Aygo am Berg anfahren




Alles was ihr mit dem AYGO im Alltag erlebt, Lustiges oder auch Ärgerliches.

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Aygo am Berg anfahren

Beitragvon Paygo » 31.07.2016, 21:15

Hallo liebe Aygo Fahrer, seit 14 Tagen bin ich glückliche Besitzerin eines Aygo X-Play. Doch etwas bereitet mir Kopfzerbrechen. Obwohl ich schon seit 1988 Auto fahre (meist Opel und VW), fahre ich den neuen Aygo an wie eine Anfängerin, mein Mann empfindet das genauso. Die Kupplung kommt sehr sehr spät, im Schneckentempo setzt sich der Wagen mit spätem Gas geben im ersten Gang in Bewegung. Am Berg, oder auch nur an einer leichten Steigung, geht das kaum noch. Da muss man schon soviel Gas geben, dass sich der Aygo mit einem heftigen Hämmm-Motorgeräusch bedankt, sonst kommt der Zwerg nicht vom Fleck oder man droht ihn abzuwürgen. Besonders schlimm empfinde ich es, wenn man beim Linksabbiegen schnell um die Kurve möchte, weil sich gerade eine passende Lücke bietet. Hattet ihr auch dieses Problem am Anfang? Ich befürchte, dass ich mit dem zuviel Gas geben die Kupplung ruiniere. Wenn der kleine Wagen erst rollt, schaltet er sich wunderbar und dann macht Aygo fahren, besonders auf der Landstraße, einen Riesenspass. Im stop and go Stadtverkehr finde ich den Toyota schwierig. Wie sind euere Erfahrungen?
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von Anzeige » 31.07.2016, 21:15

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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon Ozzzzcar » 01.08.2016, 00:06

Huhu und erst mal Glückwunsch zum kleinen Flitzer.
Ging mir mit dem X-Play Touch anfangs ganz genauso. War sogar in der Werkstatt und habe gefragt ob man die Kupplung nachstellen könne.
"Das wäre so" wurde mir gesagt.
Zwischenzeitlich habe ich 8000 km auf dem Tacho und habe mich dran gewöhnt.
Auch wenn der Aygo nur mein Zweitwagen ist und ich ab und zu ein anderes Auto fahre- jetzt geht es. Ich und Aygo- wir haben uns wohl aneinander gewöhnt *grins*.

Also nicht verzagen. Üben. Man gewöhnt sich dran. Ist nämlich ein toller kleiner Flitzer....
LG


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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon ratcliffe » 01.08.2016, 07:20

Das sehe ich genauso, mit etwas Übung wird das schon.
Der Aygo-Motor ist sehr leicht und hat deshalb wenig Schwungmasse, dafür ist er sehr drehfreudig.
Meine Tochter hatte auch extreme Schwierigkeiten mit dem Anfahren. Sie kannte nur den Diesel-Fahrschulwagen und hatte sich daran gewöhnt, einfach die Kupplung loszulassen und dann fuhr das Auto los.
Beim Aygo muss man die richtige Balance zwischen Gas und Kupplung finden und beim Anfahren relativ viel Gas geben.
Dann gelingt es irgendwann, quasi aus dem Standgas loszufahren.
An Steigungen ist übrigens das Anfahren mit Handbremse leichter.
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon Paygo » 01.08.2016, 08:00

Danke für euere Antworten. Ich werde dann mal die Ruhe bewahren, und wenn der Motor mal ein sportliches Häämmm von sich gibt, ist es halt so. Wie ich im Forum lese haben wirklich mehrere Leute dieses Problem, tut aber gut sich mit anderen auszutauschen. Schönen Start in die Woche wünscht Chrissi
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon schattmayer » 01.08.2016, 11:56

Ja, die Aygo-Kupplung kommt ungewöhnlich spät. Das war bei mir auch so, bis zur 1. Inspektion nach 1 Jahr! Da wurde sie auf Normalmaß eingestellt im Rahmen der Inspektionsarbeiten. Da hatte ich mich gerade an den langen Weg gewöhnt, doch ich trauere dieser Einstellung nicht hinterher. Jetzt, da sie wesentlich früher kommt, bin ich dennoch nicht gefeit gegen ein unbeabsichtigtes Abwürgen. Ein kleines bisschen Gasgeben beim Kommenlassen wird man bei diesem Auto immer geben müssen um vom Fleck zu kommen.
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon waynemao » 01.08.2016, 13:54

Stimme meinen Vorrednern bei, man bekommt es schon hin mit etwas Übung, die Drillings-Kupplung ist allerdings nicht die einfachste in der Handhabung. Ein bisschen Gefühl und Konzentration braucht es hier immer...
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon wolfson » 02.08.2016, 10:11

