Aygo und E85




Hier könnt ihr euch über eure Erfahrungen mit dem Aygo auslassen!

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Beitragvon HomerSimpson » 20.11.2011, 18:08

kessi hat geschrieben:Bioethanol hab ich schon mal gehört... ich dachte das wär für Diesel :shock:


Es gibt auch Selbstzünder-Ethanolmotoren. Die Tanken dann E95, das besteht aus 95% Ethanol und 5% Cetanzahlverbesserer.

Diese Motoren kann man aber dann nicht mit Diesel betreiben, das sind dann reine Ethanolmotoren. In Deutschland wird dieses E95 aber auch gar nicht verkauft, denn in normalen Dieselmotoren kann man das nicht verwenden.

Aber das Bioethanol E85 was es in Deutschland gibt ist auf jeden Fall ein Ottokraftstoff, wenn man das in nen Diesel kippt dann kann man den Diesel wegschmeißen^^
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Beitragvon Berliner » 20.11.2011, 19:48

@kessi

Du meinst wahrscheinlich Biodiesel: http://de.wikipedia.org/wiki/Biodiesel

Das ist nichts anderes als Öl aus pflanzlichen Rohstoffen, im Prinzip ziemlich identisch mit dem Sonnenblumen-, oder Rapsöl was man im Supermarkt kaufen kann. Es gibt sogar Leute, die kippen das Öl aus dem Supermarkt, oder gefiltertes altes Frittieröl in ihren Diesel.
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Beitragvon HomerSimpson » 20.11.2011, 20:04

Berliner hat geschrieben:Das ist nichts anderes als Öl aus pflanzlichen Rohstoffen, im Prinzip ziemlich identisch mit dem Sonnenblumen-, oder Rapsöl was man im Supermarkt kaufen kann.


Das stimmt so nicht, Biodiesel wird nur aus Pflanzenöl hergestellt, hat aber nach der Verarbeitung ne chemisch andere Struktur, die dem Mineralöldiesel ähnlich ist. So brauchen Dieselmotoren keine großartige Umrüstung um damit fahren zu können.

Man kann in umgerüstete Dieselmotoren aber auch das Pflanzenöl direkt tanken, das ist dann identisch mit dem Rapsöl aus dem Supermarkt. Das ist aber viel dickflüssiger und zündunwilliger als Diesel und kann deswegen ohne Anpassungen des Motors nicht verwendet werden.
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Beitragvon Korsakoff » 21.11.2011, 10:12

auf kurz oder lang werden deine einspritzdüsen verrecken da bin ich mir ziemlich sicher
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Beitragvon busvwt4 » 21.11.2011, 10:50

HomerSimpson hat geschrieben:
Berliner hat geschrieben:Das ist nichts anderes als Öl aus pflanzlichen Rohstoffen, im Prinzip ziemlich identisch mit dem Sonnenblumen-, oder Rapsöl was man im Supermarkt kaufen kann.


Das stimmt so nicht, Biodiesel wird nur aus Pflanzenöl hergestellt, hat aber nach der Verarbeitung ne chemisch andere Struktur, die dem Mineralöldiesel ähnlich ist. So brauchen Dieselmotoren keine großartige Umrüstung um damit fahren zu können.

Man kann in umgerüstete Dieselmotoren aber auch das Pflanzenöl direkt tanken, das ist dann identisch mit dem Rapsöl aus dem Supermarkt. Das ist aber viel dickflüssiger und zündunwilliger als Diesel und kann deswegen ohne Anpassungen des Motors nicht verwendet werden.

das stimmt so nicht ganz.
denn reines PÖL kann auch ohne umrüstung getankt werden. bei einer mischung von 50/50 mit diesel macht das dem motor nichts aus.
ich sprech aus erfahrung, es gibt auch genug internetseiten die sich damit beschäftigen. :)
gruß marco

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Beitragvon wolfson » 21.11.2011, 11:09

busvwt4 hat geschrieben:Biodiesel (...) So brauchen Dieselmotoren keine großartige Umrüstung um damit fahren zu können.
Allerdings hat der sog. Biodiesel sehr unangenehme Eigenschaften, er neigt, z. B. zum Verkoken.
denn reines PÖL kann auch ohne umrüstung getankt werden. bei einer mischung von 50/50 mit diesel macht das dem motor nichts aus.
Das kann man so pauschal nicht sagen, das hängt sehr vom Motor und den Fahrbedingungen ab.
Einen moderneen Common-Rail-Direkteinspritzer oder einen Pumpe-Düse-TDi aus dem VAG-Konzern würde ich damit nicht einfach fahren, und im Winter schon gar nicht.
Bei einem Saugdiesel mag das gehen, aber auch hier würde ich mich ggf. vorsichtig an die noch mögliche Beimischung herantasten. Wobei der Hinweis auf die Erfahrungen anderer schon mal hilfreich sein kann.

