das wird hier keine Anleitung zum lackieren der Bremsanlage, sondern nur ein Bericht.
Möchte niemanden dazu verleiten, leichtfertig an den Bremsen zu schrauben, nach dem Motto "das bischen Farbe drauf...". Die Bremsen müssen ständig 1A funktionieren.
Ziel war es, die Grundlage dafür zu schaffen, meine zukünftigen Borbet X8 7x16" auf dem Aygo wirklich gut aussehen zu lassen.
Dazu sollte die Optik auch hinter den Felgen stimmen.
Natürlich bekomme ich einen Stein in den Weg dorthin gelegt, weil Toyota den Achsschenkel nicht beschichtet und dieser aufgrund dessen direkt die Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und es bildet sich Eisenhydroxid. Sieht nur schäbig aus, das Material an sich wird in 1500 Jahren nicht durchgerostet sein, ist und bleibt also intakt.
Den Achsschenkel werde ich beschichten und schützen, wenn die Felgen dann da sind.
Erst einmal wollte ich die Bremsanlage lackieren, damit der Bremsstaub sich nicht in das Material brennt und die spätere Optik, trotz Lackierung leidet.
Der Wagen ist erst 8 Wochen alt, also brauche ich auch nicht viel abzuschleifen. Ich habe das auch an 18 Jahre alten Celicas gemacht - weitaus Zeit- und Kostenintensiver.
Erstmal geschaut, ob unsere Halle Platz bietet, Ergebnis positiv. Dem Vadder bescheid gegeben, dass die Firma heute in unserer Hand liegt. Also zusammen mit meinem Bruder Platz geschafft...
und Aygo aufgebockt...
Standardbild nach der Raddemontage...
Zunächst wird der Sattel, danach der Bremsenhalter abgeschraubt. 13er und 17er Nuss...
Vorsichtig den Sattel stützen, damit der Bremsschlauch nicht gedehnt wird...
Die Bremsscheibe abnehmen, um selbige sowie die Radnabe reinigen zu können, dazu die Sternschraube herausdrehen...
Freier Blick auf Achsschenkel und Radnabe
Um den Sattel zum lackieren vorziehen zu können, die Bremsschlauchhalterung am Federbein lösen...14er Nuss
Abschleifen
Das Ergebnis kann sich sehen lassen...
Hier der vorher/nachher - Vergleich
Endlich lackieren. Im 3:1 Verhältnis den überall erhältlichen, hitzebeständigen Lack mit Härter verühren, nach 5 minütiger Standzeit nochmal verühren. Es muss perfekt untermischt sein. Die Topfzeit beachten, also das gelieren des Gemischs vermeiden.
Das sieht geschludert aus, ist es nicht. Habe so dick aufgetragen wie ich konnte, da der Lack einige Tage lang aushärten kann und mich eine hauchdünne Schicht nicht zufriedengestellt hätte - "nicht kleckern, sondern klotzen".
Beim montieren der Bremsenteile die angegebenen Drehmomente beachten und gutes Werkzeug verwenden. Ich lege immer noch ein paar NM drauf, die Bremsenhalterung habe ich mit 98 NM angezogen. Bevor sich da was lockert, reißt der Motor aus den Motorhaltern - sicher ist sicher.
Tadaaa, fertig zurückmontiert erstrahlt die Bremsanlage in neuem Glanz, einzig und allein der Achsschenkel wartet auf bearbeitung.
Aber, sachte sachte und nichts überstürzen, erst Mal die Rad-/Reifenkombination durch den TÜV bekommen und dann kommt sowieso noch eine andere Bremsscheibe drauf - denn sicher, ist sicher
Danke fürs lesen...
MfG
Michael


