Radnabe hinten wechseln




Rund um das Fahrwerk ...

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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon Nilsson » 19.08.2015, 16:34

Hallo,
heute war es bei mir so weit, die Radnabe hinten rechts musste nach 99000 km gewechselt werden. Ergänzend zu den Aussagen meiner Vorposter habe ich folgend Erfahrungen gemacht:

* Weder durch Wackeln am Rad noch durch Drehen des Rades habe ich irgend etwas Auffälliges feststellen können. Nur durch das typische Radlagerbrummen (besonders bei Tempo 70) machte die Radnabe auf sich aufmerksam. Erst am ausgebauten Lager ist mir im direkten Vergleich mit dem Neuteil ein etwas hakeliger Lauf aufgefallen. Das Neuteil von SKF dreht allerdings auch etwas schwer und kratzig, mal sehen, wie lange es hält!

* Auch bei mir war das Radlager in der Hinterachse festgerostet.

* Die Bremsankerplatte hat keine eigene Befestigung an der Hinterachse. Sie wird durch die 4 Befestigungsschrauben des Lagers und den Lagerflansch selbst gehalten. Deshalb kann man nach Lösen der Befestigungsschrauben des Lagers eine oder besser mehrere Schraubenzieherklingen als Keil zwischen Hinterachse und Bremsankerplatte treiben. Gut also, wenn man ein paar alte Schraubenzieher in der Werkzeugkiste hat.

* Bei mir wollte sich die Bremsankerplatte allerdings auch nicht vom Lagerflansch lösen. Nachdem ich die Haltefedern der Bremsbacken gelöst hatte (die Teile, die dafür sorgen, dass die Bremsbacken an der Ankerplatte anliegen und nicht nach außen gegen die Trommel kippen), konnte ich die Bremsbacken soweit nach außen kippen, dass ich eine Schraubenzieherklinge zwischen Radlager und Bremsankerplatte treiben konnte. Wirklich ausbauen musste ich an der Bremse dadurch nichts.

* Wenn alles demontiert ist, hängt das gesamte Gewicht der Bremse nur an der Bremsleitung. Die Bremsleitung hält das zwar aus, kratzt sich beim Hantieren aber ihren Lack an der Hinterachse (wo sie aufliegt) ab. Ich habe das zu spät bemerkt, würde aber beim nächsten mal ein 5 cm Stück aufgeschnittenen Benzinschlauch als Schutz über die kritische Stelle ziehen.

* Für etwas mehr Baufreiheit kann man ganz einfach die Fahrwerksfeder herausnehmen. Dazu muss nur die untere Stoßdämpferbefestigung gelöst werden. Dann reicht bei aufgebocktem Auto ein leichter Druck auf die Achse und die Feder fällt heraus. Unter Vorspannung steht da nichts!

Fazit: Wenn nichts festgerostet ist, ist der Wechsel des Radlagers eine Sache von einer halben Stunde! In der Realität braucht man aber doch etwas Geduld und Rostlöser ...
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von Anzeige » 19.08.2015, 16:34

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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon m_cap » 20.08.2015, 12:39

Hi Willkommen im Forum und danke für den post

Nilsson hat geschrieben:Das Neuteil von SKF dreht allerdings auch etwas schwer und kratzig, mal sehen, wie lange es hält!

Da brauchst Du Dir überhaupt keine Sorgen machen, das ist völlig normal. Neue Radlager sind nicht "eingelaufen" und es hat noch keine "Fettverteilung" im Lager stattgefunden - am "reibungstlosesten" laufen Lager erst nach dem 1/2 Leben.

Nilsson hat geschrieben:* Wenn alles demontiert ist, hängt das gesamte Gewicht der Bremse nur an der Bremsleitung. Die Bremsleitung hält das zwar aus, kratzt sich beim Hantieren aber ihren Lack an der Hinterachse (wo sie aufliegt) ab. Ich habe das zu spät bemerkt, würde aber beim nächsten mal ein 5 cm Stück aufgeschnittenen Benzinschlauch als Schutz über die kritische Stelle ziehen.

Soweit ich das verstehe hast Du mehr demontiert als nötig - die Bremsankerplatte mit dem Bremszylinder sollte auf der Verbundlenkerachse montiert bleiben - man zieht doch einfach (theoretisch) den Radlagersatz nach außen (rechts oder links) zwischen dem Trommelbremssatz raus????
Insofern gibt es dann das oben fett gedruckte Problem nicht?

Nilsson hat geschrieben:Fazit: Wenn nichts festgerostet ist, ist der Wechsel des Radlagers eine Sache von einer halben Stunde! In der Realität braucht man aber doch etwas Geduld und Rostlöser ...

volle Zustimmung
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon Amller » 26.05.2016, 15:28

Hallo zusammen,

bei mir sind nun nach 130tkm auch beide Radlager an der Hinterachse defekt bzw. machen Geräusche und deshalb müssen sie jetzt raus.
Auf ebay gibts ja einige Angebote (ATP,....) aber ich werde wohl den Radlagersatz von Metzger ( 67€) verbauen, da stimmt die Qualität und
der Preis ist auch OK.
Da ich letztens beim Bremsenwechsel so Probleme mit der Sicherungsschraube der Bremsscheibe hatte, wollte ich euch fragen ob die Sicherungsschraube der Trommel die gleiche ist?
Das war ja so eine "weiche" und die musste ich nach dem ausbauen ersetzten.

