Lenkung zieht sich nicht gerade




Rund um das Fahrwerk ...

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Lenkung zieht sich nicht gerade

Beitragvon odysseus » 09.01.2009, 00:11

Seit ca. 1.000 km fahre ich nun einen "neuen" Aygo (Tageszulassung). Seit dem ersten Kilometer fällt mir auf, dass sich die Lenkung nicht vollständig gerade zieht. In Abhängigkeit von der Geschwindigkeit bleibt das Lenkrad stehen. Bei zügiger Fahrt sind es nur wenige Grad. Die bedeuten jedoch, dass man den Wagen nicht "laufen lassen" kann. Man muss ständig korrigieren. Nach dem Loslassen des Lenkrades zieht der Wagen einfach in die eine oder andere Richtung. Bei langsamer Fahrt bleibt das Lenkrad bei ca. 15°-45°! Einschlag stehen, bei Rangierfahrt können es bis zu 90° sein.

Der freundliche Toyota-Meister meinte, dass sich die Lenkung erst einspielen muss. Abgesehen davon, dass ich diese Aussage für Unsinn halte, wäre die Zeit dann jetzt wohl abgelaufen.

Sicherlich ist der Aygo aufgrund seines kurzen Radstandes, seines harten Fahrwerkes und seiner schmalen Reifen kein Wunder an Spurtreue, aber das erscheint mir doch etwas merkwürdig. Selbst mein erstes Auto, ein Renault 5 Bj. 1981 mit 135er Reifen zeigte dieses Phänomen nicht.

Ich wollte in den nächsten Tagen beim Freundlichen noch mal aufschlagen. Da ich in der Vergangenheit schon öfters (bei anderen Autohäusern) die Meister mit der Nase auf eine Lösung stupsen musste, möchte ich diesmal mit konkreten Vorstellungen oder Forderungen auftauchen. Deshalb die Fragen:

Ist es möglich, dass eine verstellte Spur die Ursache ist?
Oder ist die Lenkung schwergängig und die Servounterstützung so stark, dass man trotzem fast mit einem Finger lenken kann?

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Beitragvon ohti » 09.01.2009, 14:28

Was soll sich da einspielen ? :shock:

Zumindest Spur & Co mal kontrollieren würd ich sagen.
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Beitragvon Berliner » 09.01.2009, 15:30

Kaum eine Straße ist absolut eben. Straßen werden immer in eine Richtung ein leichtes Gefälle haben, damit Regenwasser abläuft und genau in diese Richtung driftet das Auto, wenn nicht doch die Spur verstellt ist. Da die Lenkung mal in die eine und dann wieder in die andere Richtung driftet, scheint es sich nicht um eine verstellte Spur zu handeln, sondern um äußere Einflüsse. Bei einer verstellten Spur, würde die Kiste immer in eine Richtung ziehen. Die Servolenkung ist beim Aygo angenehm leichtgängig und ohne Servo ist die Lenkung recht schwergängig. Merkt man, wenn man die Zündung schon ca. 10 Sekunden abgeschaltet hat und dann erst das Lenkradschloß einrasten lassen möchte. Freihändig fahren klappt halt nur beim Fahrrad und nicht beim PKW, ist bei beiden Fortbewegungsmitteln auch verboten.
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Beitragvon cdet » 10.01.2009, 14:29

1) der Aygo ist wirklich kein Wunder an Geradeauslauf
Auf "absolut" ebener Straße kann ich ihn sowohl leicht nach rechts oder links fahren lassen (max 5Grad Lenkeinschlag dabei, eher weniger).

2) die beschriebenen 15-45% scheinen mir DEUTLICH zu viel

3) die Spur bzw. die "Einstellung der Räder" kann durchaus ein Grund dafür sein.
Neben der verstellten Spur und Ziehen nach rechts ODER links können die Einstellungen für Sturz oder Vorlauf (heißt das so?) falsch sein.
Damit wäre ein schwammiges Fahrverhalten ohne "Geradeausdrang" die Folge.