Ansonsten steht es natürlich jedem frei, seinen Motor aus falsch verstandener Sparsamkeit zu ruinieren (und soweit ich weiß, ist beim Betrieb eines Motors mit Pflanzenöl mittlerweile auch eine Mineralölsteuer bzw. was vergleichbares fällig).
Da ich mittlerweile nur noch Benziner fahre und auch nicht mehr in der Fahrzeugbranche arbeite, ist mein Wissensstand möglicherweise nicht mehr zu 100 % aktuell.
C1 Advance Vulcanorot mit roten Rückleuchten, 5 Türen, Servolenkung, DZM, geteilter Rückbank, Pollenfilter!, EZ 06/2009, aktuell > 234.567 km (seit 01/17 neue Kupplung) + Citroen Evasion
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Beitragvon HomerSimpson » 21.11.2011, 15:25

Korsakoff hat geschrieben:auf kurz oder lang werden deine einspritzdüsen verrecken da bin ich mir ziemlich sicher


Gibts dazu auch ne Begründung? Und inwiefern sollen sie "verrecken"?

Das hab ich nämlich noch in keinem E85 Forum gelesen das irgendjemandem davon die Einspritzdüsen kaputt gegangen sind. Auch die Leute die sich Steuergeräte umgerüstet haben fahren ja meistens noch mit den Originaldüsen.

Das einzige wovon man da mal liest das es kaputt geht ist die Benzinpumpe, und wenn diejenigen sie auseinander genommen hatten waren meist irgendwelche Verunreinigungen darin die das E85 aus den Schläuchen gelöst hatte und die dann der Pumpe geschadet haben. Aber bei nem Motor mit geringer Laufleistung wie meinem sind in den Schläuchen hoff ich mal noch nicht so viele Verunreinigungen das das der Pumpe zu schaffen macht.
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Beitragvon Tinxe » 21.11.2011, 18:37

Also meine Mum fährt einen alten 80er Audi, Diesel. Ihr Reervekanister ist auch ne Flasche Öl im Kofferraum. :-) Hin und wieder wurde schon mal eine beigemischt, ging bisher immer gut. Ob es deswegen uneingeschränkt zu empfehlen ist - keine Ahnung!
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Beitragvon HomerSimpson » 21.11.2011, 21:43

So einem alten Diesel schadet das bestimmt nicht, der würde auch mit größeren Mengen Pflanzenöl wahrscheinlich keine Probleme haben.
Probleme gibts da denk ich nur bei den neuen Hightech-Dieselmotoren.
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Beitragvon HomerSimpson » 12.12.2011, 17:19

Mal ein Update zum E85 tanken:

Also momentan tanke ich pro Tankfüllung immer 5l Super und den Rest E85, weil der Kaltstart mit reinem E85 bei den momentanen Temperaturen extrem schlecht ist, da musste ich manchmal 5 mal orgeln bis er dann angesprungen ist.
Da hatte ich Schiss das dann irgendwann die Batterie schlapp macht bevor er an ist.

Mit den 5l Super dazu startet er auch bei um die 0°C beim ersten Versuch.

Ansonsten läuft alles prima, keine Auffälligkeiten bis auf die MKL die weiterhin vor sich hin leuchtet.
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Beitragvon brokenlink » 13.02.2012, 14:13

in Südamerika ist VW sehr stark vertretten (und Toyota auch) und wird fast nur reine Ethanol 95% gefahren oder mit normalen Benzin Motoren mit E75-E85.
So gut wie alle älteren ohne Turbo VW Motoren vertragen E85, also nicht die FSI und TSI. Bei den ist nur das Steuergerät einwenig anders eingestellt, wegen diesem schlechtem Start.

Nur weiß ich nicth wie es bei Daihatsu und Toyota Motor aussieht. Dazu msus man sagen, dass der uhrsprüngliche Motor von Daihatsu ist, aber der Motor den wir haben eine weiter entwicklung von Toyota ist.

So der Daihatsu Cuore L701 ab 2007 hat den selben Motor wie der Aygo. Tja und der verträgt wohl E85 laut dieser seite

http://www.flexenergy.eu/geraete.html

107, Ayog, C1 wurden für den Europäschen Markt gebaut. Der Daihatsu mehr für Süd Amerika, Asien, Süd Afriker usw.

Jetzt muss man sich frage mal stellen? Warum bietet so ein Konzern wie VW auch nicht hier E85 Fahrzeuge an? Warum gibt es allgemien hier in Europa so wenig E85 Fahrzeuge?

Ganz einfach: Weil man so viel E85 nicht produzieren kann und weil es in Europa zu teuer ist und man mit Bezin in Europa mehr Geld verdienen kann.

Ethanol kosten mit 19% Mwst. 1l ca. 1 euro. Wenn das genau so viel steuer drauf wären wie bei Benzin, dann würde es über 2 Euro kosten.
Die Lebensmittelpreise würden Welt weit steigen und es würde Ethanol gar nciht lohnen.



