Übersteuern beim Bremsen in Kurven? Auch schon erlebt?




Alles was ihr mit dem AYGO im Alltag erlebt, Lustiges oder auch Ärgerliches.

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Übersteuern beim Bremsen in Kurven? Auch schon erlebt?

Beitragvon larslarsen » 29.07.2010, 07:47

Hallo,

es ist jetzt schon einige Zeit her, dennoch möchte ich ein überraschendes Erlebnis schildern, und vieleicht auch zur Vorsicht mahnen.

Tägliche gemütliche Fahrt zu Arbeit, Landstraße, Autobahn, Stadt und zurück, 4 Jahre alter C1 und 20 Jahre Erfahrung mit verschiedensten Fahrzeugen.

Es war im Frühjahr, ich allein im leeren C1, die Straße trocken, 20 C und die Winterreifen noch drauf.

In der Rechtskurve der Autobahnausfahrt kontinuierlich leicht weitergebremst (Geschwindigkeit ca. 50 km/h +- 10km/h).

Schlagartig ging das Heck nach Außen weg und ich fuhr in die Kurve hinein. Zum Glück konnte ich reflexartig gegensteuern, es blieb bei einer kurzen Fahrt über den ebenen Grünstreifen und landete wieder auf dem Asphalt. Der Straßenbelag sah normal aus, evtl. etwas blank gefahren.

Das hat mich einigermaßen schockiert, denn so etwas habe bisher bei keinem meiner bisherigen Fahrzeuge erlebt, die in schnell gefahrenen Kurven stets untersteuerten (ins Kurvenäußere drifteten).

Fazit: Vorsicht beim schnellen Kurvenfahren und möglichst nicht in der Kurve (weiter) bremsen.

Mich würde interessieren ob jemand Ähnliches erlebt hat.
Ansonsten bin ich mit dem Bremsverhalten auf der Geraden zufrieden.

Gruß LarsLarsen
Zuletzt geändert von larslarsen am 30.07.2010, 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon HyundaiGetz » 29.07.2010, 08:53

Hatte ich auch schon... weiß nur nicht mehr genau wann es war.

Regnerisch, nasse Abfahrt, aber eigentlich ganz langsam gewesen (fahre die Abfahrt nicht so oft, deshalb fahre ich dann immer langsam) und plötzlich kam das Heck rum. Gut das niemand hinter, vor oder neben mir war. War schon ein Schock... aber nichts passiert.
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Beitragvon McKool » 29.07.2010, 09:43

Ich fahre eigentlich häufig "relativ" zügig durch die Kurven aber Übersteuern ist mir noch nie wiederfahren. Dass der Kleine ein wenig untersteuert kam aber schon ab und an mal vor. Ich bremse normalerweise auch nicht in den Kurven sondern davor und beschleunige dann ab Scheitelpunktüberquerung wieder.

Normalerweise neigen Frontgetriebene Fahrzeuge eher zum Untersteuern und sind auch daraufhin konzipiert, da das für unerfahrene Fahrer leichter zu beherrschen sein soll, weil das Auto dabei abgebremst wird und nicht zum "drehen" kommt, wie beim Übersteuern.

VG $t€v€
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Beitragvon waynemao » 29.07.2010, 12:20

Habe auch schonmal in Autozeitschriften von diesem Symptom gelesen, dass der Aygo auch mit dem Heck auskeilen kann.

Ich habe es (auf angemessener Strecke) auch schon öfter mal provoziert, aber über ein leichtes "Mitlenken" des Hecks kam ich nicht hinaus.

Auch unter recht kräftigem Bremsen in der Kurve habe ich nichts wirklich besorgniseregendes hervorrufen können.
(vergleiche hierzu auch das Fahren auf Schnee ohne ABS, da merkt man, dass die Hinterachse sehr stark unterbremst ist, das soll diese stabil halten beim Bremsen in Kurven)

Im Winter auf Schnee habe ich mal einen satten Drift hinbekommen, aber eher aufgrunde von Lastwechseln. Diese sind auch aufgrund des kurzen Radstands nicht so einfach abzufangen, aber unter normalen Umständen kommt das auch nicht vor.