4) es kann auch andere mechanische oder elektrische Gründe geben:
-falls das Lenkrad (nicht die Lenkung) extrem schwergängig wäre, würde die Servolenkung das als "Haltekraft" interpretieren und den Lenkeinschlag durch Servounterstützung beibehalten.
-es könnte auch genau diese Torsionskrafterkennung der Servolenkung defekt sein: ist dieser Sensor zu sensibel, reagiert die Lenkung nur noch auf die Stellung des Lenkrads, nicht mehr auf die Rückstellkraft der Räder.

Fazit: der Aygo zieht nicht von selbst 100% gerade, ist aber nicht schlechter im Geradeauslauf als die meisten anderen Kleinwagen.
Aus einer Kurve kommt er normalerweise durch "Lenkrad-durch-die-Hände-rutschen-lassen" wieder in die Spur.
Mir ist nie aufgefallen, daß man da irgendwie korrigieren müßte.

Ich würde Spur/Sturz/Vorlauf sowie Lenkgestänge und ggf. Torsions-Sensor prüfen lassen. Immerhin halte ich die Lenkung samt der elektrischen Servoverstärkung für ein sicherheitsrelevantes Bauteil.

Ach und noch etwas: die Lenkung muß (und wird) sich nicht einspielen. Man gewöhnt sich höchstens an das Problem...

cdet,
ehemaliger Aygoist

PS: mein Vectra reagiert sehr sensibel auf geneigte Fahrbahnen: fällt die Straße leicht nach rechts, zieht er sofort deutlich nach rechts. Und das bei 195er Reifen und sonst gutem Geradeauslauf.
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Beitragvon odysseus » 22.01.2009, 20:13

Danke für die Tipps. Ich werde mal einen Termin in der Werkstatt machen. Berichte dann weiter.

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Beitragvon Arrow » 22.01.2009, 20:32

Wenn es immer in eine Richtung ist, liegt es möglicherweise daran, dass die Reifen nicht gleichmäßig befüllt und/oder einseitig abgefahren sind. Habe nämlich mit Winterreifen auch nen leichten Linksdrall, der sich mit erhöhender Geschwindigkeit verringert.
Gott beschütze uns vor Eis und Schnee und Nummernschildern LIP.
Der Verbraucher an sich will betrogen werden. Wir geben dem Verbraucher doch nur was er will.
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Beitragvon odysseus » 04.02.2009, 22:52

Sodele, es ist geschafft.
Der Wagen war noch einmal zur Kontrolle. Und siehe da, die Spur vom rechten Rad war verstellt. Jetzt läuft er gut.
Ich muss sagen, jetzt steige ich gerne in das Auto.

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Beitragvon williathome » 20.02.2009, 21:27

Hallo,
meine Lenkung hat auch keine vernünftige Mittelstellung.
Man kann es eine Handbreit nach rechts oder links drehen und es bleibt dort stehen.
Egal wie schnell man fährt.

Wie verhält sich eure Lenkung um die Mittelstellung herum?

Willi
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Beitragvon cdet » 25.03.2009, 20:04

@odysseus

Was ist denn nun draus geworden?

Ich frage, weil ich gerade meinen Aygo gefahren bin (denn mein Sohn seit 1 jahr fährt) und festgestellt, daß die Lenkung von rechts nicht mehr gerade zieht.
Das Auto fährt immer weiter nach rechts.
Auch hatte ich beim Beschleunigen das Gefühl, er zieht leicht nach rechts.
Nun war es bereits dunkel und ich hatte keine Lust, die Reifen zu prüfen.

Vermutlich ist entweder ein Reifen platter als der Rest, oder Sohnemann hat Bordsteine "geräubert" und die Spur verstellt.
Na, soll er selber ausbaden...

