Erfahrungen mit Toyota Kulanz?




Hier könnt ihr euch über eure Erfahrungen mit dem Aygo auslassen!

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Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon LordCroft » 28.12.2013, 13:38

Moinsen Aygo-Fahrer/innen!

Ich habe einen wenig gefahrenen 2009er Aygo, der die empfohlenen Inspektionen mitgemacht hat (1./2. bei Toyota, dann bei freier Werkstatt) und in der Garantiezeit keine Mängel hatte. Nach den 3 Jahren Garantie traten jedoch diverse Mängel / Probleme auf:

-Regelmäßig Wasser im Kofferraum rechts, was sich in den letzten 2 Monaten stark verschlimmert hat. In den letzten 4 Tagen ist eine dicke Tageszeitung klatschnass geworden.
-Häufig Feuchtigkeit (viele Tropfen) im Becherhalter und auf der weichen Ummantlung am Schaltknüppel (wohlgemerkt OHNE je einen Becher dort abgestellt zu haben). Sitze und Fußmatten sind jedoch trocken.
-Beim letzten Waschgang spritzte es auf der Fahrerseite rein, als der "Waschmann" mit dem Drucksprüher den Schmutz anlöste (Fenster / Tür waren natürlich zu!)
-Alle Scheinwerfer sind nach feuchten Tagen oft beschlagen und scheinen undicht
-Verrostete Halterung des Auspuffs und einiger Teile im Motorraum
-Abstandshalter der Heckklappe wackeln
-Fensterheber auf der Beifahrerseite hat immer wieder Aussetzer
-Starke Korrosion an Antennenfuß und -halterung, was den Radioempfang sehr verschlechtert
-Motorhaube scheint nicht richtig zu sitzen, jedenfalls ist vorne rechts sehr viel Dreck reingekommen
-Viel Grünspan an Unterkante des Fahrerfensters und an Heckleuchten

Will mich deswegen an Toyota wenden und um Kulanz bei der Behebung der Mängel bitten. Hat da jemand Erfahrung mit? (=Erfolgsaussichten, Art der Kulanz,...)

Mein örtlicher Händler wollte schon mal nichts davon wissen und veranschlagte allein für das Problem mit dem Wasser im Kofferraum gleich mal ca. 600 Euronen.
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von Anzeige » 28.12.2013, 13:38

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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon miro » 28.12.2013, 14:04

Eins kann ich dir sagen, du bleibst auf deinen Kosten sitzen. KD in der freien Werkstatt. Das sieht Toyota schon gar nicht gern.
Ausserdem bist du schon aus der Garantie draussen. Einziges was durchkommen kann ist Rost an deinem Antennenfuß. Hier könntest du Glück haben.
Ausserdem kommt es auch auf einen Händler an, wie er seine Kulanzanträge durchsetzt und so wie ich das bei dir lesen kann, warst du nicht besonders lange bei deinem Toyohändler, also wird da wohl nichts. Sorry
Ich bin in meiner Vertragswerkstatt über 12 Jahre, da sieht das schon etwas anders aus.

Gruss
Zuletzt geändert von miro am 28.12.2013, 15:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon waynemao » 28.12.2013, 14:55

Bisher wurde bei mir auch anstandslos getauscht (zwei Mal Endschalldämpfer, der letzte genau bei Ablauf der 3 Jahres-Garantie).

@ miro: Vier Jahre aus der Garantie? Bei einem 2009er Aygo :drunken: ?

Was natürlich nie klappen kann ist der Grünspan. Das ist mangelnde Pflege und kein Garantiefall.

Insgesamt schon eine recht lange Liste, nicht gerade im Handumdrehen zu regeln. Kann mir vorstellen, dass der Händler erst einmal ausweicht...
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon miro » 28.12.2013, 15:51

waynemao hat geschrieben:
@ miro: Vier Jahre aus der Garantie? Bei einem 2009er Aygo :drunken: ?


