Fahrzeug aufbocken




Rund um das Fahrwerk ...

Moderator: Team

Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon m_cap » 30.04.2015, 08:05

Hi Aygon@ut,
warum hast Du Dich denn vorher hier nicht mit konstruktiven Vorschlägen beteiligt!

Nein, mir ist noch nie ein Auto vom Rangierwagenheber gerutscht und ich kenne auch keinen Fall.
Ich glaube auch nicht, dass Du verstanden hast wo bei der Verbundlenkerachse der gefederte Bereich befindet.
Ja es ist richtig, dass sich beim Ausfedern/Hochheben die Verbundlenkerachse etwas dreht, aber jeder Aufnahmepunkt für den Wagenheber dreht sich beim Hochheben, logisch wenn man ein Fahrzeug beim Hochheben kippt, oder? - außer natürlich bei einer 4-Punkt Hebebühne.
Wieviel Gewicht bringt denn der Drilling auf die Hinterachse in angekippten Zustand - max. 300kg....und das soll die Verbundlenkerachse nicht tragen?
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von Anzeige » 30.04.2015, 08:05

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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon Wundertüte » 01.05.2015, 12:24

Hallo m_cap,
vielen Dank für die Fotos.
Ich habe mal in einer Toyota Werkstatt gefragt wo man zusätzlich zu den bekannten Punkten anheben kann.
Eine Antwort zu finden war nicht leicht, schließlich haben sich die Mitarbeiter darauf "geeinigt" : hinten direkt unter den Federn und vorne dort wo du auch anhebst. Das Grundproblem scheint zu sein dass diese Werkstätten alle über mehrere Hebebühnen verfügen und sich dort niemand mehr Gedanken machen muss (und will) wo andere Hebepunkte vorhanden sind. Allerdings habe ich auch an einer anderen Stelle mal gelesen, genau unter den Federn soll man auf keinen Fall anheben...und ich als Laie stehe mal wieder ratlos daneben... :cry:
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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon m_cap » 01.05.2015, 18:48

Hi Wundertüte,
vielleicht kannst Du es ja erstmal so angehen: zum Anheben an der Hinterachse bist Du jetzt verunsichert - aber der Anhebepunkt am Achslenker vorne wurde ja jetzt von Deiner Werkstatt bestätigt und ich habe Dir doch gezeigt, dass man an diesem Punkt Vorder- und Hinterrad einer Fahrzeugseite aufeinmal anheben kann - reicht Dir das nicht, oder was willst Du denn machen?

Vorrausgesetzt am Einwand von Aygon@ut ist etwas dran, dann ist ein Anheben direkt unter den Federn der Hinterachse am risikoreichsten, da halte ich den von mir verwendeten Anhebepunkt in der Mitte der Hinterachse direkt harmlos dagegen.
Ich erkläre mir das Risiko mit dem "Niemals an gefederten Teilen anheben!" so: Mache Wagenheber machen pro Pumpbewegeung ganz schön Weg und viele Menschen "pumpen" am Hebel ganz schön schnell (mit hoher Frequenz) - damit kann man die Fahrzeugfeder zum Schwingen anregen und das Fahrzeug könnte vom Wagenheber hüpfen - wenn meine Erklärung richtig ist, dann würde ich den Punkt unter der Feder nicht nehmen, außer man pumpt entsprechend langsam und beobachtet das Fahrzeug beim Anheben.
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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon bluedog » 01.05.2015, 21:33

Die Gefahr ergibt sich weniger aus dem Hebevorgang selber als aus den Arbeiten, die man am Fahrzeug macht. Ist eine Schraube fest, hilft es, entweder zu Hammer zu greifen, oder sie loszurucken. Das Fahrzeug sollte dann schon gut und fest stehen, denn mitten in der Arbeit will man es nicht erleben, dass das Fahrzeug auch nur herunterfallen oder sich verschieben KÖNNTE.

Nur zum Anschauen wird man ja wohl kaum den Wagenheber ansetzen. Und wenn dem so ist, sollte Sicherheit das oberste Gebot sein. Schliesslich wird man, wenn man schon den Wagenheber zur Hand nimmt, unter dem Fahrzeug oder direkt am aufgebockten Fahrzug arbeiten müssen. Da sollte möglichst nichts passieren, was man nicht genau voraussehen kann. Arbeitsunfälle wären sehr teuer bis tödlich, je nach dem wie doof man sich anstellt und wie viel Pech man hat.

Ein Fahrzeug an gefederten Teilen aufzubocken ist das Schicksal herausgefordert, und allein schon deshalb zu vermeiden, und nicht etwa noch zu empfehlen. Das kann 100 mal oder 1000 mal gutgehen, geht aber irgendwann schief, und dann ist guter Rat teuer. Das Problem: Man weiss immer erst hinterher, dass es gut ging, oder wünscht sich, wenns daneben geht, man wäre von Anfang an vernünftig gewesen.
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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon m_cap » 01.05.2015, 21:58

äh, ich hatte jetzt immer nur über Punkte geschrieben, an denen man das Fahrzeug mit einem Rangierwagenheber anheben kann.
Es ist ja jetzt hoffentlich keiner davon ausgegangen, dass man Arbeiten am Fahrzeug nur mit dem Rangierwagen drunter durchführen kann -
NATÜRLICH MUSS MAN DAZU DAS FAHRZEUG AUF BÖCKE ABLASSEN!

