5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?




Alles was ihr mit dem AYGO im Alltag erlebt, Lustiges oder auch Ärgerliches.

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5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon LordCroft » 25.10.2014, 16:02

Moin!

Ich war die Tage bei der kostenlosen Voruntersuchung für den TÜV und wurde unsaft überrascht: Die Bremsscheiben und -klötze seien vorn derart hinüber, dass es mit dem TÜV nix werde. Der Werkstattmeister meinte, dass die Bremsen so im Eimer seien, weil ich so wenig fahre (idR 2000km / Jahr) und der Rost auf den Scheiben dadurch nicht mehr abgeschmirgelt werden könne. Für den Austausch der beiden Scheiben und einem Satz Klötze berechnet die freie Werkstatt mit Montage 280 Euronen.

Ist das angemessen?

Außerdem erfuhr ich, dass es an diversen Stellen starken Kantenrost gebe, was er auf die mangelhafte Qualität vieler Autos zurückführte, die zu Zeiten der Abwrackprämie verkauft worden sind (BJ 2009). Rost an einigen Teilen und im Motorraum hatte ich bereits entdeckt, als der Wagen mal auf der Bühne war, doch die Aussage, dass ich in den nächsten Jahren wahrscheinlich große Probleme damit kriegen werde, kam schon überraschend zumal ich den Kleinen schon noch einige Jahre fahren wollte. Auch mit einer Wachsbehandlung sei nicht mehr viel zu machen.

Gruß
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von Anzeige » 25.10.2014, 16:02

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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon waynemao » 25.10.2014, 16:47

Steht der Wagen draußen oder dauerhaft auf feuchtem Untergrund?

Hast du ab und an mal Unterbodenwäschen machen lassen? Speziell nach dem Winter?

Meiner ist auch aus 2009, steht nur draußen und hat keinen Kantenrost.

Wachs hilft aber immer - auch jetzt noch. Und wenn es den Rost nur verlangsamt.
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon LordCroft » 25.10.2014, 19:23

waynemao hat geschrieben:Steht der Wagen draußen oder dauerhaft auf feuchtem Untergrund?

Hast du ab und an mal Unterbodenwäschen machen lassen? Speziell nach dem Winter?
.

Draußen am Straßenrand, sprich nicht dauerfeucht.
Eine Wäsche habe ich nie machen lassen - ironischerweise genau aus Sorge vor Rost.

Da deiner auch ein 2009er ist: Musstest du schon was an den Bremsen machen lassen?
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon waynemao » 25.10.2014, 19:37

Nein, noch die Ersten, jetzt 80.100km. Aber die Scheiben sind bald fällig...

Wie darf ich das verstehen? Ist das Auto nie gewaschen worden :mrgreen: ? Oder nur keine Unterbodenwäsche?
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon bluedog » 25.10.2014, 19:57

Der Preis für die Bremsen ist sicher angemessen.

Da meine mal demnächst auch fällig werden, hab ich schonmal nach Ersatzteilen gesucht. Scheiben und Beläge sind allein bei gut 100CHF im günstigsten Fall. Man kann durchaus auch das Doppelte ausgeben, wenn man will, und hat noch keine Originalteile gekauft.

Ein allenfalls benötigter Reparatursatz für die Bremssättel und Kleinmaterial wie Schmierfett oder Bremspaste ist da noch nicht dabei. Und dann machts auch noch Arbeit, im günstigsten Fall, d. H. wenn nichts festgerostet ist und nicht zu viel entrostet und gängig gemacht werden muss, ist das ne halbe Stunde Arbeit pro Seite, wenn man ne Hebebühne hat und nen Schlagschrauber und so.

Zum Rost: Überrascht nicht, da ist ja noch nicht mal Unterbodenschutz drauf ab Werk. Die Hohlräume sind erst recht leer. Würde mich nicht wundern, wenn da drin ausser Grundierung an manchen Stellen nichts wäre.
Wachs hilft immer. Profis behaupten aber gern anderes, weil sie nicht für Vorschäden haften wollen oder die Sauerei scheuen.