Hi, hi, schon geändert. DANKE :oops: :wink:

Gruss
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon Edition 2011 » 28.12.2013, 17:14

Ist dein Aygo schon ein Facelift ??
-Starke Korrosion an Antennenfuß und -halterung, was den Radioempfang sehr verschlechtert....hab bei meinen geschaut,der Antennenfuss ist bei meinen aus Kunstoff,was soll da rosten??
Das mit dem Wassereintritt schein Toyota nicht in Griff zu bekommen,es betrifft alle Aygos verschiedener Baujahre.Es gibt aber viele die nicht betroffen sind,ein Zeichen für schwankende Qualität.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon schrubber » 29.12.2013, 10:38

Viel Hoffnung kann ich dir da nicht machen- als mein Aygo gerade aus der Garantie raus war, fiel der Auspuff ab. Kulanz= null, obwohl der Aygo immer pünktlich beim Vertragshändler gewartet wurde. Dasselbe Spiel bei meinem Prius: Dessen Magnesiumfelgen hatten heftig Korrossion angesetzt. Gerade erst aus der Garantie raus, gab es trotz lückenloser Wartung beim Toyotahändler null Kulanz. Da mir die Wartung beim Vertragshändler nach Ende der Garantiezeit offensichtlich null Vorteile bringt, fahre ich seitdem zur freien Werkstatt meines Vertrauens.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon LordCroft » 29.12.2013, 12:43

Viele Antworten, danke schon mal. :-) Dann mal eins nach dem anderen:

miro hat geschrieben:Eins kann ich dir sagen, du bleibst auf deinen Kosten sitzen. KD in der freien Werkstatt. Das sieht Toyota schon gar nicht gern.


Ist halt der Fluch, wenn man Student ist. Nachdem Geld noch immer nicht auf Bäumen wächst bin ich nicht bereit die absurd hohen Arbeitslöhne von Vertragswerkstätten für eine vergleichbare Leistungen zu zahlen.

Edition 2011 hat geschrieben:Ist dein Aygo schon ein Facelift ??
-Starke Korrosion an Antennenfuß und -halterung, was den Radioempfang sehr verschlechtert....hab bei meinen geschaut,der Antennenfuss ist bei meinen aus Kunstoff,was soll da rosten??


Korrektur: Nicht der Fuß selbst, sondern das Metallgewinde im Inneren des Fußes. ;-)

Was meinst du mit Facelift?

waynemao hat geschrieben:Was natürlich nie klappen kann ist der Grünspan. Das ist mangelnde Pflege und kein Garantiefall.


Was das Fenster angeht stimme ich dir da generell zu. Allerdings habe ich den auch teilweise im Inneren der Rückleuchten und der Kennzeichenlampen. Das deutet für mich auf schlechte Dichtungen hin.
Was ich mich außerdem frage: Woran kann es liegen, dass der am Fenster nur auf der Fahrer- nicht aber auf der Beifahrerseite auftritt? (Umwelteinflüsse unterscheiden sich nicht)
Und: Gibt es empfehlenswerte Mittel dagegen?


Generell habe ich das Problem, dass noch keine langfristige Händler-Kunde Beziehung möglich ist, weil es mein erster Toyota ist. Der ursprüngliche Verkäufer hatte zudem gleich 2x versucht mich zu abzuzocken, weshalb ich ihn meide und die ersten Inspektionen bei einer anderen Vertragswerkstatt hatte machen lassen.

Auch wundere ich mich sehr über die hier im Forum oft beschriebenen zahlreichen Mängel beim Aygo. Wenn ich da an mein erstes Auto denke, ein beim Kauf schon 14 Jahre alter Mazda 323, das hatte lange trotz wenig Pflege nix, obwohl es häufig gefahren wurde.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon waynemao » 29.12.2013, 14:29

Der Aygo scheint ein paar chronische, für sich gesehen nicht so tragische, in Summe aber nervige Problemzonen zu haben. Nicht alle Fahrzeuge sind betroffen, meiner hat in 4,5 Jahren trotz Außenstellplatz nie ein Problem mit Wassereinbruch gehabt. Grünspan habe ich in Ansätzen am unteren Gummi des Beifahrerfensters. Da kommt so gut wie nie Sonne hin (solange der Wagen auf seinem Stellplatz steht), daher passiert das schon mal in der nassen Jahreszeit. Das geht aber mit einem Schwamm und ein wenig Handarbeit weg. In den Rückleuchten siehts natürlich schlecht aus...
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon miro » 29.12.2013, 19:31

