Räder umsetzen




Alufelgen, Reifen hier rein.

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Räder umsetzen

Beitragvon Aygo Blue » 24.08.2007, 13:10

Hab gerade ein wenig im Handbuch geblättert und bin dabei auf das Thema "Räder umsetzen" gestoßen [S.256]. Dort wird gemeint, dass man den Reifen HL mit VR, VR mit HR, HR mit VL, VL mit dem Ersatzrad und das Ersatzrad mit HL tauschen soll. Das ganze nach ca 10.000 km...seid ihr der gleichen Meinung? Ich dachte bisher immer, dass man das hintere Reifenpaar einfach nur mit dem vorderen tauschen sollte...

[für die, die meine Abkürzungen vllt. nicht kennen: HL= hinten links, VR= vorne rechts, etc.]

in der dänischen Betriebsanleitung findet man das ganze auf Seite 260 (hier sogar noch mit einer Zeichnung für Alu-Felgen :shock:):
http://www.xs4all.nl/~wouw88/aygo/AYGO_ ... boekje.pdf
MfG Aygo Blue

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von Anzeige » 24.08.2007, 13:10

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Beitragvon Siw » 24.08.2007, 16:38

das ist total veraltet, ka wer das handbuch geschrieben hat!
selbst bei nicht laufrichtungsgebundenen reifen immer die laufrichtung beibehalten!!!

Durchschnitt von 244 C1 Benziner: 5,31 l/100km gesammt 3.839.824 km und 203.950 l
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Beitragvon Cyberexxflixx » 24.08.2007, 19:35

Es geht dabei einfach nur um die gleichmäßige Abnutzung.

Man geht in dem Handbuch noch von einem Radsturz von einigen Grad aus, deswegen dieses Zick-Zack-Wechseln.
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Beitragvon Latschen » 25.08.2007, 11:18

Jeder schreibt was anderes. Man weiß garnicht mehr was man glauben soll udn was nicht. Im Fahrsicherheitstraing welches ich vor einem Jahr absolviert habe, hat ein Pollizist der das Training geführt hat gesagt, das man die Vordewren Reifen nicht nach hinten wechseln darf. o_O
Also ich weiß es auch nicht wie ich das bei mir machen soll...

Wirklich jeder faselt da was anderes...

Gruß Sebastian
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Beitragvon surftim » 08.10.2007, 09:20

in meinem fahrsicherheitstraining habe ich gelernt, dass das wichtigste das profil der hinteren reifen ist. egal wie man wechselt oder ob man front- oder heckantrieb hat, hinten sollen immer die reifen mit dem größten profil (-> der größten haftung) sein.
der grund dafür ist das ausbrechen des hecks zB bei bremsmanövern bei nasser fahrbahn oder aquaplaning...
lieber der sicherheit den vorzug geben als den paar euros, die man aus 1-2mm profil-abnutzungs-optimierung (cooles wort ;) ) rausholt..
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Beitragvon Citruskraft » 08.10.2007, 09:53

surftim hat geschrieben:hinten sollen immer die reifen mit dem größten profil (-> der größten haftung) sein.

Ziel des Reifenumsetzens ist ja überall gleichtiefes Profil zu haben... :roll: :wink:
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Beitragvon surftim » 08.10.2007, 10:15

ja, aber nach dem wechseln hat man doch unter umständen hinten nicht mehr das tiefste profil ;) und das ist halt aus sicht der sicherheit der entscheidende punkt.
also lieber vorne 3 und hinten 5 als überall 4 ;)
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Beitragvon Citruskraft » 08.10.2007, 10:22

Also ich setze die Räder ca. alle 3-4 Monate um VL->HL und VR->HR.
Da ist die Profildifferenz minimal und ich hab' auf allen 4 Rädern in etwa das gleiche Profil.
Wenn man die Vorderräder komplett abfährt, und dann die Hinterräder nach vorn wechselt, und hinten neue aufzieht, hat man schon durch die Alterung der Reifen ein enormes Untersteuern, welches auch nicht wirklich sicher genannt werden kann... :roll:
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Beitragvon Latschen » 13.10.2007, 11:07

surftim hat geschrieben:in meinem fahrsicherheitstraining habe ich gelernt, dass das wichtigste das profil der hinteren reifen ist. egal wie man wechselt oder ob man front- oder heckantrieb hat, hinten sollen immer die reifen mit dem größten profil (-> der größten haftung) sein.
der grund dafür ist das ausbrechen des hecks zB bei bremsmanövern bei nasser fahrbahn oder aquaplaning...
lieber der sicherheit den vorzug geben als den paar euros, die man aus 1-2mm profil-abnutzungs-optimierung (cooles wort ;) ) rausholt..


Ahh danke jetzt ist es mir auch wieder eingefallen. Genaus das hat der Polizist beim Fahrsicherheitstraining auch gesagt.... Deswegen hatte der auch son kleines Spielzeugauto dabei wo er das demonstriert hat.
Hinten immer mehr Profil als vorne sonst spielt man mit seinem Leben. gerade im Winter wenn man auf auf gute Reifen angewiesen ist.
Bei mir ist nun das Porb, das meine Vorderreifen vorner um einiges mehr abgefahren sind als hinten. Jetzt kann ich die nimmer wechseln... Also erstmal abfahren und dann hinten neue durpp machen...

