.2008, 15:18

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Beitragvon HyundaiGetz » 14.09.2008, 15:36

Der Bericht ist schon alt! Der kam schon vor langer Zeit mal bei Galileo (Pro Sieben). Aber ich hab genauso gedacht, es gibt so viele Fahrzeuge die weniger verbrauchen, wieso also ein Seicento?
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Beitragvon Cyberexxflixx » 14.09.2008, 16:13

Ja, den Bericht kenne ich auch.

Wenn ich mich aber mal im Spritmonitor umgucke stehen viele Motorroller auch auf dem Niveau der Aygos. Also unter 4 Liter fahren da wenige.

Das war ein echt dummer Test. Wirklich unrealistisch, vor allem weil es viel effizientere Motoren gibt.

Und wie viele Autos mit 5 Liter DIESEL die Streacke von 110 km geschafft hätten, dafür reicht diese Seite hier nicht um alle aufzuzählen.
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Beitragvon Hardtoexplain » 15.09.2008, 09:04

Mit einem Diesel ~ 5 Liter zu verbrauchen ist schon lange keine Kunst mehr. Deshalb ärgert es mich richtig, dass die Autopresse nicht wirklich zwischen Benziner und Diesel unterscheidet, wenn es um Spar-Tests geht.

Zum Beispiel neulich in der AutoBild wieder: Da wurde zum Lupo 3L geschrieben, dass man heutzutage schon froh sein könnte, wenn ein Auto um die 5 Liter verbraucht. Dass aber der AYGO 4,6 Liter Super tankt und der Lupo 3,0 Liter Diesel und damals in der Anschaffung rund 15 000 Euro gekostet hat und kapitale Motorschäden keine Seltenheit sind, wurde entweder überhaupt nicht oder eher mal so nebenbei erwähnt ...
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Beitragvon Alexx » 15.09.2008, 22:05

Na sowas, dann war das wohl ein Filmbeitrag "aus der Konserve", der schon alt ist und bereits mehrfach gesendet wurde.

Hardtoexplain hat geschrieben:Da wurde zum Lupo 3L geschrieben, dass man heutzutage schon froh sein könnte, wenn ein Auto um die 5 Liter verbraucht.


Tja, so ganz verkehrt ist diese Aussage bezogen auf die heutigen Diesel gar nicht mal, denn außer dem Smart CDI gibt es heute kaum etwas, was in die Nähe der 3-Liter-Marke kommt.
Die sparsamsten 4-sitzigen Diesel, die man heute bekommt (VW Polo Bluemotion, C1 HDI, Kia Picanto CRDI) liegen alle um die 4 Liter auf 100km.

Hardtoexplain hat geschrieben: kapitale Motorschäden keine Seltenheit

Motorschäden kommen beim 3L-Lupo auch mitunter vor, sind aber nicht das Hauptproblem. Am meisten Ärger machen die hydraulischen Gangsteller des automatisierten 5-Gang-Schaltgetriebes, die oft undicht werden oder ausschlagen.
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Beitragvon Hardtoexplain » 15.09.2008, 22:27

Also ich muss sagen, dass ich auch etwas weniger (was den Verbrauch angeht) von den kleinen Dieselmotoren im Smart oder C1 erwartet hätte. Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, woran das liegt, dass die 3 Liter Marke fast unerreichbar ist. Gut, beim Lupo 3L hat ja nicht nur der Motor den geringen Verbrauch bewirkt, sondern auch der konsequente Leichtbau (Magnesium, Aluminium). Da würde es dann aber wieder am Preis scheitern, siehe eben Lupo. Vielleicht bringt Toyota im iQ endlich einen neuen, kleinen Dieselmotor - weil wer Benziner mit 5 Liter Verbrauch bauen kann, der müsste doch auch einen Diesel mit unter 3 Liter Verbrauch entwickeln können, ohne dabei an Zuverlässigkeit einzubüßen oder utopische Preise zu verlangen.
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Beitragvon HyundaiGetz » 16.09.2008, 07:41

Das Problem wird wohl nicht die Zuverlässigkeit sein, sondern das Fahrverhalten ansich. Um Unter 3 Liter verbrauchen zu können, muss man sehr sparsam fahren - egal wie modern der Motor ist. Und dann ist man das Verkehrshindernis schlechthin.
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Beitragvon Alexx » 16.09.2008, 20:17

Ja stimmt, die 3-Liter Marke zu erreichen ist offenbar nicht einfach. Beim 3L-Lupo wurde das durch konsequenten Leichtbau einerseits erreicht, u.A. Türen und Bremskraftverstärker aus Aluminium, hintere Bremstrommeln aus Aluminium (sehr zum Leidwesen vieler Besitzer, weil die als Ersatzteil sauteuer sind), Lenkrad, Felgen und Sitzgestelle aus besonders leichten Materialien, usw. Zudem kamen besonders leichtgängige Radlager zum Einsatz (wieder zum Leidwesen einiger Besitzer, denn die halten nicht besonders lange).
Der 1,2L 3-Zylinder TDI-Motor war natürlich auf hohen Wirkungsgrad getrimmt, braucht dafür sehr teueres Spezialöl. Naja, und das Schaltgetriebe wurde automatisiert, um die wirklich idealen Schaltpunkte zu haben, die die meisten Autofahrer von Hand nicht erreichen würden. Der hydraulische Gangsteller, der dafür zum Einsatz kam, ist aber eine totale Fehlkonstruktion, der hält nicht lange. Toyota macht mit dem Sensodrive-Getriebe vor, wie man es richtig gemacht hätte.

Tja, ich hatte in der Tat einmal den Plan, mir einen gebrauchten 3L-Lupo zu kaufen. Anno 2005 wollte ein örtlicher VW-Händler für ein 1999er Modell mit jenseits der 100tkm aber noch stolze 6990 EUR haben. Da war es sicher die bessere Entscheidung, einen neuen C1 zu kaufen. Der verbraucht zwar etwas mehr, aber was man mit dem 3L-Lupo an der Tankstelle spart, gibt man doch oft in der Werkstatt doppelt und dreifach wieder aus, seiner diversen Macken wegen.
Wäre schön, wenn Toyota mal ein 3-Liter-Auto auf den Markt brächte. Da müsste man sich solche Sorgen dann bestimmt nicht machen.
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