Ich wusste nicht genau in welchem Bereich des Forums ich diesen Beitrag unterbringen sollte, doch ich denke als allgemeiner Erfahrungsbericht dürfte dieses Thema für viele interessant sein. Ich habe den gleichen Bericht bereits ins motor-talk forum gestellt, wo ich auf dieses Forum aufmerksam gemacht wurde (war auch so schon öfter hier
ich hab da mal eine Frage die ich gerne hier loswerden möchte, aber erstmal zur Geschichte:
Ich habe am 02.01.2008 einen neuen (nackten) Citroen C1 Advance 1,0 gekauft (50kW Benziner).
Meine Entscheidung für dieses Auto war eigentlich rein wirtschaftlicher Natur,
da ich Berufspendler bin (150km/Tag),
da Versicherung und Steuern günstig sind,
der Spritverbrauch mit reellen 5,62l/100km recht günstig ist
und zu guter letzt weil der Anschaffungspreis niedrig war.
Das erste Jahr war eigentlich ganz gut, 40.000 km ohne Probleme. Inspektionen sind alle im Citroen Autohaus durchgeführt worden, in dem ich den Wagen gekauft habe, alles ohne Probleme. Das einzige war ein leichtes klappern des Motors in kaltem Zustand, was laut Forum und Werkstatt wohl ein allgemeines "Phänomen" ist, was mit den Ventilen und deren Spiel zu tun hat (oder ähnliches).
Das zweite Jahr fing schon gut an, beim Wechsel der Winterreifen auf Sommerreifen fiel auf, dass der rechte Vorderreifen halbseitig zur Hälfte total abgefahren war, also halbe Umrundung und dort die Hälfte der breite des Reifens. Hier musste Ersatz her, Laut Gutachten des Reifenherstellers eine Vollbremsung in der Kurve mit blockiertem Reifen. Dabei drangen sich mir Fragen auf wie: verhindert ABS nicht Blockierung? Warum nur ein Reifen? Wie konnte eine Bremsung das Profil komplett aufbrauchen? Fahr ich über Schleifpapier? Aber egal.
Im Herbst des letzten Jahres schlossen alle Schlösser des Wagens schwerfällig/hakelig, auch diese mussten ausgetauscht werden inklusive Zündschloss und Schlüssel (das Problem fängt nun bereits wieder an mit den Ersatzschlössern).
Gegen Ende des letzten Jahres stand die 80.000km Inspektion an, hier habe ich auf die immer lauter quietschenden Bremsen hingewiesen. Diese wurden begutachtet und für "auf" empfunden, was einen Wechsel der Bremsbacken, sowie Bremsscheiben zur Folge hatte (auch hier hielt die Freude an den Ersatzteilen nicht lange an, die Bremsen fangen schon wieder an zu quietschen).
Letzte Woche kam ich von der Arbeit nach hause, alles ganz normal, parkte mein Auto in der Einfahrt um die erneut hakeligen Schlösser zu schmieren (mit mäßigem Erfolg) und wollte es danach in die Garage fahren:
Nach der Zündung drehte der Motor kurz hoch und ging sofort wieder aus. Dies wiederholte ich mehrmals auch unter Zuhilfenahme übermäßigem Gas-gebens, kein Erfolg. Ein ähnliches Problem hatte ich bei einem Lieferwagen meiner Firma, hier war die Wegfahrsperre im Schlüssel verrutscht. Also dachte ich mir "Der Ersatzschlüssel ist jungfreulich, der müsste gehen". Fehlanzeige, gleiches Problem.
Das freundliche Autohaus gab mir den Tipp die Batterie abzuklemmen und eine Stunde zu warten, damit die wahrscheinlich verriegelte Wegfahrsperre den Speicher resettet. Dies habe ich gemacht, 1,5 std gewartet, alles angeklemmt, keine Zündung möglich, gleiches Problem.
Am nächsten Tag schickte das Autohaus einen Abschleppwagen vorbei um das defekte Auto abzuholen und die Wegfahrsperre mittels Schnittstelle und "Werkscode?" zu deaktivieren.
Einen Tag später rief ich an, ob ich mein Fahrzeug bereits abholen könnte. Mir wurde gesagt, dass das Problem noch nicht behoben sei und gerade der Motor entfernt würde.
Heute wurde ich darüber informiert, dass der Motor wohl ausgedient hat. Motorschaden bei 85.000km. Die Kolbenringe seien festgebrannt, der Motor sei nicht mehr funktionsfähig, ich müsste mir einen neuen einbauen lassen, Kostenpunkt €4.000.
Zur Diagnose des Problems wurde mir gesagt, dass der Motor wohl überstrapaziert wurde und durch diese unsachgemäße Nutzung wohl diesen Defekt erlitten habe.
Meine tägliche Fahrtstrecke führt über 10km Landstrasse, 55km Autobahn und 10km Stadtverkehr. Mein Fahrstil, wie auch meinen Verbrauchsangaben zu entnehmen ist, liegt bei gesunden 130-140 auf der Autobahn und gemäßigtem Fahren in der Stadt und auf dem Land. Über kürzere Strecken bin ich schon mit 160 gefahren, was im Berufsverkehr allerdings eher selten vorkommt.
Jetzt meine eigentlich Frage: Hat irgendwer von euch schon ähnliches erlebt? Motorschaden bei 85tkm? Gibt es hier vllt irgendwo erfahrungsberichte oder Foreneinträge, die mir entgangen sind? Kann oder darf ein Motor bei angegebener Fahrweise kaputt sein? Hat jemand diese Erfahrung bei anderen Autos mit diesem Motor gemacht (Aygo/Yaris/107/...)?
Ich weiss, das ist ein langer Text für den ersten Eintrag, aber ich hoffe ihr nehmt euch dem Inhalt an, aber ich wollte die ganze Situation darstellen
Ich bin für jede Hilfe und jeden Beitrag dankbar!!
Gruss maTex

