CNC1 hat geschrieben:Da der Aygo eh zur Inspektion muss werde ich morgen gleich mitfahren
und dem Werkstattmeister mal auf die Finger sehen.
Da hat sicher mehr Gewicht als wenn da
ein 25-jähriges Mädel hingeht.
Kann sein, kann aber auch sein, das kommt auf den Händler an, bzw. das Mädel... Mann kann heute ja nicht einfach so mehr davon ausgehen, dass Frauen keine Ahnung von Technik haben. Was machste, wenn Du der das blaue vom Himmel herunter erzählt hast, und dann kommt raus, die studiert Maschinenbau (oder vergleichbares)?
CNC1 hat geschrieben:Bis jetzt ist der Aygo immer von einer Inspektion zur nächsten gekommen ohne Ölverlust.
Spricht eher für als gegen einen Motorschaden...
CNC1 hat geschrieben:Auf jeden Fall werde ich eure Tipps der Reihe nach abarbeiten:
Ansaugtrakt
Kerzen(müssten doch schwarz sein wenn Öl verbrannt wird, oder)
Kühler
Mir ist grad noch ein ganz trivialer Gedanke gekommen: Füge die Ölablasschraube an den Anfang der Liste hinzu... Im allerdümmsten Fall sitzt die nicht mehr richtig und ist Ölfeucht. Hätte ich zwar noch nie erlebt, wär aber trozdem doof, wenn Du grade den Luftfilterkasten abmontiert und die Kerzen rausgedreht hast, und dann merkst Du, dass es unten raussifft. Ölfilter wär auch noch son Kandidat, und der sitzt auch schön ganz unten, da wo die Kiesel fliegen und die Fahrgeleise auf Feldwegen nachlassen. Hatte das schon mal an nem Opel, dass die Filterpatrone (dünnes Konservendosenblech) ein Loch hatte. Da sitzt der Filter aber auch genau bei einem der Vorderräder...
CNC1 hat geschrieben:Macht es Sinn so einen Reiniger in den Motor zu geben damit die ganzen Rückstände gelöst werden?
Ein Ölwechsel seht sowieso an,
Nein, eine Ölschlammspülung macht eher wenig Sinn. Ist zwar spekulativ, klingt für mich aber nach den Ölabstreifringen. Mit der Ölschlammspülung kommste da nicht durch, so dass es, wenn, dann nur kurzfristig hilft und auch nur teilweise. Das aber um den Preis, dass man riskiert, dass sich allfällige Ablagerungen lösen und das Ansaugsieb der Ölpumpe zusetzen, oder dass wichtige Lager in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein paar tausend km später erst wüsstest Du in so einem Fall, dass es keine gute Idee war.
Der Konventionelle Ansatz mit gründlicher Fehlersuche und ordentlicher Reparatur hilft da mit Sicherheit mehr, zumal der Wagen weder alt genug ist, noch so viele Km hat, dass man sich mit Behelfsmogeleien noch bis zum Ableben rechtzeitig vor dem nächsten TÜV durchschlagen wollen sollte.
Neue Kolbenringe werden 1000€ oder etwas mehr kosten. Ein Betrag, der zwar wehtut, den ein 2011er mit gerade mal 75'000km aber allemal wert ist. Besser jedenfalls, als ihn defekt zu verkaufen und ein Mehrfaches davon abzuschreiben, um dann gleichwertigen Ersatz teuer einzukaufen.
Wenns die Kolbenringe sein sollten, könnte man auch weiterfahren und einfach regelmässig Öl nachkippen. Nur: Dann gibt irgendwann der Kat auf, dem das Öl nicht gut tut, und dann ist die AU ein teurer Spass.
Wenn eine Reparatur vorgesehen ist, rate ich im übrigen auch davon ab, auf billigstöl umzusteigen. Man kann online günstig gutes Öl bekommen. Wenn man die billigplörre Kanisterweise einfüllt, wird man bei der Reparatur sehen, was die mit dem Ventiltrieb angestellt hat. Füllt man gutes Öl nach, hat man nach der Reparatur einen weiterhin sauberen Motor, der dann im Optimalfall so gut wie neu ist.
Ebenso wenig werden Tipps wie dickeres Öl Erfolg bringen. Wenn die Kolbenringe verklebt und die Ölablaufbohrungen in der Kolbennut verstopft sind, wird auch dickflüssigeres Öl nicht abfliessen können und deshalb verbrannt werden. Dafür wird der Rest des Motors, etwa die Nockenwellenverstellung, keine Freude an dem Öl haben, schon gar nicht im Winter bei Kurzstreckenbetrieb...
Wenn ich raten müsste, würd ich sagen, das ist entweder eine Automatik, oder eines von den Autos, die zwar alle 15'000km, aber nicht jährlich einen Ölwechsel bekommen... oder er wird (zu) viel und/oder zu schnell auf der Autobahn bewegt... vielleicht auch noch mit billigem Öl. Jedenfalls wenns an den Kolbenringen liegen sollte. Wenns ein Ventil erwischt haben sollte, dann wars vielleicht einfach nur Pech mit den Produktionstoleranzen, und das Ventilspiel hat schneller als erwartet nicht mehr gestimmt.
ps: 2011er! Dann ist die Werksgarantie 2013 abgelaufen, und falls man die Möglichkeit genutzt hatte und noch davor eine zwei- oder dreijährige Anschlussgarantie abgeschlossen hat, dann könnte der Schaden sogar noch auf Garantie gehen...
Wobei die Anschlussgarantie rechtlich eher eine Versicherung ist und nicht ganz alles abdeckt. In diesem Fall aber wohl kaum sich drücken könnte.