Der Hinweis von m_cap mit der M12 Schraube finde ich super aber wie lang sollte diese sein?

Danke erstmal
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon m_cap » 26.05.2016, 17:59

Ich hatte auch nicht die Schrauben in der richtigen Länge - habe dann einfach Metallplatten zwischen Bremsankerplatte und Schraubenspitze gesteckt
An Schwierigkeiten mit einer Schraube die die Bremstrommel hält kann ich mich nicht erinnern
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon Amller » 27.05.2016, 09:09

Ich hab noch M12 Felgenschrauben mit einer Länge von 60mm zuhause,mal sehen ob das reicht und ob ich da gut rankomme.
Vielleicht mache ich davon ein paar Fotos und setzte es hier rein, für die nächsten Schrauber mit dem Problem weil es scheinbar davon weder ein Video oder noch Bilder für unsere Autos im Netz gibt.
Achja aus dem Radlagersatz von Metzger ist jetzt eine von SKF geworden.
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon KarlKoch » 27.05.2016, 09:20

Amller hat geschrieben:[...]Achja aus dem Radlagersatz von Metzger ist jetzt eine von SKF geworden.


Gute Wahl, Metzger ist nur ein Teiledealer der XY Teile kauf und die dann unter seiner Hausmarke vertreibt.
SKF Lager habe ich auch genommen und sind Bombe!
Peugeot 107 (Bjh: 2008) rund 150000Km und seid geraumer Zeit (75000Km) mit LPG unterwegs. Ersparniss gegenüber E10 schlappe >5000€. Da macht fahren Spass!
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon robert-132 » 21.03.2017, 18:07

Ich greif das Thema nochmal auf, vielleicht liest noch jemand mit.
Wie habt ihr bemerkt dass das Radlager kaputt ist?
Beim Aygo meiner Frau dachten wir erst es liegt an den Winterreifen dass er so laut ist.
Ist aber nach Wechsel auf Sommerreifen immer noch so.
Ich kann das Laute aber nicht wirklich eingrenzen woher es kommt.
Von anderen Autos kenne ich dass so dass man es hört wo es her kommt.

Gruß
Robert
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon robert-132 » 24.03.2017, 19:35

Aygo läuft jetzt wieder er soll. Es war tatsächlich das Radlager hinten rechts.
Hab aber gleich beide getauscht.
Nachdem ich die Bremstrommel abgenommen hatte war deutlich zu hören dass es hin ist.

Wer es eventuell selber machen will:
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon taepoong » 19.08.2018, 17:13

Hallo,

Wie stelle ich fest, was wirklich defekt ist.
Habe dieses Brummen ab tempo 70. Ist am das. 130 nicht mehr zu hören, da es dann von anderen Geräuschen überdeckt wird.
Brummen, fast ein heulen, ist vollkommen unabhängig von Straßenbelag, Kurven, Bodenwellen. Ganz konstantes Geräusch.
Kann aber nicht lokalisieren, von wo es kommt. Kommt quasi von überall.
Kann es auch das Differential sein?

Aktuell 100.000 km gelaufen.

Wenn aufgebockt, laufen alle räder rund, keine Geräusche, und sitzen fest, kein Lager Spiel.

Was würdet ihr machen?
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Re: Radnabe hinten wechseln

Beitragvon Hobby Schrauber 76 » 20.04.2019, 12:24

Servus zusammen,

erst einmal vielen Dank für Eure Beiträge hier, die waren sehr hilfreich!!

Ich habe heute die Radnabe hinten rechts an unserem C1 gewechselt und mir davor natürlich diesen Beitrag zu Gemüte geführt.
Auch ich hatte das Problem die alte Nabe aus dem Achsträger zu bekommen und fand die Idee mit den Radbolzen und Unterlegern nicht schlecht.
Allerdings habe ich es ein wenig abgewandelt.....

Hier meine Lösung:
Ich habe zwei M10 Gewindestangen durch die Radbolzenlöcher gesteckt, von hinten jeweils eine M10 Mutter gegen die Nabe geschraubt und von vorne mit zwei gekonterten Muttern bestückt.
Somit konnte ich die Nabe durch abwechselndes drehen an den hinteren Muttern "relativ" leicht lösen.
Bei mir hat es zwar die Gewindestange verbogen, so dass ich eine weitere nehmen musste, aber ein wenig Verlust ist ja bekanntlich immer :lol:

Wünsche Euch weiterhin frohes Arbeiten :wink:

Gruß
Andreas
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