Problem bei Ethanol Autos und folge Schäden:

Bei verbrennung von Ethanol entstehen Säuren und gelangen ins Öl, die aggressiv sind und deswegen muss man bei Ethanol Auto mit all 15.000 km das Öl wechseln.

Ethanol verbrennt selber viel sauberer und schont den Kat und den Brennraum. Wenn man regelmässig Öl wechselt, dann sollte der Motor (bei vernüftien fahrweise) länger leben.

Die Benzinpumpe wird nicht mehr richtig geschmiert und kann schneller kaputt gehen, aber so wirklich bewissen ist das nicht, weil Benzimpumpen können auch von selbst bei 100.000 km mal kaputt gehen.

Verschleiß der Ventile ist höher. Heut zu tage werden wieder weiche Ventilsitze verbaut, damit die Autobauer 3 Euro pro Auto sparen können. Bei höheren Drehzahl ist der Verschleiß bei Ethanol deutlich höher (ähnlich wie bei Autogas) und die Ventile müssen 'vielleicht' öfter nachgestellt werden. Hängt aber verdammt start von der fahrweise und Hersteller ab. Keine Ahnung wie das bei Toyota ist.


Garantie

Man verliert die Garantie auf jedenfall. So lange man in der Garantie ist ... sollte man es lassen, weil der Hersteller kann leicht überprüfen welches Benzin getankt wurde (Öl prüfen, logs Steuergerät)
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Beitragvon HomerSimpson » 13.02.2012, 15:00

Bei der Verbrennung von E85 entsteht keine Säure, aber ich hab gelesen das während der Warmlaufphase des Motors mehr Kraftstoff ins Öl gelangt als das bei Benzin der Fall wäre, weil Ethanol dünnflüssiger ist.
Mehr als 15.000 km pro Jahr fahr ich sowieso nicht, und das Öl werd ich eben jedes Jahr wechseln. Ich glaub beim Öl ist der Drillingsmotor auch nicht so empfindlich.

Mit hohen Drehzahlen fahre ich höchstens mal kurz beim Überholen, das schadet aber auch nichts. Nur dauerhaft hohe Drehzahlen auf der Autobahn sollte man mit E85 vermeiden, da können einem die Auslassventile verbrennen, weil das magere E85-Gemisch langsamer durchbrennt und so beim Öffnen der Ventile noch brennen kann.

Bei der Garantie ist es eben so dass man sie natürlich offiziell verliert, aber die Werkstatt wird nur dann feststellen das mit E85 gefahren wurde wenn man wirklich mit dem E85 im Tank liegengeblieben ist.
Wenn einem aber nur was am Motor komisch vorkommt kann man immernoch den Tank leer fahren und mit Super volltanken, dann den Magerlauf-Fehlercode im STG löschen, nochmal 50km fahren, und dann wird die Werkstatt wohl kaum feststellen das man E85 getankt hatte. Öl prüfen wird nämlich kaum eine Werkstatt machen.
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Beitragvon brokenlink » 13.02.2012, 15:13

Ethanol bildet bei der Verbrennung Essigsäure und im Tank können sich
in längeren Ruhepausen Wasser und Ameisensäure bilden.

Kann man überall nachlesen.

Nur so schlimm ist das nicht, wenn man jedes Jahr Öl wechsel macht und max. 15.000 km.
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Beitragvon HomerSimpson » 13.02.2012, 15:25

Verbrennung von Ethanol:

C2H5OH + 3 O2 --> 2 CO2 + 3 H2O

Da entsteht also keine Essigsäure, höchstens bei einer unvollstängigen Verbrennung unter Sauerstoffmangel könnte das sein, aber Sauerstoffmangel herrscht im Motor nicht.

Das mit dem Wasser stimmt, man sollte kein Auto mit E85 im Tank einmotten weil das Ethanol Wasser aufnehmen kann. Wobei das aber eher bei alten Autos mit Stahltank was ausmacht, denn heutige Autos haben Kunststofftanks, denen schadet das Wasser nicht.

Wieso Ameisensäure enstehen sollte wüsste ich aber nicht, erstens entsteht die aus Methanol und nicht aus Ethanol, und zweitens wüsste ich auch nicht wieso diese Reaktion einfach so in einem Kraftstofftank ablaufen sollte.
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Beitragvon brokenlink » 13.02.2012, 15:41

HomerSimpson hat geschrieben:Verbrennung von Ethanol:

C2H5OH + 3 O2 --> 2 CO2 + 3 H2O

Da entsteht also keine Essigsäure, höchstens bei einer unvollstängigen Verbrennung unter Sauerstoffmangel könnte das sein, aber Sauerstoffmangel herrscht im Motor nicht.


aha ok. Vielleicht sollte ich mich noch mal mit dem Thema befassen. Interessant ist das auf jedenfall :D außerdem kann man gut 50 cent pro liter sparen.
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