bluedog hat geschrieben:...
So fehlt zum Beispiel der Nachweis, dass Zweiradfahrer und Fussgänger, die in A während der Lichtplichtzeit umgefahren bzw. übersehen worden sein sollen..
Sehe ich genau so.., deswegen halte auch Argumente wie "..wenn es ein Sinn hätte, wäre in Österreich dieses Pflicht nicht abgeschafft" für sinnlos..
bluedog hat geschrieben:Auch dass das hintere Ende des Autos bei TFL unbeleuchtet bleibt, ist solange kein Nachteil, wie der Fahrer - so wie man es vom Lenker eines Motorfahrzeugs allgemein erwarten können muss, mitdenkt. Fährt er in einen Tunnel ein oder wird es dunkel, ist Abblendlicht vorgeschrieben, und somit das Fahrzeug auch hinten beleuchtet. Fahrer, die in Tunnels oder bei Dunkelheit mit TFL fahren, sind schlicht ein Fall für einen Bussgeldbescheid.
Das passiert dauernd, da sich Fahrer oft nur auf Technik, od. Gesetzte verlassen, so als diesen ihnen die Verantwortung komplett wegnimmt (od. muss), anstatt selbst bewusst zu fahren/handeln.
bluedog hat geschrieben:Fussgänger:
Die sind so oder so schlecht sichtbar, da quasi immer unbeleuchtet und nicht selten auch noch dunkel gekleidet. Diese ausserorts rechtzeitig zu erkennen, ist so oder so eine Herausforderung, sobald Tageslicht fehlt. Ausserdem ist Fussgängern grundsätzlich alles zuzutrauen... Es gibt dokumentierte Fälle, wo selbst Rentner kaum eine PKW-Länge vor herannahenden schweren LKW Strassen queren. Wie lebensmüde muss man denn dazu sein? Was hat Licht am Tage damit zu tun? Es ist ja nicht so, dass Abblendscheinwerfer oder TFL mitten am Tage blenden.
das stimmt - aber die TFL oder überhaupt, Licht am Tag - kann keine Verantwortung von die Teilnehmern der Verkehr abnehmen, es schützt so weit "möglich" ist..
bluedog hat geschrieben:Es gibt für Mich nur einen Grund für eine Kritik an TFL: Es ist unnötig. Man kann genauso das Abblendlicht anmachen. Man käme also mit zwei Leuchten weniger aus, und könnte die Elektrik entsprechend billiger und einfacher bauen.
Der Begriff "Tagfahrlich" - schließt hauptsächlich - eine nicht automatisches Einschalten des Lichtes - aus.
Somit soll "Tagfahrlich" als Begriff - eine automatische Vorrichtung darstellen, ganz egal ob dessen Komponente aus LED´s bestehen, oder aus Abblendlichter.
Ansonsten ist ein bloßes Einschalten der Lichter - nur "Fahren mit Licht am Tag".. in dem Fall sind aber wie gesagt, zu viele subjektive Faktoren im Spiel...(und höchst unzuverlässig)
Genau hier ist eben der größte Sinn/Vorteil der TFL-Sache - die Fahrern soll damit - gar nicht die Möglichkeit gegeben werden, selbst zu entscheiden (WANN/WARUM).
bluedog hat geschrieben:Einzige Ausnahme sind die Nebellampe und die Nebelscheinwerfer. Für die gibts aber klare, objektive Vorschriften, ab wann die eingeschaltet sein DÜRFEN. Zumindest Nebelscheinwwerfer sind nicht vorgeschrieben. Diese nicht einzuschalten im Zweifelsfall kann also kaum falsch sein, denn Fahrzeuge ohne Nebelscheinwerfer haben deswegen ja kein Fahrverbot. Dazu ist der Unterschied in der Sichtweite wohl zu gering.
Das ist eine ganz andere Sache - Nebelscheinwerfern dienen (im Gegensatz zu TFL) vor allem den eigene Sicherheit, damit man die eigene Fahrspur ein paar Metern breiter ausleuchten kann.
Die TFL soll vor allem die ALLGEMEINE Sicherheit dienen, in dem zB., meinen Fahrzeug rechtzeitig (von anderen) bemerkt wird, damit sich diese auch selbst schützen können - dazu zählen sogar anderen Lebewesen, Wild, Vögel usw...
Und in dem sich schon anderen im Sicherheit gebracht haben, weit bevor ich selbst sie bemerkt habe, ist die "allgemeine Sicherheit" erhöht worden.
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Finde es einfach höchst egoistisch, wenn manche fragen: "was schützt MICH den meinen TFL !?" ...Aber die Welt dreht sich nicht nur um DICH...
Es soll vor allem die ANDEREN schützen. Damit bist Du aber - nachhinein - auch geschützt.
Und, in dem zB. DU selbst entscheiden möchtest ,
wann das TFL eingeschaltet sein darf - entnimmst (raubst) Du den anderen ev. die Möglichkeit, sich von deinen Fahrzeug (rechtzeitig) im Sicherheit zu bringen - und das vermindert die allgemeine Sicherheit, somit - auch DEINE eigene.
@OT :
...es erinnert mich spontan an eine Dokumentation über Wiederansiedelung vom Wölfe in Europa..
Eine Mitwirkende des Projektes versuchte vergebens einen Landwirt zu erklären, warum so ein Projekt überhaupt ausgerufen wird..
Er fragte verzweifelt die ganze Zeit (zum Schluss wurde sogar aggressiv) : ..."aber was bringt MIR das !!!???"...so als alles was geschieht, unbedingt mit ihm selbst was zu tun haben MUSS...
Eventuelle Vorteile für eine "Gesamtheit" - werden von solche Menschen gar nicht erkannt, sie sind stehts und ausschließlich mit ihren eigenen Vor/Nachteile beschäftigt.
Ein Leben lang.
lg
Zuletzt geändert von daygo am 27.01.2014, 16:31, insgesamt 1-mal geändert.