Nicht jeder Aygo hat Probleme mit Wassereinbruch. Ich fahre bereits den dritten Aygo und hatte noch nie Probleme irgendeiner Art.
Ausser, dass mein erster Aygo nach 9 Monaten ne neue Batterie verpasst bekommen hat.
Ich habe von einem Grünspan noch nie was gehört, obwohl meine Aygos immer unter freien Himmel stehen. Pflege wäre vllt. von Vorteil.
Man sollte es hier nicht gleich verallgemeinern. Ausserdem sollte hier nicht vergessen werden, dass es sich hier um ein Forum handelt. Somit werden sämtliche Probleme und Anregungen niedergeschrieben.
Liest jeder in Foren anderer Automarken sich mal rein, dann findet sich an jeder Marke und Typ irgendetwas, was den einen ärgert oder auch nicht.

Zum Thema Mazda, gibts gute und schlechte. Ich sage nur Mazda 3 meiner Schwester. 7 Jahre alt und los gehts:

Temp. Fühler für Klimatronic defekt nach nur 900 km.
Leistungsverslust am Motor, neues Steuergerät
Scheinwerfer links undicht,
Armaturenverkleidung gerissen
Bremsen komplett auf Garantie getauscht
Handbremse defekt,
Rost an beiden hinteren Türen. Bereits 3 mal lackiert und bald gibts da nichts mehr zu schleifen.
Seitenleiste auf der vorderen Tür abgegangen.

Also gibt es immer wieder mal ein Auto, dass das eine oder andere Problem verursacht und die Halter ärgert :wink:

Grüsse und einen schönen Abend noch :bigsmurf: :wink:
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon schrubber » 29.12.2013, 21:20

miro hat geschrieben:Also gibt es immer wieder mal ein Auto, dass das eine oder andere Problem verursacht und die Halter ärgert :wink:


Das ist richtig. Aber gerade auf den Wassereinbruch bezogen gibt es hier im Forum eine ganze Menge betroffener Fahrer, mich selbst eingeschlossen.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon HyundaiGetz » 01.01.2014, 10:06

LordCroft hat geschrieben:
miro hat geschrieben:Eins kann ich dir sagen, du bleibst auf deinen Kosten sitzen. KD in der freien Werkstatt. Das sieht Toyota schon gar nicht gern.


Ist halt der Fluch, wenn man Student ist. Nachdem Geld noch immer nicht auf Bäumen wächst bin ich nicht bereit die absurd hohen Arbeitslöhne von Vertragswerkstätten für eine vergleichbare Leistungen zu zahlen.


Nichts für ungut, aber wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat, sollte man sich ggf. überlegen ob man einen recht jungen Wagen kauft.

Aus meiner Erfahrung heraus kommt es bei Kulanz auch immer extrem auf den Willen des einzelnen Händlers an. Und wenn man eine Wartung nicht bei ihm gemacht hat, aber dann möchte das er irgendwelche Kulanzanträge für einen bearbeitet, ist es für mich verständlich das er sich etwas quer stellt.

Unser Hyundai Händler ist da z. B. sehr gut. Bei dem damals fast 9 Jahre alten Hyundai Getz meiner Mutter hat Hyundai sogar noch einen Querträger übernommen - meine Mutter musste lediglich die Lohnkosten tragen.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon bluedog » 01.01.2014, 16:59

Die Erfahrung zeigt, dass man mit älteren Gebrauchtwagen günstiger fährl als mit (fast) Neuwagen. Jedenfalls, solange ein Fahrzeugwechsel jederzeit problemlos möglich ist. Das wäre etwa dann nicht gegeben, wenn man von einem speziell hergerichteten Fahrzeug spricht. (Krankenwagen, Kranwagen, Behindertenfahrzeug o.ä)