Hallo Chrissie,
Paygo hat geschrieben:Die Kupplung kommt sehr sehr spät
Hauptproblem ist aus meiner Sicht, daß die Kupplung keinen gut fühlbaren Druckpunkt hat. Auch mir passiert es nach inzwischen über 220.000 km (mit der ersten Kupplung!) noch, daß ich nach längerer Pause (z. B. im Urlaub mit dem Großen oder ein paar Tage lang mit Mietwagen unterwegs), daß ich beim ersten Anfahren mit sehr hoher Drehzahl anfahre; wenn meine Frau, die im Alltag mit dem Großen unterwegs ist, den C1 fährt, denke ich mir immer "Warum gibt die so viel Gas?", bis mir einfällt, daß das ja an der Kupplung liegt. Also denke Dir nichts dabei, es ist definitiv das Auto!
Ein Entwickler von Kupplungsteilen, der selber einen Aygo fährt, meinte damals (2009) zu mir, das sei die schlechteste Kupplung, die er je erlebt hat.

Eine Freundin hatte uns kürzlich mit ihrem neuen C1 besucht; als sie wegfuhr, hörten wir, daß sich am Motor wohl nichts geändert hat: klingt immer noch so, daß mir mein Sohn jahrelang nicht glauben wollte, daß die Abgasanlage in Ordnung ist und das so gehört (wer braucht noch einen Sportauspuff für die Drillinge?); ich gehe daher davon aus, daß auch bei den neuen Modellen die Kupplung noch so ist wie bei den alten.

An Steigungen ohne Handbremse anfahren machst Du ja hoffentlich nicht, denn das verschleißt die Kupplung wirklich sehr stark (und ist mit den Drillingen mehr als eine Herausforderung). Dafür die Handbremse nicht beim Parken in der Ebene benutzen, sie könnte sonst festgehen (leider lernt man das in deutschen Fahrschulen total verkehrt).

Viel Spaß mit dem Kleinen wünscht wolf (der gestern anstandslos die neue TÜV-Plakette für den Kleine und den Großen bekommen hat)
C1 Advance Vulcanorot mit roten Rückleuchten, 5 Türen, Servolenkung, DZM, geteilter Rückbank, Pollenfilter!, EZ 06/2009, aktuell > 234.567 km (seit 01/17 neue Kupplung) + Citroen Evasion
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon ratcliffe » 02.08.2016, 10:39

wolfson hat geschrieben:Dafür die Handbremse nicht beim Parken in der Ebene benutzen, sie könnte sonst festgehen (leider lernt man das in deutschen Fahrschulen total verkehrt).

So schaut es leider aus.
Und noch etwas, das zumindest meine Kinder (meine ich) falsch gelernt haben:
Beim Heranrollen an eine rote Ampel auskuppeln und bremsen, anstatt herunter zu schalten und die Motorbremse zu nutzen,
an der roten Ampel sofort den 1. Gang einlegen und mit getretener Kupplung auf Grün warten - das Ausrücklager wird es garantiert nicht danken.

Mit der Aygo-Kupplung habe ich übrigens, auch nach Wechseln von anderen Fahrzeugen, überhaupt keine Probleme.
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon Francek » 02.08.2016, 19:35

Bevor Paygo jetzt noch mehr Tips zum Anfahren am Berg mit Handbremse erhält, hier der kleine Hinweis, dass ihr (und alle anderen) Aygo-X serienmäßig mit einer ins ESP integrierten Berganfahrhilfe kommt. Und die verträgt sich nicht mit der Handbremse, denn das Anziehen letzterer deaktiviert die Anfahrhilfe. Richtig geht es so: Fussbremse fest genug treten, um den Wagen am Berg zu halten. Gang einlegen, von der Bremse gehen und binnen knapp 3 Sekunden die Kupplung kommen lassen. Fertig. Den Rest erledigt die Anfahrhilfe, vorausgesetzt man steht am Berg, die Handbremse wird nicht verwendet und der eingelegte Gang passt (1. Gang bei nach oben zeigender Fahrzeugfront, Rückwärtsgang bei nach unten zeigender Front).
Interessanterweise scheint die Erklärung der Berganfahrhilfe in der Betriebsanleitung vergessen worden zu sein. Aber sie funktioniert nachweislich.

Francek, dessen Tochter in ihrem Aygo-X zunächst auch die in der Ausstattungsliste versprochene Berganfahrhilfe vermisste, da nichts auf ihre Aktivierung hindeutet - außer dem Faktum, dass der Wagen erst nach 3 Sekunden wegzurollen beginnt.
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon Paygo » 02.08.2016, 19:56

Danke euch allen für euere Tipps. Bin heute früh schon 65 km Aygo gefahren, perfekte Fahrt. Ich würge den Wagen nicht ab und bekomme auch keinen Gruß vom Getriebe (dieses krrk). Der kleine Brummer ist schon recht zuverlässig. Da wir hier auf dem Flachland wohnen, muss ich mal sehen wie sich das Anfahren am Berg in Zukunft gestaltet, danke für den Hinweis auf die Berganfahrhilfe. Und was ratcliffe schreibt: ich glaube so fahren ganz ganz viele Leute. Euch allen allzeit gute Fahrt.
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon bluedog » 03.08.2016, 00:01

Den Gruss vom Getriebe bekomme ich sogar mit Automat hin. Man sollte sich nicht zu schnell in die Hose machen bei sowas... bei mir geht das jetzt seit 91'000km gut. So unglaublich schlimm kanns also nicht sein, denk ich mal.

