LordCroft hat geschrieben:Vieles von deinen Ideen klingt so, als müsste ich im Innenraum praktisch alles, inkl. Sitze, ausbauen.
Das stimmt. Hat aber den Vorteil, dass es sich quasi anbietet, bei der Gelegenheit Korrosionsschutz zu betreiben. Umgebung gut abdecken, und ein paar Dosen FluidFilm oder ähnliches (kann man als Sprühdose mit Sonde kaufen, Anwendung zwar dreckig, schmierig und tropfig, aber denkbar einfach) zu verteilen. Bei vier Jahren hat man gute Chancen, dass noch nichts durch ist. Also wird die Carosse dadurch länger leben. Ab Werk ist teilweise nur Grundierung drauf. Rostschutz gleich null.
Weil man da viel auseinander nimmt, würd ich das auch nicht einem Händler zahlen müssen wollen... Stunde à € 60.-, und das wär günstig.
LordCroft hat geschrieben:Bin zwar handwerklich geschickt und habe einiges an Werkzeug im Keller, habe aber halt nicht wirklich an Autos gearbeitet. Wie sind die verschiedenen Verkleidungen (Teppiche, antrazitfarbener Stoff im Kofferraum, Plastikteile, ggf. die Decke) denn befestigt?
Ich kann Dir leider, abgesehen vom Radio, nichts konkretes sagen. Hatte das selber noch nicht auseinander. Die Mittelkonsole wird von einer Schraube ganz hinten gehalten, soviel hab ich schon gelernt. Dann muss man nur noch den Schaltknauf abschrauben und den Schaltsack ausklippen... Der rest ist nur geklippt.
Die Türleisten werden ähnlich funktionieren. Hat man die mal weg, dann ist es, wenn erst die Sitze raus sind, keine Schwierigkeit, unter den Teppich zu kommen. Geht ja erstmal nur darum, zu sehen ob der trocken ist. Ich würd um den Schaltknüppel herum anfangen, da Du dort jetzt schon wasser findest.
Wie Du den Kofferraum aufs Blech leerbekmmst, ist selbsterklärend, denk ich.
Wie man die Türpanele abbekommt, weiss ich auch nicht. Allerdings müsst ich mich schon sehr wundern, wenn man da nirgends eine Anleitung fände, jeder der Boxen oder ne ZV nachrüstet, steht ja vor dem gleichen Problem.
Ich weiss auch nicht, wie genau die Tür dann von innen aussieht, aber ich würde drauf tippen, dass eine Kunststofffolie das nasse Äussere vom trockenen Innenraum, mit Fensterheberschalter, Lautsprecher und dergleichen trennt. Die dürfte bei Dir entweder von anfang an schlecht befestigt oder defekt gewesen sein, oder sie hat eine der Hochdruckreiniger-Attacken auf die Fenster (vielleicht eben auf das Moos an der Dichtung?) nicht überlebt haben. Vielleicht sind auch schlicht die Ablauflöcher, die bei einer solchen Türkonstruktion sein müssen, verstopft. Wie gesagt. Ich vermute nur.
Du wirst herausfinden müssen, wie die Fensterheberschalter abgehen... dann dürften die Türpanele mit wenigen Schrauben fest sein, der Rest sind Klippse Wenn man einen grossen Schraubendreher mit Verstand und Gefühl einsetzt, sind die überwindbar.
Generell: Die Plastikteile sind umso spröder, je kälter sie sind. Also entweder bis zum Sommer warten, oder ein Heissluftgerät (Haarföhn o. ä.) zum vorheizen verwenden. Vermindert das Schadensrisiko beträchtlich...
Falls der Wassereinbruch an der Dritten Bremsleuchte stattfindet: Ich habe keinen blassen Dunst, wie man den Himmel hinten zerstörungsfrei weg bekommt, um an die Leuchte zu kommen... vielleicht ist das auch nicht notwendig, denn da sind aussen Schrauben...
Wie Du an die Birnen der Heckleuchten kommst, steht in der Bedienungsanleitung. Da man zum Wechsel der Leuchtmittel die sowieso ausbauen müsste, kann man auf dem gleichen Weg eine Korrosions- und Dichtigkeitsprüfung vornehmen.