Und gerade wenn man von einem wenig gefahrenen Aygo spricht, wäre der Gedanke, sich etwas grösseres, was halt durstiger ist, anzuschaffen vielleicht so abwegig auch nicht gewesen. Spritfresser sind oft billiger, als sparsame Kleinwagen, die alles in allem sehr teuer gehandelt werden. Den Mehraufwand kann man aber gut kalkulieren. Bei 10'000km/Jahr macht 1l Mehrverbrauch auf 100km gerademal 100l aus. Sind also weniger als 200€ im Jahr, die man unter Umständen schon spart beim Kauf. Und sofern man Fahrzeuge mit RestTÜV einfach zuendefährt, die man für kleines Geld weit unter 1000€ erwirbt, kann man das Speilchen auch zweimal im Jahr durchzeihen und hat immer noch weniger Kosten als der reine Wertverlust eines neueren Wagens, Reparaturen noch nicht eingerechnet.

Aber zurück zum Thema:

Wassereinbruch: Sowas würde ich nicht vom Händler auf meine Kosten beheben lassen. Den Gartenschlauch oder Hochdruckreiniger kann man selber billiger bedienen, oder von einem Frend/Freundin beidienen lassen und sich mit Taschenlampe und Haushaltspapier bewaffnet auf die Suche nach den Einbruchstellen machen.
Allenfalls ergeben Suchfunktionen in Foren wie diesem auch schon gute Hinweise, wo man mit der Suche anfangen könnte.

Kondenswasser im Innenraum, insbesondere an kälteren, schlecht gedämmten Orten wie dem Schaltsack:

Sofern das wasser nicht durch Heckleuchte und Türen kommt, müsste man dazu den Teppich ausbauen. Ich gehe davon aus, der wird auf der Unterseite gut nass sein. Nach Durchrostungen suchen, und wenn man nicht fündig wird, wieder zum Gartenschlauch greifen und suchen... nun ist ja kein Teppich mehr da, und keine oder nur noch wenig Innenverkleidung, die die Eintrittsstellen verdeckt. Vielleicht weisen einem aber ja auch schon Wasserflecken oder Korrosionsspuren (Stichwort Grünspan) den Weg.

Das alles ist so Zeitaufwändig, dass man zu armen Tagen kommt, wenn das der Händler machen soll, mal davon abgesehen, dass der vielleicht gar nicht an gründlicher Ursachenforschung interessiert ist.

Korrosion am Antennenfuss: Teil austauschen und dann vorsorgen. WD40, Polfett oder was auch immer verhindert, dass Wasser aufs blanke Metall kommt, und dennoch die elektrische Leitfähigkeit so wenig wie möglich beeinträchtigt. Da sind kreative Ideen gefragt, und regelmässige Pflege kann auch nicht Schaden. Ein Gewinde, was regelmässig bewegt wird, rostet einiges weniger als eins, was nie genutzt wird.

Fensterheber Beifahrerseite: Ansehen. Ich würde mich, da es auf der Fahrerseite reinspritzt, nicht wundern, wenn der aussetzt, einfach weil ein Elektrischer Kontakt korrodiert ist.

Scheinwerfer: Das einfachste und billigste was man machen kann, ist mal mit Taschenlampe und ggf. Spiegel nachsehen, ob die Gummikappen auf der Hinterseite richtig sitzen. ggf auch mal die Stecker gegen Korrosion Schützen, Kontaktspray, vielleicht auch WD-40. Einfach mal mit offenen Augen durch den Baumarkt gehen und sich überlegen, was korrosion verhindern und elektrische Leitfähigkeit dennoch sicherstellen könnte.

Motorhaube: Klappert die? Sind die Spaltmasse offensichtlich falsch? Wenn nicht: Dreck entfernen, ggf. etwas Korrosionsschutz betreiben und sich gewahr sein, dass der Motorraum nach unten offen ist. Feldwege, ein Parkplatz unter Bäumen oder ein Strandurlaub können da schon mal Spuren hinterlassen.

Dass Auspuffteile rosten ist normal und fast unausweichlich. Man kann allenfalls mit Hitzebeständiger Farbe versuchen, vorzubeugen. Ansonsten: an Rostigen Stellen kann ein Rostumwandler gutes tun. Einfach mal ne Dose einkaufen und grosszügig verteilen. Falls man herausfindet, wie die Stossfänger abgehen, kann man darunter auch mal bisschen was versprühen.