Ich finde den Aygo unkritisch zu fahren.
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Beitragvon Berliner » 29.07.2010, 18:46

Durch den kurzen Radstand kann man beim ADAC Sicherheitstraining den Aygo beim Fahren auf der Kreisstrecke, auf der ein Gleitbelag ist, ganz hervorragend zum Schleudern bringen. Das hängt aber mit dem kurzem Radstand zusammen und wird anderen kurzen Fahrzeugen ähnlich sein. Ich habe den Aygo und ein größeres Fahrzeug im direkten Vergleich getestet. Wie schon gesagt, aufgrund des kurzen Radstandes bricht der Aygo etwas füher aus und läßt sich nur sehr schwer abfangen. ESP ist daher ein sinnvolles Zubehör. Als ich meinen Aygo gekauft habe, gab es das noch nicht und beim Smart ist es wohl Serie, nach dem unrühmlichen Elchtest.
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Übersteuern beim Bremsen…

Beitragvon majo » 25.08.2010, 16:02

Übersteuern beim Bremsen…

Hi, ihr,
Habe einen Aygo von 04/ 2007,
der nicht übersteuert.

Hatte mal einen Aygo des ersten Baujahrs Probe gefahren und
Übersteuern auf einem Feldweg abseits der StVO provozieren können.

Meine erste Reaktion: „So einen Sch… kaufe ich mir nicht!
Da kann ich auch bei meinem 93er Vectra bleiben!“
Denn mit dem war ich schon mal fast in den Acker geflogen.
Wegen Übersteuerns.

Inzwischen wurde aber das Fahrwerk des Aygo leicht modifiziert,
das Übersteuern tritt mit den „neueren“ Modellen nicht mehr auf,
mir ESP sollte sich das Problem eh erledigt haben…

Bei einem „Premium“-Sicherheits-Training beim ADAC
konnte ich es mit etwas Mühe schaffen,
dass mein 07er Aygo in schnell gefahrenen Kurven leicht übersteuerte,
aber das war GEWOLLT, um das UNTERsteuern zu vermeiden,
damit es noch ein wenig schneller ums Eck ging.

Würde ich im Bereich der StVO NIE, NIE, NIE machen,
denn die Reifen fangen eh schon recht früh an zu quietschen,
dann sind noch ungefähr 5 bis 10 km/h mehr drin,
bis der Wagen anfängt (kontrolliert) zu rutschen…

Danach bedeutet jeder km/h mehr: ABFLUG!!!

Weil man aber nie weiß,
ob wie bei larslarsen zum Beispiel der Fahrbahnbelag wechselt (???)
oder ob man vielleicht –warum auch immer- noch ein wenig stärker bremsen muss (???)
(kann ja im Bereich der StVO schon mal vorkommen!!!) *grins*,
sollte man sich diese „Reserve“ gönnen
und in Kurven ohne quietschende Reifen unterwegs sein.

Wie larslarsen schon gesagt hat:
Gegenlenken, ggf. bremsen und nach einem „Notausgang“ Ausschau halten,
um NIE, NIE, NIE in den Gegenverkehr oder gegen Bäume zu prallen.

Mein Tipp:
Sicherheitstraining buchen.
Kostet weniger als ein Kotflügel,
macht mehr Spaß und
das Auto leidet in der Regel nicht darunter.

Gute Fahrt – VLG – jo.
Manchmal kriege ich nicht das,
was ich will,
sondern etwas viel besseres.

(unbek. Verf.)

