Zunächst zum Kaltstart:
Heute morgen waren es draußen -1,3°C, perfekte Temperatur zum testen. Im Tank ist E85 pur, ohne Poti bei dieser Temperatur hätte ich mindestens 4-5 mal orgeln müssen bevor er angesprungen wäre.
So hab ich den Poti zu zwei Dritteln aufgedreht, Anlasser laufen lassen, und er ist sofort beim ersten mal angesprungen.
Dann hab ich getestet was passiert wenn man den Poti dann sofort komplett auf 0 dreht.
Zunächst ist nichts passiert, aber beim Versuch anzufahren hat er kein Gas angenommen und ist ausgegangen.
Poti also wieder zur Hälfte aufgedreht, wieder gestartet, dann hat er das Gas angenommen und ich konnte losfahren.
So nach 1 km Fahrt hab ich dann den Poti wieder komplett auf 0 gedreht, war dann auch kein Problem mehr, lief dann ganz normal wie immer.
Dann später wo er auf Betriebstemperatur war hab ich gestestet ob man auch während der Fahrt das Gemisch anfetten kann, und:
Ja, man kann!
Ich war ja vorher davon ausgegangen das man nur bis zu 40°C nach unten regulieren kann, weil das gestern Abend bei 20°C Kühlwassertemperatur so der Fall war, aber die Widerstands-Interpretation des Steuergeräts scheint nicht linear zu sein.
Denn auch bei 85°C Betriebstemperatur wurde bei voll aufgedrehtem Poti eine Kühlwassertemperatur von -14°C gemessen, also gut drin im Bereich wo er das Gemisch anfettet.
Bei voll aufgedrehtem Poti konnte man das Gemisch konstant auf 0,8 V Lambdasondenspannung halten, auch bei Volllast.
Allerdings bin ich mir nun unsicher wie genau man die Werte der Sprungsonde überhaupt interpretieren muss. Lambda über 1 ist ja eigentlich zu mager, und Lambda unter 1 ist zu fett.
Nun ist die gemessene Voltzahl wohl nicht identisch mit der Lambda-Zahl, denn die Voltzahl springt beim mageren Gemisch ja laufend zwischen 0,1 und 0,7 hin und her, und beim angefetteten Gemisch ist sie dann konstant bei 0,8 V. Welchem Lambdawert diese 0,8 V dann aber entsprechen das weiß ich nun nicht, vielleicht weiß jemand von euch da ja mehr bescheid.
Dass das Springen der Sonde aufhört zeigt denk ich jedenfalls, das sie weder ein mageres noch ein fettes Gemisch erkennt, sondern das Gemisch für okay erachtet und damit bei dieser Einstellung auch keine MKL angehen würde.
Also steht fest: Mit dem Poti kann man sowohl beim Kaltstart als auch während der Fahrt das Gemisch anfetten, somit ersetzt er komplett die Funktionen eines E85-Steuergeräts, und ich muss nun nie wieder Super zutanken, auch zum Tüv nicht
Aber ich werde natürlich ausser kurz vor dem Tüvtermin weiter mit MKL im Magerlauf fahren, ich hab keine Lust nen Mehrverbrauch zu haben nur damit diese Leuchte nicht an ist^^
Und hier noch das gewünschte Bild, wo der Sensor sitzt:
Das ist auf der Fahrerseite des Motorblocks, unter diesen dicken Kühlwasserschläuchen.