Ich will Dir selbstverständlich nichts unterstellen, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Heckklappe und Heckleuchten mal stark mechanisch beansprucht wurden. Etwa beim Einalden von Fahrrädern oder Möbeln... Das würde ich tunlichst vermeiden, denn weder die Scharniere noch die Heckleuchten sehen so aus, als ob sie auch nur halbwegs stabil wären... Ich achte immer genau drauf, dass nichts hartes im Weg ist, wenn ich die Heckklappe zumache... Da gibts ja noch den Heckwischermotor... Denn dadurch würden die Scharniere potentiell überbelastet... Das ist wirklich nur zum vorsichtig bedienen gemacht, genauso wie die Türen nicht dafür gemacht sind, im offenen Zustand grössere Lasten aufzunehmen. Klassiker ist der Parkplatzflirt, während dem man sich lässig an die geöffnete Tür hängt, bzw. sich drauf abstüzt. Die Türdichtung würde ich vor dem Winter mit etwas Silikonspray einsprühen. Ekliges Zeug, aber es verhindert das ankleben der Dichtungen recht gut.
Gegen die Grünpflanzen an den Fensterdichtungen: Erst mal würd ich es mit Schwamm und Fensterputzmittel versuchen. Dann würd ich micht im Autozubehör kundig machen. Da muss es eigentlich was geben. Wenn es dann mal Sauber ist: Das selbe Gummipflegemittel wie für andere Dichtungen, nur sehr sparsam und vorsichtig aufgetragen, denn sonst schmiert das auf der Scheibe. Vielleicht hilft ja auch ein Kunststoffpfleger für Motorräder oder ein Cockpitpfleger.
Ansonsten vielleicht mal googeln. Oldtimerfans stehen vor den gleichen Problemen, und die bekommen oft keine Neuteile mehr... Soll auch Leute geben, die solche Gummiteile mit der Waschmaschine refitten. Ich selber stand noch nicht vor dem Problem. Mein C1 steht im fast geschlossenen Carport, und der Vorgänger hatte zwar auch Moos und Algen an der Fensterdichtung, aber das hat mich nie gestört. Reingeregnet hats nicht, und nur für die Optik hab ich noch nie Geld ausgegeben. Der Wagen war ohnehin Jahrelang unter einem harzenden Baum geparkt... Der sah schmutzig besser aus, als wenn ich den gewaschen hätte. Da wär der traurige Lackzustand aufgefallen. 9 Jahre täglicher Betrieb und Laternenparkerei, nebst den Blessuren, die der Wagen hatte, weil ein Fahranfänger ja selten perfekt manöveriert, hatten ihre Spuren sehr deutlich hinterlassen. Da kams auf ein ganz klein Wenig Moos, was man eh nur von innen wirklich gut sah, nicht an.
LordCroft hat geschrieben: Hatte bisher vergeblich nach Schrauben gesucht und wollte auch nicht mit Gewalt an die (wahrscheinlichen) Haltepunkten beigehen. Gibt's vielleicht einen "Wie baue ich meinen Aygo auseinander" Thread? Per Suchfunktion habe ich bisher nichts finden können.
Such mal nach ner Einbauanleitung für Lautsprecher oder zusätzliche Dämmung. Da muss es was geben... ich kanns Dir, wie schon geschrieben leider nicht aus eigener Erfahrung sagen.
LordCroft hat geschrieben:P.S. Grünspan ist wirklich Moos / Algen, hieß für mich nur umgangssprachlich Grünspan. Kannst du da ein Mittel gegen empfehlen? Wasser / Seife war keine längerfristige Lösung.
Aqaristi kämpfen auch mit Algen auf Glas und Kunststoff. Eventuell wissen die Bescheid. Ansonsten würde ich spontan zu Aceton oder Javel-Wasser greifen. Achtung, giftiges, ätzendes Zeug. Nicht auf die Haut kommen lassen! Vielleicht tuts auch ein Badreiniger... Da muss man ja auch gegen Schimmel, Algen, Kalk u.ä. vorbeugen.
Ich glaube aber, dass eine gute und regelmässige Gummipflege der einzige Weg ist, ums sauber zu halten, wenns denn mal sauber ist.
Eventuell kanns auch helfen, das Auto mal andersrum abzustellen, damit nicht immer die selbe Seite im Schatten steht. Dies Grünzeug wächst in der prallen Sonne bekanntlich nicht gleich gut wie im dauerfeuchten Schatten.