Bei Wassereinbruch im Kofferraum würde ich als erstes mal das Reserverad rausnehmen und nachsehen, obs von unten kommt. Wenn nicht, wäre die dritte Bremsleuchte ein heisser Tipp. Die kann man vielleicht ja auch zusätzlich abdichten, indem man mal den Baumarkt nach Dichtmitteln absucht. Wobei Silikon aufgrund chemischer Zusammenhänge nur bei Fahrzeugen in Frage kommt, die sowieso demnächst verschrottet werden.

Grünspan an der Fensterscheibe: Kann ich mir schwer vorstellen. Grünspan ist Oxidiertes Kupfer. Die Tür ist aber aus Stahl. Wenn, dann muss das von der Elektrik kommen... Also vielleicht mal die innere Türverkleidung abbauen und sehen, ob sich dann die Ursache erschliesst. Natürlich nur, sofern mit dem Wort "Grünspan" nicht schlicht und einfach Moosbewuchs an der Fensterscheibendichtung oder Algen an der Scheibe gemeint ist. Das kommt bei unter freiem Himmel geparkten Fahrzeugen öfter vor, und lässt sich durch eine gründliche Reinigung, gute Gummipflege oder in schweren Fällen den Austausch der Teile bekämpfen. Müssen ja dann nicht immer gleich Neuteile sein.

ps: Zum Wassereinbruch bleibt noch zu sagen, dass der auch mit dem wackeligen Heckklappenscharnier zusammenhängen kann. Das müsste han in dem Fall zuerst beheben. Die Dichtung kann nicht dicht sein, wenn sich die Heckklappe dauernd bewegt. Auf dem Glas ist ja keine zweite Dichtung, die Spalten ausgleichen könnte.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon LordCroft » 02.01.2014, 16:47

HyundaiGetz hat geschrieben:Nichts für ungut, aber wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat, sollte man sich ggf. überlegen ob man einen recht jungen Wagen kauft.


1. Die Abwrackprämie gab's nur für Neuwagen. 2. Wurde mein Wagen gesponsert (Bedingung: Neuwagen), 3. Hatte ich auf die Langlebigkeit von Toyota-Autos spekuliert, die für sehr ordentliche und haltbare Autos standen.


@bluedog
Danke für die ausführliche Antwort! :)

Vieles von deinen Ideen klingt so, als müsste ich im Innenraum praktisch alles, inkl. Sitze, ausbauen. Bin zwar handwerklich geschickt und habe einiges an Werkzeug im Keller, habe aber halt nicht wirklich an Autos gearbeitet. Wie sind die verschiedenen Verkleidungen (Teppiche, antrazitfarbener Stoff im Kofferraum, Plastikteile, ggf. die Decke) denn befestigt? Hatte bisher vergeblich nach Schrauben gesucht und wollte auch nicht mit Gewalt an die (wahrscheinlichen) Haltepunkten beigehen. Gibt's vielleicht einen "Wie baue ich meinen Aygo auseinander" Thread? Per Suchfunktion habe ich bisher nichts finden können.

P.S. Grünspan ist wirklich Moos / Algen, hieß für mich nur umgangssprachlich Grünspan. Kannst du da ein Mittel gegen empfehlen? Wasser / Seife war keine längerfristige Lösung.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon bluedog » 02.01.2014, 18:10

LordCroft hat geschrieben:Vieles von deinen Ideen klingt so, als müsste ich im Innenraum praktisch alles, inkl. Sitze, ausbauen.


Das stimmt. Hat aber den Vorteil, dass es sich quasi anbietet, bei der Gelegenheit Korrosionsschutz zu betreiben. Umgebung gut abdecken, und ein paar Dosen FluidFilm oder ähnliches (kann man als Sprühdose mit Sonde kaufen, Anwendung zwar dreckig, schmierig und tropfig, aber denkbar einfach) zu verteilen. Bei vier Jahren hat man gute Chancen, dass noch nichts durch ist. Also wird die Carosse dadurch länger leben. Ab Werk ist teilweise nur Grundierung drauf. Rostschutz gleich null.