Gruß Sebastian
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Beitragvon Igo » 14.10.2007, 00:08

Also das erklär mir doch mal einer :?: .
Was nützt mir den hinten Profil, wenn mir vorne bei Aquaplaning die Räder abheben. Umgekehrt haben doch die Hinteren kaum mehr was zu tun, wenn die Vorderen mit gutem Profil schon das meißte Wasser verdrängt haben. Außer vielleicht bei engeren Kurven, wenn die Räder nicht mehr in einer Spur laufen. :wink:
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Beitragvon Socksbird » 14.10.2007, 10:18

Hey, ich glaub, das kann ich erklären.
Es geht darum, dass der Schwerpunkt des Autos nicht nach vorne kommt.
Also, der Schwerpunkt liegt zwischen Vorder- und Hinterrädern, meist etwa da, wo der fahrer seinen rechten Arm hat (wenn Du Deinen rechten Arm baumeln läßt, etwa am Ellenbogen). Wenn sich irgendetwas bewegt. möchte es das mit dem Schwerpunkt voran tun, kennt man vom Darts. Und wenn der Schwerpunkt nach vorne kommt, schleudert das Auto. Na ja, eigentlich ist es andersrum.
Um den Schwerpunkt am Nachvornekommen zu hindern, müssen die Hinterräder bessere Haftung haben als die Vorderräder.
Darum sollen sie das bessere Profil haben. Bei trockener Strasse bremst das Rad auch ohne Profil. dann ist das egal. Bei Nässe, Glätte, Kröten oder sonstwas Glattem wird das Profil aber wichtig.
Dazu kommt die dynamische Radlastverschiebung: Beim Bremsen verschiebt sich der Schwerpunkt nach vorne, Massenträgheit. (Wenn Du Deinen Arm beim Bremsen baumeln läßt, tut er das auch!) Dann haben die Hinterräder noch weniger Last und können noch weniger Bremskraft übertragen. Noch wichtiger, dass sie gutes Profil haben.
Deshalb neue Reifen immer hinten aufziehen. Wenn die Vorderreifen runter sind, neue Hinterreifen kaufen udie alten nach vorn.
Dazu noch der oben erwähnte Matchboxautotest:
Matchboxauto nehmen (muß kein Aygo sein), Hinterreifen blockieren, mal vorwärts und rückwärts über den Tisch rutschen lassen. Dann sehen, wanns schleudert. (Nicht vergessen, neues Auto zum zurückgeben zu besorgen ).
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Beitragvon Igo » 14.10.2007, 22:32

Danke Socksbird, hast Dir ja echt Mühe gegeben. Die Physik ist ja klar.
Aber da bin ich ja schon beim Driften, oder fahr mit gezogener Handbremse rum. Mein Text bezieht sich auf den Moment davor. Die Problematik Deiner Ausführung sollte sich ja erst gar nicht ergeben :roll: :wink: .
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Beitragvon Citruskraft » 15.10.2007, 07:14

Ich nehm an, dass die meisten Fahrer einfach besser auf Untersteuern als auf Übersteuern reagieren können, und somit ein Fahrzeug, das zum untersteuern neigt einfach die sicherere Wahl ist... :roll:
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Beitragvon Latschen » 15.10.2007, 15:26

Bei meinen Fahrsicherheitstraining hat der Polizist ein Spielzeugauto genommen und über den Tisch gerollt. Wenn nichts beeinträchtigt ist, fährt es normal über den Tisch.

Nun hat er ein Auto genommen bei welchen nun die hinteren Räder festgeklebt waren.
Das Auto schleuderte stark hin und her.



Das hab ich noch gefunden:

Auf Vorder- und Hinterreifen wirken unterschiedliche Kräfte. Die Folge ist, dass die Reifen verschieden stark verschleißen. Deshalb stellt sich bei einem Radwechsel die Frage, wo das bessere Paar Reifen hingehört. Die für manchen verblüffende Antwort lautet: nach hinten - sofern beide Paare den Sicherheitsstandards entsprechen.

Reifen haben vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Sie übertragen sämtliche Bewegungen des Autos auf die Straße: beschleunigen, Kurven nehmen, Richtung einhalten, bremsen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sollte die Reifenprofiltiefe nicht unter drei bis vier Millimeter liegen.

In riskanten Situationen sind gute Reifen besonders wichtig. Dabei ist es für den Fahrer meist einfacher, auf ein Ausbrechen der Vorder- als der Hinterachse zu reagieren. Kommt es beispielsweise jetzt im Herbst in einer nassen Kurve dazu, dass die Reifen nicht mehr greifen, kann das Auto nach außen rutschen. Im Fachjargon heißt das, die Seitenführungskräfte haben nachgelassen, und das Auto untersteuert. Das ist gefährlich, aber oft beherrschbar. Der Wagen ändert seine Fahrtrichtung meist nicht.

Zu wenig Grip an den Hinterrädern kann dagegen dazu führen, dass der Wagen unkontrollierbar wird und ins Schleudern gerät. Ein seitlicher Aufprall kann die Folge sein. Wenige Fahrer haben solche Situationen im Griff. Schadlos üben lassen sich solche Gefahrenmomente im ADAC-Sicherheitstraining.

Zusätzlich ist von Bedeutung, dass die meisten Sicherheitsvorkehrungen im Auto auf einen Frontalzusammenstoß ausgelegt sind. Auch die Knautschzone kommt nur bei einem Aufprall von vorne zum Einsatz. Seitliche Unfälle ergeben daher oft sehr viel schwer wiegendere Schäden als frontale. Auch deshalb gehört das bessere Reifenpaar auf die Hinterachse.

Damit es aber gar nicht erst zu einem unterschiedlichen Verschleiß der Reifen kommt, rät ADAC-Experte Magnus Geisler, die Reifen regelmäßig achsweise von vorne nach hinten zu wechseln. Vielfahrer sollten etwa alle 10.000 bis 15.000 Kilometer durchwechseln, alle anderen zum Beispiel jetzt beim Umstellen von Sommer- auf Winterreifen oder bei der Wartung. Gleichzeitig wird dadurch auch der Komfort beeinträchtigende Sägezahnverschleiß an den Pneus reduziert. (bd)



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