Meine Empfehlung: Bei der Versiegelung dabeisein, oder selber machen. Je nach Motivation der Werkstatt geht da gern mal was vergessen, und vier Augen sehen mehr als zwei. Ausserdem solte man vorhandenen Rost zuerst so gut es geht entfernen (je nach Verwesungsgrad mindestens mit Drahtbürste, oder aber mit der Schleifscheibe...), Rostumwandler drauf, Löcher zuschweissen, und grundieren. Dann versiegeln.

ps: Bremsenteile kosten Geld. Eventuell kann man sparen, wenn man die Preise für Toyota, Peugeot und Citroën vergleicht. Das selbe muss nicht gleichviel kosten, und in der Branche haben Preise längst nicht mehr mit den Kosten zu tun. Es kost immer soviel, wie man glaubt, dafür verlangen zu können. Nie soviel wies wert ist.

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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon Turbotobi » 25.10.2014, 21:20

Hi,

wenn du so wenig fährst ist es leider normal das die Bremsen sehr schnell runter sind,eben nicht wegen verschleiß sondern wegen des Rost. Sei froh das die Drillinge hinten Trommelbremsen haben,die sind in der Beziehung sehr viel unkomplizierter. Beim Yaris sind sehr oft auch die hinteren Bremsen von Rost betroffen.

Online findet man Bremsscheiben und Klötze für ~100€ in durchaus ordentlicher Qualität. Einbau sollte wenn nix ungewöhnliches dran ist kaum mehr als 45 min dauern. Ich denke mit etwas suchen findest du auch ein günstigere Angebot als 280€ überzogen ist der Preis aber auch nicht.

Was den Rost angeht muß man leider sagen,das die Drillinge nun mal als billig Auto konzipiert sind. Eine Lebensdauer von 15 oder gar 20 Jahren ist da nicht wirklich vorgesehen. Ich schließe mich aber der Meinung hier an,eine Konservierung bringt immer noch was. Entfernen des Rosts vorher wäre zwar Sinnvoll steht aber wahrscheinlich in keiner Relation zu den Kosten.

Gruß Tobias
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon Wundertüte » 26.10.2014, 09:26

Hallo LordCroft,
vielen Dank für deinen Beitrag "5Jahre und schon eine Rostlaube ?", der es mir erspart hat ziemlich genau die selbe Frage zu stellen. Ich habe gerade am Aygo ( Bj 2010 ) Bremsscheiben und Klötze wechseln lassen bei 53000 Km. Kosten : 268 € . Nicht bei meinem üblichen Toyota Autohaus sondern bei einem Autohaus das zwar auf Toyota spezialisiert aber eben nicht mit Toyota verbandelt ist. Der Meister hat es selbst gemacht und mir die alten Scheiben gezeigt . Die waren selbst für mich als Laien vollkommen hinüber (Rost) und auch total heruntergefahren. Der Aygo steht bei jeder Witterung im Freien und wird viel Kurzstrecke gefahren. Die Scheiben kosten im Internet 30€ pro Stück, verrechnet wurden mir 60 pro Stück. Im ersten Moment ärgerlich aber an den Ersatzteilen wird eben verdient. Hatte mich vorab über die Preise informiert und bin mit der Größenordnung vollkommen zufrieden. Die Preise sind eben auch regional verschieden.

Zum Rost : hatte neulich den Aygo auf meine Auffahrbühne gestellt um die Auspuffaufhängung am Tofp hinten anzuschweißen, da diese beinahe durchgerostet war. Bei dieser Gelegenheit habe ich den Unterboden inspiziert. Einige rostige Stellen durch Steinschlag habe ich gleich beseitigt. Der Gesammteindruck war eher positiv. Im Winter reinige ich an öffentlichen Waschanlagen öfters den Unterboden mit dem Hochdruckreiniger, nach der Schnee + Salzperiode sowieso.