Weil man da viel auseinander nimmt, würd ich das auch nicht einem Händler zahlen müssen wollen... Stunde à € 60.-, und das wär günstig.

LordCroft hat geschrieben:Bin zwar handwerklich geschickt und habe einiges an Werkzeug im Keller, habe aber halt nicht wirklich an Autos gearbeitet. Wie sind die verschiedenen Verkleidungen (Teppiche, antrazitfarbener Stoff im Kofferraum, Plastikteile, ggf. die Decke) denn befestigt?


Ich kann Dir leider, abgesehen vom Radio, nichts konkretes sagen. Hatte das selber noch nicht auseinander. Die Mittelkonsole wird von einer Schraube ganz hinten gehalten, soviel hab ich schon gelernt. Dann muss man nur noch den Schaltknauf abschrauben und den Schaltsack ausklippen... Der rest ist nur geklippt.

Die Türleisten werden ähnlich funktionieren. Hat man die mal weg, dann ist es, wenn erst die Sitze raus sind, keine Schwierigkeit, unter den Teppich zu kommen. Geht ja erstmal nur darum, zu sehen ob der trocken ist. Ich würd um den Schaltknüppel herum anfangen, da Du dort jetzt schon wasser findest.

Wie Du den Kofferraum aufs Blech leerbekmmst, ist selbsterklärend, denk ich.

Wie man die Türpanele abbekommt, weiss ich auch nicht. Allerdings müsst ich mich schon sehr wundern, wenn man da nirgends eine Anleitung fände, jeder der Boxen oder ne ZV nachrüstet, steht ja vor dem gleichen Problem.

Ich weiss auch nicht, wie genau die Tür dann von innen aussieht, aber ich würde drauf tippen, dass eine Kunststofffolie das nasse Äussere vom trockenen Innenraum, mit Fensterheberschalter, Lautsprecher und dergleichen trennt. Die dürfte bei Dir entweder von anfang an schlecht befestigt oder defekt gewesen sein, oder sie hat eine der Hochdruckreiniger-Attacken auf die Fenster (vielleicht eben auf das Moos an der Dichtung?) nicht überlebt haben. Vielleicht sind auch schlicht die Ablauflöcher, die bei einer solchen Türkonstruktion sein müssen, verstopft. Wie gesagt. Ich vermute nur.
Du wirst herausfinden müssen, wie die Fensterheberschalter abgehen... dann dürften die Türpanele mit wenigen Schrauben fest sein, der Rest sind Klippse Wenn man einen grossen Schraubendreher mit Verstand und Gefühl einsetzt, sind die überwindbar.

Generell: Die Plastikteile sind umso spröder, je kälter sie sind. Also entweder bis zum Sommer warten, oder ein Heissluftgerät (Haarföhn o. ä.) zum vorheizen verwenden. Vermindert das Schadensrisiko beträchtlich...

Falls der Wassereinbruch an der Dritten Bremsleuchte stattfindet: Ich habe keinen blassen Dunst, wie man den Himmel hinten zerstörungsfrei weg bekommt, um an die Leuchte zu kommen... vielleicht ist das auch nicht notwendig, denn da sind aussen Schrauben...

Wie Du an die Birnen der Heckleuchten kommst, steht in der Bedienungsanleitung. Da man zum Wechsel der Leuchtmittel die sowieso ausbauen müsste, kann man auf dem gleichen Weg eine Korrosions- und Dichtigkeitsprüfung vornehmen.

Ich will Dir selbstverständlich nichts unterstellen, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Heckklappe und Heckleuchten mal stark mechanisch beansprucht wurden. Etwa beim Einalden von Fahrrädern oder Möbeln... Das würde ich tunlichst vermeiden, denn weder die Scharniere noch die Heckleuchten sehen so aus, als ob sie auch nur halbwegs stabil wären... Ich achte immer genau drauf, dass nichts hartes im Weg ist, wenn ich die Heckklappe zumache... Da gibts ja noch den Heckwischermotor... Denn dadurch würden die Scharniere potentiell überbelastet... Das ist wirklich nur zum vorsichtig bedienen gemacht, genauso wie die Türen nicht dafür gemacht sind, im offenen Zustand grössere Lasten aufzunehmen. Klassiker ist der Parkplatzflirt, während dem man sich lässig an die geöffnete Tür hängt, bzw. sich drauf abstüzt. Die Türdichtung würde ich vor dem Winter mit etwas Silikonspray einsprühen. Ekliges Zeug, aber es verhindert das ankleben der Dichtungen recht gut.