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Beitragvon borat86 » 27.08.2010, 09:55

Habe ich auch schon erlebt troz Tieferlegung und 195er vorne und hinten mit sehr gutem profil!
Das heck kann ausbrechen wenn man leicht auf der bremse steht in der kurve so wir das heck zu leicht und der wagen kann hinten ausbrechen!
Ich hatte das bisher immer unter kontrolle und fands auch noch lustig! :)
Aber eigentlich ist es so das man in der Fahrschule lehrn Langsam in die kurve und am scheitelpunkt beschleunigen (Auch im rennsport fährt man so) damit genau diese situation nicht auftritt.
Somit ist es ein fehler vom fahrer, aber der C1 aygo 107 wird schon sehr schnell hinten leicht!!
Bild-
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Beitragvon McKool » 27.08.2010, 10:33

Sodele, mich hat das ganze nicht wirklich losgelassen und ich hab mir die Woche mal einen unserer Fahrpfüfer und DEKRA-zertifizierten Fahrsicherheitsinstrukteure geschnappt, bin auf abgelegenes Terrain (bergab mit reichlich Kurven) und hab versucht den Aygo zum übersteuern zu bewegen.

Nach sage und schreibe 17 (!!!) Anläufen (immer die gleiche Kurve) hab ich es dann geschafft, dass das Heck leicht genug zum Ausbruch wurde. Aber nur kurz und auch nicht sehr stark. Ansonsten hat er immer angefangen zu untersteuern, also über die Vorderräder zu schieben.

Selbst dem Instrukteur gelang das nicht wirklich gut und auch erst nach mehreren Versuchen. Er meinte, dass es echt schwer wäre den Aygo zu übersteuern.

Ich nehme mal an, dass Tieferlegung und 195er Reifen da auch eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Ansonsten kann ich es mir nur noch so erklären, dass die Duplex-Anlage so schwer sein muss, dass mein Aygo hinten "unten bleibt" :lol:

Gruß $t€v€
Ich bin nicht dafür verantwortlich was du verstehst, nur für das was ich sage.
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Beitragvon Loki » 29.08.2010, 17:29

Berliner hat geschrieben:Durch den kurzen Radstand kann man beim ADAC Sicherheitstraining den Aygo beim Fahren auf der Kreisstrecke, auf der ein Gleitbelag ist, ganz hervorragend zum Schleudern bringen. Das hängt aber mit dem kurzem Radstand zusammen und wird anderen kurzen Fahrzeugen ähnlich sein. Ich habe den Aygo und ein größeres Fahrzeug im direkten Vergleich getestet. Wie schon gesagt, aufgrund des kurzen Radstandes bricht der Aygo etwas füher aus und läßt sich nur sehr schwer abfangen. ESP ist daher ein sinnvolles Zubehör. Als ich meinen Aygo gekauft habe, gab es das noch nicht und beim Smart ist es wohl Serie, nach dem unrühmlichen Elchtest.


Der kurze Radstand würde eher für ein Untersteuern sprechen, ins besondere in Verbindung mit dem Frontantrieb.
Und das tut zumindest mein C1 sehr oft, liegt aber an den bescheidenen Michelin, die bei Feuchtigkeit schnell an ihre Grenzen kommen.
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Untersteuern / Übersteuern

Beitragvon majo » 04.09.2010, 12:02

Hi,
"MAN" kann als Konstrukteur die Hinterachse einstellen,
wie man will.
I.d.R. für die Straße leicht untersteuernd,
weil es "sicherer" ist und
weil es leichter beherrschbar ist.
Gilt für Front- wie für Heck-triebler oder Allradler gleichermaßen.

Für "den Rennsport" wird eine Einstellung bevorzugt,
bei der in Kurven schon so früh wie möglich Gas gegeben werden kann.
D.h. beim Fronttriebler "mehr Grip" für die Vorderachse einstellen.
Dadurch muss "man" dann in Kauf nehmen,
dass das Fz. ev. mehr übersteuert,
was einem Profi aber nix ausmachen sollte.