Anfahren am Berg: Wer braucht denn mehr als drei Sekunden, um die Kupplung kommen lassen, und wer hat denn nicht gelernt, mit Handbremse anzufahren? ...Ich glaub ich raffs langsam, warum Fahrer mit D aufm Nummernschild durch die Bank überfordert sind in den Alpen.

Ich weiss, ich gehöre selber zu denen, die sich über die fehlende Rückrollsicherung beschweren (weils halt die Wandler vorher ein halbes Jahrhundert viel besser konnten und es deshalb nur als Rückschritt gelten kann), aber selbst ohne Rückrollsicherung und ohne Handbremse kann man am Berg anfahren, ohne zurückzurollen. Entweder, indem man geschickt mit Gas, Bremse und Kupplung umgeht, oder indem man schlicht schnell genug aufs Gas latscht nachdem man von der Bremse runter ist. Jedenfalls geht das bei der Automatik, deren Kupplung aber auf keinen Fall flinker ist als wenn man selber gut kuppeln würde.
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon Flat Eric » 03.08.2016, 16:39

Was für ein Unsinn hier ....
der Hill Holder ( neudeutsch : Berganfahrhilfe ) funktioniert astrein , man muss keine 3 sec. warten , Blödsinn das , die Bremse löst sofort automatisch wenn die Kupplung greift und Vortrieb da ist , das kann auch nach 0,1 sec. sein , je nach Bediener . :roll:
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon ML aus H » 03.08.2016, 18:21

wolfson hat geschrieben:..............An Steigungen ohne Handbremse anfahren machst Du ja hoffentlich nicht, denn das verschleißt die Kupplung wirklich sehr stark (und ist mit den Drillingen mehr als eine Herausforderung). Dafür die Handbremse nicht beim Parken in der Ebene benutzen, sie könnte sonst festgehen (leider lernt man das in deutschen Fahrschulen total verkehrt)......

Ich fahre jetzt seit über 42 Jahren PKW und ziehe immer die Handbremse an. Mir ist noch nie eine fest gegangen. Auch im Bekanntenkreis, wo fast jeder Angst vor einer festgehenden Bremse hat und deshalb sie nur selten benutzt, ist es auf Nachfrage noch keinem passiert. Man kennt es nur vom Hörensagen.
Was ich allerdings festgestellt habe ist, dass diejenigen, die die Handbremse selten bis nie benutzen, bei der HU damit mehr Probleme haben.
Grüße
Michael
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon bluedog » 03.08.2016, 18:22

Wer hat denn behauptet, der Hillholder funktioniere nicht?

Wenn ich recht gelesen hab, niemand. Ergo bist für einmal Du der, der Unsinn verzapft, vermutlich weil Du Unsinn gelesen hast...
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Re: Aygo am Berg anfahren

Beitragvon Bernd » 05.08.2016, 17:20

ML aus H hat geschrieben:Ich fahre jetzt seit über 42 Jahren PKW und ziehe immer die Handbremse an. Mir ist noch nie eine fest gegangen. Auch im Bekanntenkreis, wo fast jeder Angst vor einer festgehenden Bremse hat und deshalb sie nur selten benutzt, ist es auf Nachfrage noch keinem passiert. Man kennt es nur vom Hörensagen.
Was ich allerdings festgestellt habe ist, dass diejenigen, die die Handbremse selten bis nie benutzen, bei der HU damit mehr Probleme haben.


Hallo,
so ganz abwegig ist das aber nicht! Wenn man den Wagen mit heißgefahrenen Bremstrommeln (hinten) abstellt und die Handbremse dann anknallt (manche habe da kein Gefühl - die ziehen wie die Ochsen an dem Hebel), können sich die Trommeln (wenn man hinten Trommelbremsen für die Handbremse hat) beim Abkühlen verziehen. Und ich habe selbst schon erlebt, dass sich die Beläge erst nach einigen Metern gelöst haben, nachdem der Wagen 1 Woche in feuchter Wittreung gestanden hat.
Und nur das Betätigen der Handbremse im Stand löst die HU-Probleme nicht immer! Man sollte die Handbremse bei der Fahrt gelegentlich mal für einige 100 Meter ziehen, damit sich die Beläge auch freischleifen können (aber mit Gefühl, sonst kann das ins Auge gehen).
Gruß
Bernd
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