Ich war der Ansicht so langsam mal was am Unterboden zu machen ( Wachs) und habe mit dem "Fachmann" vom Autohaus darüber gesprochen . Dieser war der Ansicht, dass es absolut nicht nötig wäre was zu machen, weil Toyota die wichtigsten Stellen
schon behandelt hätte. Ihm sei beim Aygo von großen Rostproblemen nichts bekannt, wenn überhaupt solle man an den Verbördelungen und Überschneidungen etwas Wachs aufbringen.

Meine Erfahrung mit Rost war seither die : lässt man es zu lange schleifen, dann kann es wirklich heftig werden. Ich werde am Unterboden auch gegen den Rat des Fachmanns Wachs anbringen.
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon AygoHgn » 26.10.2014, 11:23

Mein Aygio ist 2 Jahre alt 20000 km gelaufen die Bremsscheiben sind stark angesammelt und der Auspuffhalter auch. Bei den meisten Autos dich hatte habe ich die Bremsen erst bei 100000 gewechselt und dann auch nur Beläge weil die Scheiben noch gut waren. Aber ein Auspuff brauchte ich nie wechseln ggf. schweißen der hier wird nicht lange halten baue mir Anfang 2015 ne Edelstahlanlage unter. Aber die Bremsscheibe muss bald neu die Beläge sehen top aus aber die muss ich ja dann auch wegschmeissen. Ich kann zum Glück die Bremsen selber wechsel und spare viel Geld.
Gruss
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon Edition 2011 » 26.10.2014, 14:01

Als ich meinen im Dezember 2011 gekauft habe, habe ich ca. 5 Dosen Unterbodenwachs auf den Unterboden,Achse usw. aufgesprüht.Heute nach den Reifenwechsel alles nochmal inspiziert,Fazit; 0-Rost,nichtmal Kanten/Flugrost am Unterboden oder der Hinterachse.
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon Aygo2011 » 27.10.2014, 10:39

Mein Aygo ist jetzt 8 Jahre alt und am Unterboden ist kein Rost. Als ich ihn vor 3,5 Jahren gekauft habe, wollte ich beim Service auch gleich den Unterbodenschutz machen lassen, war aber so viel drauf, laut Werkstatt, dass es nicht nötig war. Ich mache immer nach der Wintersaison eine Unterbodenwäsche, mehr sollte man laut Fachleuten auch nicht machen, da man damit dem Rost noch mehr Tür und Tor öffnet.

Die Bremsen waren bei meinem nach 30.000 hinüber, aber da waren die Vorbesitzer dran Schuld und heuer mussten die Radbremszylinder getauscht werden, da diese undicht waren. Am meisten kostete hier aber das Material und nicht die Arbeitszeit was ja mal ganz ungewöhnlich war.
Zuletzt geändert von Aygo2011 am 27.10.2014, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon LordCroft » 27.10.2014, 12:29

Einen Tag nicht online und so viele Antworten. Thx! :)

Habe mir heute, als ich meinen "Rosti" ohnehin in die Werkstatt gebracht habe (kleiner Unfallschaden, zahlt die Gegenseite), mal eine Zweitmeinung direkt von Toyota geholt. Auch die sehen den Zustand der Bremsen kritisch. Motorseitig sind die wesentlich rostiger, als bei einem flüchtigen Blick von außen durch die Löcher der Felge. Die müssen wohl unbedingt gemacht werden. Laut Angebot werden übrigens 115 für zwei Scheiben, 60 für eine Satz Belege und 56 für die Montage berechnet (Netto).

In einigen Anleitungen im Netz, z.B. , sieht die Austausch der Bremsen recht einfach aus. Habt ihr da Erfahrungen mit?
Was den Rost insgesamt angeht, so werde die Tage mal eine Werkstatt besuchen, wo der Autobesitzer selbst Hand anlegen darf und dann alles mal genau anschauen.