Aber vielleicht sollte der/die eine oder andere ohne technisches Verständnis es lieber sein lassen.....
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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon bluedog » 02.05.2015, 00:09

Die Unterlagen, in denen steht, wo und wie man das Auto anheben darf, machen diesen Unterschied nicht, und ansonsten wurde der bisher auch noch nicht gemacht. Da sich im Forum ausschliesslich Profis bewegen, darf man aber natürlich voraussetzen, dass alle alles Notwendige auch dann wissen und beachten, wenn es nirgends geschrieben wurde. Sicher kommt man auch nur deshalb drauf, zu fragen, wo man das Auto aneben kann, weil man schon Profi ist, der bereits Bescheid weiss...

ACHTUNG! Ironie-/Sarkasmus-Warnung!
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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon Aygon@ut » 02.05.2015, 23:28

bluedog hat geschrieben:Die Gefahr ergibt sich weniger aus dem Hebevorgang selber als aus den Arbeiten, die man am Fahrzeug macht. Ist eine Schraube fest, hilft es, entweder zu Hammer zu greifen, oder sie loszurucken. Das Fahrzeug sollte dann schon gut und fest stehen, denn mitten in der Arbeit will man es nicht erleben, dass das Fahrzeug auch nur herunterfallen oder sich verschieben KÖNNTE.

Nur zum Anschauen wird man ja wohl kaum den Wagenheber ansetzen. Und wenn dem so ist, sollte Sicherheit das oberste Gebot sein. Schliesslich wird man, wenn man schon den Wagenheber zur Hand nimmt, unter dem Fahrzeug oder direkt am aufgebockten Fahrzug arbeiten müssen. Da sollte möglichst nichts passieren, was man nicht genau voraussehen kann. Arbeitsunfälle wären sehr teuer bis tödlich, je nach dem wie doof man sich anstellt und wie viel Pech man hat.

Ein Fahrzeug an gefederten Teilen aufzubocken ist das Schicksal herausgefordert, und allein schon deshalb zu vermeiden, und nicht etwa noch zu empfehlen. Das kann 100 mal oder 1000 mal gutgehen, geht aber irgendwann schief, und dann ist guter Rat teuer. Das Problem: Man weiss immer erst hinterher, dass es gut ging, oder wünscht sich, wenns daneben geht, man wäre von Anfang an vernünftig gewesen.


Dem ist nichts hinzuzufügen. Perfekt auf den Punkt gebracht.
Zum Thema Fahrzeug an gefederten Teilen hochheben: kann man natürlich machen und meistens passiert auch nichts. Man kann auch bei Rot über die Ampel gehen, passiert meistens auch nichts. Das ganze allerdings als Tipp in Foren abgeben?
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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon m_cap » 03.05.2015, 18:48

Hi Wundertüte und Schrubber,
wie ihr seht ist es auch hier wie in so manch anderem Forum ausgegangen......konstruktive Hilfestellungen werden von Bedenkenträgern niedergeschmettert - ohne Lösungsvorschlag, außer "mach besser nichts und geht zur Fachwerkstatt...

Euch bleibt jetzt nichts anderes übrig, wie mir, wenn ich Hilfe im Netz suche: ich filtere mir mit meinem Sachverstand das für mich passende heraus.
Wenn man überängstlich ist und niemals bei einem Fachmann aufmerksam zugesehen bzw. mitgearbeitet hat, macht es keinen Sinn Arbeiten am Fahrzeug durchzuführen, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Ich kann auch bestätigen, dass die Einwände nicht völlig jeder Grundlage entbeeren, aber es wurde dann wie so oft pauschalisiert und nicht differentiert (in der Mitte der Verbundlenkerachse = gefederter Bereich; Fahrzeug anheben = aufbocken und "dran rumwerken"....)

Ein paar tipps noch:
Radmuttern, -schrauben vor dem Anheben anlösen
möglichst Schrauben mit Schlagschrauber lösen
Fahrzeug beim Anheben Ablassen beobachten
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Re: Fahrzeug aufbocken

Beitragvon Wundertüte » 04.05.2015, 06:34

Also mir hat dein Beitrag mit Fotos weiter geholfen.
Dass hier verschiedene Meinungen aufeinander prallen ist normal so wie auch die Teilnehmer aus verschiedenen Blickwinkeln die Sache angehen. Was für den einen gefählich erscheint ist für den anderen Alltag. Dass man einen Wagen nur mit entsprechender Sicherung (Stützen oder Kantholz u.s.w.) anhebt um darunter zu arbeiten ist für mich selbstverständlich, da muss ich nicht darüber reden - für andere ist das offensichtlich nicht so selbstverständlich.
Was mir hier im Forum aufgefallen ist, trotz aller gegensätzlichen Ansichten ist der Umgangston doch eher moderat.
Mit einem gewissen Amusement denke ich an meinen ersten Post in einem Internet Forum in dem ich vom Moderator angepammt wurde : "Du glaubst doch jetzt nicht ernsthaft dass wir hier für dich deine Arbeit erledigen, lies dich gefälligst selbst ein..."
Da weiss ich hier den Umgangston und die Hilfsbereitschaft durchaus zu schätzen. Und wie du richtig sagst : " ich filtere mir mit meinem Sachverstand das für mich passende heraus"
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