Christian,
fährt inzwischen lieber Vectra.
(Mann, kann man sich an Komfort schnell gewöhnen...)
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Beitragvon odysseus » 28.03.2009, 20:39

Hallo cdet,

siehe zwei Beiträge weiter oben. Es war tatsächlich die Spur verstellt. Jetzt lenkt er sich fast gerade. Das letzte Stück, was fehlt, ist der elektrischen und nicht elektrohydraulischen Servounterstützung geschuldet. Die Hydraulik stellt nämlich auch noch etwas zurück.

Aber wie gesagt, jetzt fährt der Wagen gut. Ich fahre gerne damit, zumal er sich mit 5 Litern begnügt.

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Beitragvon Aygon@ut » 28.12.2009, 12:27

odysseus hat geschrieben:Hallo cdet,

Das letzte Stück, was fehlt, ist der elektrischen und nicht elektrohydraulischen Servounterstützung geschuldet. Die Hydraulik stellt nämlich auch noch etwas zurück.



odysseus


Nö, das ist falsch! Die Rückstellung des Lenkrades resultiert aus Kräften die durch Spreizung Nachlauf und Reifenseitenführungskräften erzeugt werden.
Spreizung und Nachlauf sind konstruktiv vorgegebene Winkel der ( virtuellen ) Lenkachsen der Federbeine ( Achsschenkels ) des Autos und sind meistens
nicht oder nur indirekt einstellbar. Die Spreizung bewirkt eine Anhebung des Vorderwagens gegen die Schwerkraft. Und die Schwerkraft ist dann bemüht den Vorderwagen wieder runterzuziehen woraus dann ( ein Teil )
der Rückstellung beim Rollen resultiert.
Was der Freundliche vermutlich meinte ist die minimal ( ! ) größere Schwergängigkeit der Lenkanlage ansich die aus dem Neuzustand sämtlicher Kugelköpfe resultiert.
Was seine Antwort aber eher beeinflußt haben dürfte ist daß Toyota ( und vermutlich auch Citroen und peugeot ) eine Vermessung nur bis zum Zeitpunkt der Übergabe an den Kunden auf Garantie übernehmen.....

Bei meinem eigenen hat die Spur übrigens auch nicht gestimmt...
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Beitragvon El Gordo » 16.05.2010, 17:37

Hallo

Bin heute mal eine längere Strecke auf der AB gefahren. Ab 120 km/h hatte ich das Gefühl dass das Auto nur schlecht die Spur hielt. Ich wurde mal übertrieben gesagt immer von links nach rechts geschmissen. Auch hatte ich das Gefühl das bei dieser Geschwindigkeit die Servolenkung nicht mehr aktiv ist und sich das Auto etwas ruckartig längen lässt. Auf der Landstraße ist das nicht so bei 90 - 100 km/h. War heute aber auch etwas windig bei uns aber das Gefühl mit dem links rechts hatte ich auch schon neulich mal. Wie ist das bei Euch. Eventuel muß ich mich an das kleine Auto erst gewöhnen. Ist halt kein VW Pasat.

Danke Henry
Alles wird gut.
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Beitragvon waynemao » 16.05.2010, 18:09

Mein Vater (fährt ebenfalls VW) meinte das auch, als er meinen Aygo mal gefahren hat. Mir ist das so eigentlich noch nicht aufgefallen, wusste auch nicht was er da genau meint :? .
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Beitragvon HyundaiGetz » 17.05.2010, 06:34

Das Problem hat nicht nur der Aygo - Klein(st)wagen sind eben nicht ganz so spurtreu, was am kurzen Radstand und an den kleinen Reifen liegt. Wenn ich den A4 einer Freundin gefahren bin, muss ich mich bei meinem C1 auch erst umgewöhnen.
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Beitragvon aygockin2u » 17.05.2010, 08:35

jo, ist beim Aygo halt so, daher Lenkrad immer schön festhalten ;)

BTW. mit breiteren Reifen wirds etwas besser
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