Immerhin habe ich vor zwei Jahren den Grund für die andauernde Feuchtigkeit behoben: Die berühmte undichte dritte Bremsleuchte. Man konnte richtig sehen, wie dahinter Wasser entlang gelaufen war. Dichtband hat das Problem immerhin gelöst. :mrgreen:
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon bluedog » 27.10.2014, 17:56

Bremsscheiben und Beläge zu wechseln an sich ist nicht schwer. Ich habe das (allerdings nicht bei den Drillingen) auch schon selber gemacht. Im Prinzip reicht dafür ein Schraubenzieher, eine Schraubzwinge und ein Ratschenkasten, nebst Wagenheber und den Ersatzteilen. Ein Schlagschrauber ist hilfreich.

Die Bremse sah soweit auf den Fotos im Link erkennbar, genau gleich aus, abgesehen davon, dass die Drillinge innenbelüfete Bremsscheiben haben...

Was man auch noch da haben sollte, ist eine Drahtbürste und passendes Fett für die Sattelbolzen.

Allerdings empfehle ich das erste mal dafür zu sorgen, dass jemand da ist, der weiss, wies sein muss. Ist immerhin ein sicherheitsrelevantes Bauteil. Es bietet sich die Fahrt in eine Selbsthilfewerkstatt an. Die haben dann auch ne Hebebühne, wo man schneller, bequemer und rückenschonender arbeiten kann.

ps: Je nach dem, wie viel Rost da ist, kann das aber ganz schön viel Arbeit sein... Zwischen 45min. und einem guten halben Tag ist alles drin, auch abhängig von der vorhandenen Ausrüstung.
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon miro » 31.10.2014, 09:21

Hallo,

nun, erstmal zu den Bremsen, wenn du keine Ahnung hast, dann Finger weg. Lass es in der Werkstatt machen, oder von jemandeichtn der Ahnung hat.
Möglichkeit wäre in der Hobbywerkstatt mit einem Meister oder Mechaniker zusammen. Da bist du auf jeden Fall gut beraten.
Beim Zerlegen kann evtl. was kaputt gehen bzw. beim Einbau. Meine Empfehlung an dich wäre es einfach machen lassen, da bist du auf der sicheren Seite. :wink:

Ein Auto sollte auch fahren und nicht stehen. Dafür sind Automobile auch gebaut worden. :wink:
Bewegt sich das Fahrzeug nicht, leiden nicht nur die Bremsen drunter, aber auch der Motor, Getriebe, Auspuff (Kurzstrecke), Reifen, Achsen usw.

Wer seine Auto nicht pflegt hat das Nachsehen. Klingt hart ist aber so. Ich bereite Autos auf und da kommt mir schon der eine oder andere Kandidat in die Finger. Ich hatte schon mal Fahrzeuge die nicht älter als 3 Jahre waren und rosten. Grund, null Pflege!
Möchte niemanden zu Nahe treten, aber manche sind einfach zu faul das Auto 2 mal im Jahr zumindestens aufzupolieren und zu versiegeln. Und beim Aygo ist das wirklich nicht viel Auffwand :D

Für eine Versiegelung ist es nie zu spät.

Gruss

miro
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Re: 5 Jahre alt und schon eine ROSTlaube?

Beitragvon bluedog » 31.10.2014, 11:34

miro hat geschrieben:nun, erstmal zu den Bremsen, wenn du keine Ahnung hast, dann Finger weg. Lass es in der Werkstatt machen, oder von jemandeichtn der Ahnung hat.


Wenn sich jeder an den gut gemeinten, aber eben nicht wirklich unumstritten guten Rat hielte, woher kämen dann nach einer oder zwei Generationen die, die Ahnung haben?

Fakt ist: Bremsen sind Sicherheitsrelevant. Deshalb schraubt man beim ersten mal sicher nicht ohne fachkundige Hilfe dran rum.

Fakt ist aber auch, dass das einfache, simple Mechanik ist, mit ein klein wenig Hydraulik dazu, welch letztere man aber nicht anfasst, wenn es nur darum geht, Beläge und Scheiben zu tauschen. Manch andere Reparatur ist mechanisch anspruchsvoller, und man lässt Selberschrauber ohne solch eindringliche Warnungen schrauben. Warum eigentlich? So verdammt ungefährlich ist es auch wieder nicht, wenn man beispielsweise vom eigenen Rad überholt wird, oder mit Motorschaden auf der linken Autobahnspur und BMW keine 5 Meter hinter einem endet...