Gruß - jo.
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Beitragvon xarumaniac2 » 04.09.2010, 18:38

bei 20 grad winterreifen sowiso die sind nur bis 6-7 grad mehr nicht! dan hast du ev keinen spoiler hinten odr? das heck bricht da shcneller aus jedenfalls meine meinung.. dazu bremsen ist logisch in der kurfe das da heck nach vorne kommt da soltest du nach 20 jahren wissen`? nicht?? ich fahre gerne bergpässe bin 2 mal bereits auf einen und da komm isch noch gern mal quer durch die kurfe abr kein driftn eher sliden und das ist absolut kein problem der C1 Original klebt am boden für diese kleinen pneus kannst du nur respekt sagen abr wenn man dan bilig pneus kauft ^^ dan bringt dir das beste auto nichts den der pneu ist das wo zwischen auto und strasse aufligt an pneus soltest du nicht sparen!!! und dazu slidend um kurfen zu kommen macht spass solange es übersichtlich ist und nimanden gefärdet
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Hi,

Beitragvon majo » 04.09.2010, 18:48

Hi,
endlich mal jemand,
der nicht nur den Unterschied kennt
zwischen Unter- und Übersteuern
und gar auch zwischen Driften und Sliden
sondern das mit einem Drilling auch schon mal ausprobiert hat!
Fein! Freut mich!

Meine Erfahrungen mit Driften beschränken sich auf
"überraschend aufgetauchte" Autobahnabfahrten,
da waren auch schon mal Geschwindigkeiten von über 80 km/h drin...
Außerdem habe ich im Frühjahr ein "Premium-Sicherheitstraing" besucht,
auf dem Übungsplatz waren aber kaum mehr als 70 km/h drin für meinen Aygo.
Ein BMW, in dem ich Beifahrer sein durfte,
schaffte an derselben Stelle OHNE Reifenquietschen fast 10 km/h mehr!
WoW!

Aber - wie gesagt -
NIE, NIE, NIE im Bereicht der StVO üben, gell?!

Gute Fahrt - VG - jo.
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Beitragvon xarumaniac2 » 04.09.2010, 19:01

gib mal auf youtube Gurnigel rennen ein :D da ist eine kleine berrennstrecke die 30min- 40 min von mir entfernt ist.

ich habe das sliden mit dem starlet geübt im winter kam es mal zuma usbruch -.- war froh hatte ich ihn im griff xD dann beim mr2 mittelmotor heckantrieb muste ich neu autofahren lehrnen ^^ das ist echt ein anderes fahren naja dann kaufte ich mir den C1 und muss sagen er super oke der nachteil beim sliden ist das er zu gummig ist wenn du halbquer kommst und du auf die gerade kommst, dann gibst du ja schon wieder volllast abr er kann die leistung nicht aufnemen da er dann nochmals zurückt wibt odr auf die andere seite schlägtr ^^ sportfedern würden das abr wieder beheben :D

wenn du das sliden im griff hast kannst den Bmw stehen lassen da sein heck schneller ausbricht er hat hinten am heck wo der antrieb ist zuwenig gewicht im bezug zu vorne ^^ und dann spulen die räder durch und der drift kommt ^^ der C1 von mir wenn du wirklich zu schnell in die kurfe gest rust er vorne gerade aus

oke so ab 80 wirds heikel ^^ abr wie gesagt der pneu kann da auch welten ausmachen ;)

ich weiss man sollte nie übrtreiben abr fahre nicht gern wenn ich mein auto nicht unter kontrolle habe und dafür muss ich erst übn ^^ sobald das gut ist fühle ich mich sicher den fals mal was sein könnte weis ich wie das Fz reagiert und das bringt auch schon viel ;) so wie die fahrerfahrung auch wenn die bei mir erst 3 jahre sein wird ^^

schöner abend noch lg nici
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Beitragvon busvwt4 » 04.09.2010, 20:21

wenn der kleine, bei dem kurzen radstand, hinten kommt, dann lass ihn doch einfach. :)
das geht auch wieder vorrüber, wenns den fuß vom gas nimmst!
dann wird das autochen wieder schön untersteuern.

ich denke das sollte kein problem für einen normalen autofahrer sein.......................oder
klar ist schon, das diese reaktion unangenehm ist, wenn das heck ausbricht.
jetzt wird der eine od. andere sagen: was erzählst du da?
wer ist schon "normal" ?
ich zumindest nicht, denn ich bin nur durch einen doofen, wirklich dooooooooooofen patzer an einer rennlizens vorbeigeschlittert.
gruß marco

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Übersteuern ist gefährlich

Beitragvon majo » 04.09.2010, 22:03

Erfahrungsbericht

Nach einer halben Mio. km und
rund einem Dutzend Fahrsicherheitstrainings (SHT) mit Motorrad und PKW passieren mir immer noch die einen oder anderen Missgeschicke.