Gegen die Grünpflanzen an den Fensterdichtungen: Erst mal würd ich es mit Schwamm und Fensterputzmittel versuchen. Dann würd ich micht im Autozubehör kundig machen. Da muss es eigentlich was geben. Wenn es dann mal Sauber ist: Das selbe Gummipflegemittel wie für andere Dichtungen, nur sehr sparsam und vorsichtig aufgetragen, denn sonst schmiert das auf der Scheibe. Vielleicht hilft ja auch ein Kunststoffpfleger für Motorräder oder ein Cockpitpfleger.

Ansonsten vielleicht mal googeln. Oldtimerfans stehen vor den gleichen Problemen, und die bekommen oft keine Neuteile mehr... Soll auch Leute geben, die solche Gummiteile mit der Waschmaschine refitten. Ich selber stand noch nicht vor dem Problem. Mein C1 steht im fast geschlossenen Carport, und der Vorgänger hatte zwar auch Moos und Algen an der Fensterdichtung, aber das hat mich nie gestört. Reingeregnet hats nicht, und nur für die Optik hab ich noch nie Geld ausgegeben. Der Wagen war ohnehin Jahrelang unter einem harzenden Baum geparkt... Der sah schmutzig besser aus, als wenn ich den gewaschen hätte. Da wär der traurige Lackzustand aufgefallen. 9 Jahre täglicher Betrieb und Laternenparkerei, nebst den Blessuren, die der Wagen hatte, weil ein Fahranfänger ja selten perfekt manöveriert, hatten ihre Spuren sehr deutlich hinterlassen. Da kams auf ein ganz klein Wenig Moos, was man eh nur von innen wirklich gut sah, nicht an.

LordCroft hat geschrieben: Hatte bisher vergeblich nach Schrauben gesucht und wollte auch nicht mit Gewalt an die (wahrscheinlichen) Haltepunkten beigehen. Gibt's vielleicht einen "Wie baue ich meinen Aygo auseinander" Thread? Per Suchfunktion habe ich bisher nichts finden können.


Such mal nach ner Einbauanleitung für Lautsprecher oder zusätzliche Dämmung. Da muss es was geben... ich kanns Dir, wie schon geschrieben leider nicht aus eigener Erfahrung sagen.

LordCroft hat geschrieben:P.S. Grünspan ist wirklich Moos / Algen, hieß für mich nur umgangssprachlich Grünspan. Kannst du da ein Mittel gegen empfehlen? Wasser / Seife war keine längerfristige Lösung.


Aqaristi kämpfen auch mit Algen auf Glas und Kunststoff. Eventuell wissen die Bescheid. Ansonsten würde ich spontan zu Aceton oder Javel-Wasser greifen. Achtung, giftiges, ätzendes Zeug. Nicht auf die Haut kommen lassen! Vielleicht tuts auch ein Badreiniger... Da muss man ja auch gegen Schimmel, Algen, Kalk u.ä. vorbeugen.

Ich glaube aber, dass eine gute und regelmässige Gummipflege der einzige Weg ist, ums sauber zu halten, wenns denn mal sauber ist.

Eventuell kanns auch helfen, das Auto mal andersrum abzustellen, damit nicht immer die selbe Seite im Schatten steht. Dies Grünzeug wächst in der prallen Sonne bekanntlich nicht gleich gut wie im dauerfeuchten Schatten.
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Re: Erfahrungen mit Toyota Kulanz?

Beitragvon LordCroft » 04.01.2014, 11:58

@bluedog
DAS nenne ich mal eine ausführliche Antwort / Anleitung! Besten Dank! :) Da habe ich einiges zu tun, wenn ich das nächste mal ein paar freie Tage habe.
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