Fakt ist also eben auch, dass man grundsätzlich wissen sollte, was man tut, wenn man an Autos schraubt. Meine Erfahrung mit Profis ist jedoch derart durchzogen, dass ich lieber einem passionierten Hobbyschrauber mein Geld gebe, dem helfe und dabei viel lerne, als dass ich mein Auto unbeaufsichtigt einem Mech überlasse, den ich je nach Werkstatt nie zu Gesicht bekomme, und der nach >15Jahren Berufserfahrung entweder Opfer seiner Routine oder schlicht seiner nachlassenden Motivation wurde, wenn ich Pech habe.

Jedenfalls fällt mir auf, dass Selberschrauber oft die allerältesten Karren fahren, die vielleicht sogar völlig verranzt aussehen, aber die Dinger technisch in besserem Zustand sind, als so mancher Neu- oder Fast-neu-Wagen. Ich sags mal so: An guten Profis, die Ahnung haben liegt das höchst selten.

miro hat geschrieben:Möglichkeit wäre in der Hobbywerkstatt mit einem Meister oder Mechaniker zusammen. Da bist du auf jeden Fall gut beraten.


Vernünftige ID!


miro hat geschrieben:Beim Zerlegen kann evtl. was kaputt gehen bzw. beim Einbau.


Beim Schrauben kann grundsätzlich immer mal was kaputtgehen, schon nur weil man in der Regel nicht an Neuwagen schraubt und es mit solcher Unbill wie Rost oder sprödem Kunststoff zu tun bekommen kann. Kein Grund, nicht selbst Hand anzulegen. Auch Profis machen mal was kaputt. Ist unvermeidlich, und kein ausreichender Hinderungsgrund.

miro hat geschrieben:Meine Empfehlung an dich wäre es einfach machen lassen, da bist du auf der sicheren Seite. :wink:


Auf der sicheren Seite ist man erst, wenn man es machen lässt, und dabei zugucken darf. So meine Erfahrung. Nur, damit das Vieraugenprinzip was bringt, muss man ein klein wenig Ahnung haben, und wenn man die sich erstmal angeeignet hat, ist es kein grosser Sprung mehr, selber zu Schrauben.

miro hat geschrieben:Wer seine Auto nicht pflegt hat das Nachsehen. Klingt hart ist aber so. Ich bereite Autos auf und da kommt mir schon der eine oder andere Kandidat in die Finger. Ich hatte schon mal Fahrzeuge die nicht älter als 3 Jahre waren und rosten. Grund, null Pflege!


Kann schon sein. Allerdings ist der Grund für Rost meist fehlender oder mangelnder Korrosionsschutz. Hat mit Pflege eher wenig zu tun, jedenfalls muss die nicht über das Ausbessern von Lackschäden hinausgehen und das Schmieren der richtigen Stellen, um Rost zu vermeiden, wenn denn der Korrosionsschutz ab Werk was wert ist. Bei den Drillingen ist das entschieden nicht der Fall.

miro hat geschrieben:Möchte niemanden zu Nahe treten, aber manche sind einfach zu faul das Auto 2 mal im Jahr zumindestens aufzupolieren und zu versiegeln.


Zum Beispiel ich. Ist aber nicht so ein grosses Problem, es sei denn, man will das Auto verkaufen.

Eine Politur hat nur Optische Auswirkungen. Selbst völlig blinder, ausgeblichener Lack schützt vor Korrosion, solange unbeschädigt.

Und sofern mit Versiegelung eine solche des Lacks gemeint ist, so ist auch das eher aus optischen als aus Gründen des Korrosionsschutzes vorteilhaft... Das Blech an sich ist zufrieden, sobald kein Sauerstoff mehr rankommt.
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