Untersteuern
passiert leicht, wenn man „zu schnell“,
d.h. mit „nicht angepasster Geschwindigkeit“ auf eine Kurve zu oder in eine Kurve hinein fährt und dabei GLEICHMÄßIG und STARK bremst oder (mit einem Fronttriebler) beschleunigt.

Gegenmaßnahme:
Gas wegnehmen oder (stärker) bremsen.
Durch das verringerte Tempo entkommt das Fz. der gefährlichen Geschwindigkeit und das Fz. hört auf zu rutschen.
Es fährt wieder.

Kritische Maßnahme:
Leicht Gas geben oder viel Gas geben.
Die V.A. kann ohnehin schon nicht genügend Grip zum Lenken bereitstellen,
wenn jetzt noch „Beschleunigung“ stattfinden soll,
kann das nur zu Lasten des LENKENS gehen,
d.h. das Fz. untersteuert (= rutscht) noch mehr.

Glück im Unglück:
Die nicht blockierte HA hält das Fz. in der Spur,
man rutscht „gerade-aus“ weiter über die VA,
man rutscht aus der Fahrspur heraus,
man hat beim ev. folgenden Aufprall wenigstens die volle Knautschzone zur Verfügung (sei es nun der Gegenverkehr, der Straßengraben oder ein Baum).


Übersteuern
ist komplexer.
Die V.A. bleibt in der Spur,
hat noch genügend Grip.
Die HA hat nicht mehr genügend Grip,
die HA rutscht nach außen,
das Fz. stellt sich quer.

Unglücke:
- man fliegt QUER aus der Kurve
- man rutscht quer in den Gegenverkehr und hat leider nur 10cm Knautschzone (und hoffentlich einen Seitenairbag)
- man rutscht quer gegen einen Baum (da hilft je nach Tempo auch kein Airbag mehr)
- man rutscht quer in den Straßengraben und überschlägt sich (ist auch nicht lustig).


Gegenmaßnahmen:
VOLL BREMSEN.
Wenn die Kiste erstmal angefangen hat sich wegen des Übersteuerns zu drehen, ist es meist (aber auch nur meist!) eh zu spät.
Dann will man wenigstens die Aufprallgeschwindigkeit verringern.
Vielleicht hat man ja auch Glück im Unglück und schafft eine 180 Grad- oder eine 360 Grad- Drehung und kann so die „richtige“ Knautschzone nutzen.

GEGENLENKEN
…kann helfen,
vor allem, wenn man genug Platz hat.
Währenddessen BREMSEN,
um das Tempo und somit die Aufprallgeschwindigkeit zu verringern.

AUßERHALB der StVO würden PROFIS
eventuell nicht bremsen,
sondern nur gegenlenken…
SUPERPROFIS würden,
wenn genug Platz da ist,
sogar ein wenig Gas geben.
Das sieht man immer wieder bei „Rallye-Fahrern“.
Aber die haben das Übersteuern auch bewusst herbeigeführt,
um „noch schneller“ sein zu können.
ÜBERSTEUERN ist ein recht instabiler Fahrzustand und kann im Bereich der StVO sehr schlimme Folgen haben.
Auf der (Rallye-) Rennstrecke kann Übersteuern sinnvoll sein.

ERFAHRUNGSBERICHT:
Übersteuern mit meinem 93er Opel Vectra –A (Frontantrieb):
Eines Winters fuhr ich auf schneeglatter Land-Straße mit meinem Vectra mit unangepasster Geschwindigkeit auf eine Kurve zu.
Zu spät bemerkte ich,
dass es in der Kurve noch glatter als auf der Geraden war.

Ich war also schon etwas in der Kurve drin,
die Vorderräder eingeschlagen.
Erschreckt ging ich vom Gas.
Das Heck brach aus.
Der Wagen stellte sich quer.
Der Straßengraben kam näher.
Gegenlenken half nicht.
Ich gab Gas.
Die Vorderräder zogen den Wagen wieder gerade.
Das Übersteuern hörte auf,
der Wagen kam halbwegs gerade aus der Kurve raus.
Ich fuhr weiter.
Allerdings etwas langsamer.

Ach so – 14 Tage vorher hatte ich ein Intensiv- Sicherheitstraining (SHT) beim ADAC absolviert
und meinen Vectra SEHR GUT kennengelernt.
Ein SCH…Auto,
um es mal ehrlich zu sagen.
VIEL SCHLIMMER als alle Aygos zusammen.
Der Aygo ist richtig brav in Kurven und
verzeiht einem so manchen Fehler…
Der 93er Vectra –A nicht.

Was war mit dem Vectra passiert?
Zu spät bemerkte ich,
dass es in der Kurve noch glatter als auf der Geraden war.

-> hätte ich in diesem Moment VOLL auf die Bremse getreten,
hätte der Wagen nicht übersteuert sondern untersteuert,
d.h. die V.A. hätte nicht gleichzeitig LENKEN und BREMSEN können,
der Wagen wäre geradeaus aus der Kurve gerutscht.
Geradeaus in den Graben heißt:
Auto kaputt, Fahrer heile, keine weiteren Probleme.

Ich war aber schon etwas in der Kurve drin,
die Vorderräder eingeschlagen.
Erschreckt ging ich vom Gas.
Das Heck brach aus.

-> weil ich nur leicht verzögerte,
konnten die Vorderräder weiter die Spur halten.
Durch die dynamische Achslastverschiebung nach vorne
wurde die HA zu leicht und verlor so an Grip,
konnte die Spur nicht mehr halten und
fing an zu rutschen.
NACH AUßEN!

Der Wagen stellte sich quer.
Der Straßengraben kam näher.

GEGENLENKEN!
Leider blieb ich weiter nicht auf dem Gas und
ich bremste auch nicht STARK.
So konnte die V.A. weiter die Spur halten,
aber die HA rutschte weiterhin nach außen,
die Drehbewegung (Pirouette) wurde eingeleitet.

Gegenlenken half nicht viel.
Ich gab (etwas) Gas.
(Ich hätte auch VOLL auf die Bremse treten können,
dadurch hätte der Wagen UNTERsteuert usw. s.o.)

ABER durch das Gas geben wurde die „langsame“ V.A. schneller,
die HA also „relativ“ langsamer,
die Pirouette also verlangsamt,
das Übersteuern abgemildert.

Die Vorderräder zogen den Wagen wieder gerade.
Das Übersteuern hörte auf,
der Wagen kam halbwegs gerade aus der Kurve raus.

Allerdings ging ich damit ein erhebliches Risiko ein, denn…
- insgesamt verlangsamte sich das Tempo des Fz.‘s nicht,
d.h. die mögliche oder wahrscheinliche Aufprallgeschwindigkeit auch nicht…
- außerdem bewegte sich der Wagen weiterhin quer zur Fahrtrichtung,
bei einem Aufprall (auf wen oder was auch immer) hätte ich noch nicht einmal einen Seitenairbag gehabt…
- wenn es nicht geklappt hätte, wäre der Wagen in einer unkontrollierten Drehung geblieben, die ich NIEMALS hätte abfangen können.


Ich hatte Glück.
(Danke an das Instruktoren-Team vom ADAC!)
Ich fuhr weiter.

Gute Fahrt – VG – jo.
Manchmal kriege ich nicht das,
was ich will,
sondern etwas viel besseres.

(unbek. Verf.)

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